Sie sind hier: Home > Gesundheit >

Forscher benennen neue Bakteriengattung nach "Pokémon"-Spiel

Gefährliche Mini-Monster  

Forscher benennen neue Bakteriengattung nach "Pokémon"-Spiel

02.05.2021, 11:31 Uhr | dpa

Forscher benennen neue Bakteriengattung nach "Pokémon"-Spiel. Illustration einer Amöbe mit intrazellulären Legionellales-Bakterien: Sie können die Legionärskrankheit hervorrufen, die tödlich verlaufen kann. (Quelle: dpa/Marcel Dominik Solbach/Universität zu Köln)

Illustration einer Amöbe mit intrazellulären Legionellales-Bakterien: Sie können die Legionärskrankheit hervorrufen, die tödlich verlaufen kann. (Quelle: Marcel Dominik Solbach/Universität zu Köln/dpa)

Forscher der Uni Köln haben eine neue Bakteriengattung entdeckt. Für die Namensgebung haben sie sich von einer beliebten Videospielreihe inspirieren lassen – aus einem bestimmten Grund.

Bei der Benennung einer neu entdeckten Bakteriengattung haben Forscher der Uni Köln Fantasie bewiesen. Sie tauften die winzigen Organismen "Pokemonas" – nach dem Videospiel "Pokémon"– , wie die Hochschule erklärte.

Ausschlaggebend für die Namenswahl war der Lebensstil der Bakterien, die den Angaben zufolge in kugeligen Amöben anzutreffen sind. Das erinnerte die Wissenschaftler an die Mini-Monster aus dem Spiel "Pokémon", die – wenn sie gerade nicht gebraucht werden – in kugelrunden Bällen aufbewahrt werden. Im Spiel sind das die sogenannten Pokébälle.

Bakterien gehören zur Ordnung Legionellales

Die bisher unbeschriebenen Bakterien gehören den Angaben zufolge zur Ordnung Legionellales. Bakterien dieser Ordnung werden von der Wissenschaft mit Interesse beobachtet, da einige bei Mensch und Tier Lungenerkrankungen hervorrufen können – etwa die bekannte Legionärskrankheit, die tödlich verlaufen kann. Legionellales-Bakterien leben und vermehren sich als Parasiten in Zellen von Wirten. Insbesondere nutzen sie dafür Amöben.

Lichtmikroskopische Aufnahme einer Amöbe mit "Ca. Pokemonas kadabra": Die Bakterien wurden mittels sogenannter "Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung" rot angefärbt. (Quelle: dpa/Marcel Dominik Solbach/Universität zu Köln)Lichtmikroskopische Aufnahme einer Amöbe mit "Ca. Pokemonas kadabra": Die Bakterien wurden mittels sogenannter "Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung" rot angefärbt. (Quelle: Marcel Dominik Solbach/Universität zu Köln/dpa)

Das Kölner Wissenschaftlerteam hatte für seine Untersuchung Amöben der Gruppe Thecofilosea ausgewählt. "Wir wollten Amöben auf Legionellales untersuchen und haben für unsere Forschung eine Gruppe von Amöben ausgewählt, die keine nähere Verwandtschaft zu den bisher untersuchten Wirten aufweist", erläuterte der beteiligte Forscher Marcel Dominik Solbach.

Neue Erkenntnisse

Tatsächlich gelang es den Wissenschaftlern nach eigenen Angaben, auch in den Thecofilosea-Amöben verschiedene Legionellales-Arten nachzuweisen – unter anderem zwei bis dato unbeschriebene Gattungen. Einer davon gaben sie – wegen ihres Lebensstils in der kugelförmigen Amöben-Gruppe – den Namen "Pokemonas".

Die neuen Erkenntnisse sollen nach Angaben der Forscher unter anderem dazu beitragen, die Infektionswege besser zu verstehen, um Ausbrüche der Krankheiten bei Menschen verhindern zu können.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: