• Home
  • Gesundheit
  • Kolumne - Ulrike Scheuermann
  • Helfen im Ukraine-Krieg: Darum tut es auch der eigenen Gesundheit gut


Meinung
Was ist eine Meinung?

Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema. Niemand muss diese Meinung ├╝bernehmen, aber sie kann zum Nachdenken anregen.

Darum tut Helfen auch der eigenen Gesundheit gut

Eine Kolumne von Ulrike Scheuermann

Aktualisiert am 03.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Helfende Hand: Schon kleine Gesten tun sowohl anderen als auch uns selbst gut.
Helfende Hand: Schon kleine Gesten tun sowohl anderen als auch uns selbst gut. (Quelle: kieferpix/getty-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f├╝r einen TextFormel-1-Pilot Albon aus Klinik entlassenSymbolbild f├╝r einen TextUS-Polizei erschie├čt AfroamerikanerSymbolbild f├╝r einen TextGletschersturz: Noch Dutzende VermissteSymbolbild f├╝r einen TextPaus will ├ärzte-Ausbildung ├ĄndernSymbolbild f├╝r einen TextHorror-Unfall schockt die Formel 1Symbolbild f├╝r einen TextSturm in Sydney: Frachtschiff gestrandetSymbolbild f├╝r einen Text"Polizeiruf 110": Kannten Sie die Mutter?Symbolbild f├╝r einen TextKultregisseur mit 59 Vater gewordenSymbolbild f├╝r einen TextTheater-Star Peter Brook ist totSymbolbild f├╝r einen TextFiona Erdmann bringt Baby in NotaufnahmeSymbolbild f├╝r einen TextGr├Â├čtes Sch├╝tzenfest der Welt startetSymbolbild f├╝r einen Watson TeaserS├╝le tritt gegen den FC Bayern nachSymbolbild f├╝r einen TextDeutschland per Zug erkunden - jetzt spielen

"Ich will helfen" ist angesichts von Millionen aus der Ukraine gefl├╝chteten oder dort notleidenden Menschen ein Impuls bei vielen. Doch Helfen unterst├╝tzt nicht nur die anderen ÔÇô sondern tut auch uns selbst gut.

Wenn man anderen hilft, geht es denjenigen besser, das ist naheliegend. Aber beim Helfen geht es nicht nur um die anderen. Viele Studienergebnisse zeigen, dass Mitgef├╝hl und Altruismus die Zufriedenheit, Gelassenheit und den Selbstwert derjenigen erh├Âhen, die helfen.

Menschen, die anderen helfen, sind am gl├╝cklichsten und ges├╝ndesten. Beim Helfen werden Gl├╝ckshormone ausgesch├╝ttet und wir erleben das das 'HelperÔÇÖs High'. Von all dem haben Menschen, die mit Hilfe geizen, dann automatisch weniger. Es lohnt sich also, ├╝berall Ausschau zu halten, wo und wie man helfen kann. Und bei der Weltlage ist es das Beste, was man tun kann.

Stressabbau und Angstl├Âser

Anderen zu helfen, l├Âst die Angst und macht uns gl├╝cklicher
Hilfe federt die negativen Effekte von Stress ab: Wir erleben diesen weniger oder bew├Ąltigen ihn besser. Die Sozialpsychologin Elizabeth Dunn weist mit ihren Forschungsarbeiten ├╝ber Gro├čz├╝gigkeit und Freude nach, dass es uns gl├╝cklich macht, wenn wir anderen helfen. Das kann auch zum Beispiel mit Geldspenden sein.

Und je zufriedener und gl├╝cklicher wir selbst sind, desto lieber helfen und geben wir anderen. Das wiederum macht uns gl├╝cklicher und wir helfen wieder lieber ÔÇô und so weiter. Diesen positiven Feedback-Loop-Effekt fand eine Forschungsgruppe um Lara Aknin heraus. Was wir s├Ąen, das ernten wir. Man nennt das auch egoistischen Altruismus: Wir haben etwas f├╝r uns selbst davon, wenn wir anderen helfen.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Die Lage in Deutschland ist ein Skandal
Obdachloser in D├╝sseldorf: Immer mehr Menschen leben in Armut.


Eine Belohnung f├╝r uns und unsere Gesundheit

Helfen hilft uns auch auf einer ganz k├Ârperlichen Ebene: Gegenseitig Hilfe und Kooperation aktiviert Gehirnareale, in denen auch Belohnungen verarbeitet werden.

Hilfe f├╝hlt sich f├╝r unser Gehirn wie eine Belohnung an ÔÇô und so wird unser K├Ârper mit Gl├╝ckshormonen geflutet. Auch Entz├╝ndungswerte sinken, stellten Wissenschaftler und Forscherinnen 2022 fest. Allein wenn wir an unsere F├Ąhigkeit glauben, andere Mitmenschen unterst├╝tzen zu k├Ânnen, f├Ârdert das schon unsere Gesundheit.

Die richtige Einstellung macht die richtige Wirkung

Bei allem egoistischen Altruismus kommt es jedoch auch darauf an, wie wir helfen. Eine gr├Â├čere Wirkung erleben wir, wenn wir mit der richtigen Haltung das Helfen nicht nur als moralische Verpflichtung oder als eigenn├╝tzige Gesundheitstherapie sehen, sondern wenn wir uns darauf und daru╠łber freuen.

Das gelingt, indem wir uns vorstellen oder erleben, wie unsere Hilfe ankommt und welchen Unterschied sie ausmacht. Dann kann Helfen eine Quelle tiefer Freude sein. Wenn wir geben, bauen wir Beziehungen auf, wir sind in Kontakt, weniger einsam und besser im sozialen Ganzen integriert. Dadurch erleben wir mehr Freude, Hoffnung und Liebe ÔÇô und davon brauchen wir im Moment so viel wie m├Âglich.

Auf beiden Seiten wirkt Hilfe Depressionen entgegen und st├Ąrkt das Selbstbewusstsein. Man fand au├čerdem heraus, dass Menschen, die sich f├╝r andere ehrenamtlich engagieren, das Gef├╝hl haben, mehr Zeit zur Verf├╝gung zu haben. Anderen Zeit zu schenken, gibt uns am Ende selbst mehr Zeit.

Finden Sie die Hilfeform, die zu Ihnen passt

Es gibt viele Hilfem├Âglichkeiten, so dass f├╝r jede und jeden etwas dabei ist. Von Spenden f├╝r Menschen in der Ukraine ├╝ber konkrete Hilfe f├╝r Gefl├╝chtete bei der Ankunft im eigenen Heimatort, oder Friedensdemonstrationen, deren Bilder ein wichtiges Signal in die Welt senden.

Was k├Ânnen wir konkret tun? Nicht alle Hilfeformen sind das Richtige f├╝r jeden. Sie sollten zu Ihrer Pers├Ânlichkeit, Ihren besonderen F├Ąhigkeiten und Vorlieben passen. Es gibt drei Fragen, die ich auch meinen Seminar-Teilnehmenden: Was kann ich gut? Was macht mir Freude? Was kann ich damit bewirken?

Introvertierte Menschen werden sich vielleicht eher schwertun, auf einem ├╝berf├╝llten Bahnhof ankommende Fl├╝chtlinge zu begr├╝├čen und weiterzuleiten. Extrovertierten Menschen, die gerne mit vielen in Kontakt treten, macht das m├Âglicherweise gerade Freude.

Wer Geld hat, aber keine Zeit, spendet Geld. Andere spenden Dinge. Wer kein Geld hat, aber Zeit, hilft vor Ort. Das Deutsche Zentralinstitut f├╝r Soziale Fragen hat auf seiner Seite Informationen zur Ukraine-Nothilfe gesammelt und vertrauensw├╝rdige Organisationen aufgelistet. ├ťberall im Internet k├Ânnen Sie sich inzwischen informieren, wie Sie wo helfen k├Ânnen.

Ich w├╝nsche Ihnen ein richtig sch├Ânes "Helpers High" und noch oben drauf diesen positiven Feed-back-Loop-Effekt.

Ulrike Scheuermann ist Diplom-Psychologin und Bestsellerautorin. Seit 25 Jahren hilft sie Menschen dabei, ihr Leben mit modernsten Methoden der Psychologie innerlich frei und ohne Blockaden besser und ges├╝nder zu gestalten. Ihre Self-Care- und Coaching-Programme finden in ihrer Akademie in Berlin und online statt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte ├ärzte. Die Inhalte von t-online k├Ânnen und d├╝rfen nicht verwendet werden, um eigenst├Ąndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Eine Kolumne von Ulrike Scheuermann
Ukraine







t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website