• Home
  • Politik
  • Ukraine
  • Verstörende Bilder aus Butscha: "Putins hemmungslose Gewalt kennt keine Grenzen"


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextWarmwasser abdrehen? Ministerin warntSymbolbild fĂŒr einen TextRussland stoppt Kasachstans ÖlexportSymbolbild fĂŒr einen TextOpec-GeneralsekretĂ€r gestorbenSymbolbild fĂŒr ein VideoMallorca droht BadeverbotSymbolbild fĂŒr einen TextCarlos Santana auf BĂŒhne kollabiertSymbolbild fĂŒr einen TextBericht: Separatisten kapern FrachterSymbolbild fĂŒr einen TextFC Bayern befördert Ex-ProfiSymbolbild fĂŒr einen TextEU-Land fĂŒhrt Wehrpflicht wieder einSymbolbild fĂŒr einen TextJunger Biker stirbt auf der A29Symbolbild fĂŒr einen TextKatzenberger war mit Fan im BettSymbolbild fĂŒr einen TextLindner-Hochzeit: So ĂŒbernachtet das PaarSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserKinderstar offenbart intimes Liebes-DetailSymbolbild fĂŒr einen TextSpielen Sie das Spiel der Könige

"Putins hemmungslose Gewalt kennt keine Grenzen"

  • Camilla Kohrs
Von Liesa Wölm, Camilla Kohrs

Aktualisiert am 03.04.2022Lesedauer: 4 Min.
Massengrab und Leichen auf der Straße: US-Satellitenbilder belasten die russische Armee in Butscha schwer. (Quelle: t-online)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Es sind entsetzliche Bilder aus einer ukrainischen Kleinstadt: Sie zeigen das, was die russischen Truppen seit Beginn der Invasion anrichten. Weltweit sind die Augen auf Butscha gerichtet.

Dutzende Leichen liegen in Butscha auf der Straße, teilweise sind ihnen die HĂ€nde am RĂŒcken zusammengebunden. Es sind Zivilisten, die scheinbar wahllos getötet wurden. Neben den toten Körpern liegen TrĂŒmmer – die Stadt ist zerstört.

Mit der RĂŒckeroberung der Region um die Hauptstadt Kiew hat sich der ukrainischen Armee nach wochenlangen KĂ€mpfen ein Bild des Schreckens geboten (mehr dazu lesen Sie hier). Bundesaußenministerin Annalena Baerbock kĂŒndigte an, die Sanktionen gegen Russland zu verschĂ€rfen.

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen ĂŒbermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

"Die Bilder aus Butscha sind unertrĂ€glich. Putins hemmungslose Gewalt löscht unschuldige Familien aus und kennt keine Grenzen", twitterte die GrĂŒnen-Politikerin am Sonntagnachmittag. "Die Verantwortlichen fĂŒr diese Kriegsverbrechen mĂŒssen zur Rechenschaft gezogen werden." Die Ukraine solle noch mehr bei ihrer Verteidigung unterstĂŒtzt werden.

Zerstörungen in Butscha: Ukrainische Soldaten machen sich ein Bild der schrecklichen Lage.
Zerstörungen in Butscha: Ukrainische Soldaten machen sich ein Bild der schrecklichen Lage. (Quelle: Zuma Wire/dpa-bilder)
ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Eine radikale Entscheidung
Rettungseinsatz nach dem Abbruch am Marmolata-Gletscher in den Dolomiten.


Scholz fordert Ahndung der Verbrechen

Kanzler Olaf Scholz kĂŒndigte ebenfalls neue Sanktionen an und forderte eine schonungslose AufklĂ€rung der Verbrechen des russischen MilitĂ€rs. "Ich verlange, dass internationale Organisationen wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz Zugang erhalten zu diesen Gebieten, um die GrĂ€ueltaten unabhĂ€ngig zu dokumentieren", sagte Scholz laut einer ErklĂ€rung aus dem Kanzleramt. TĂ€ter und Auftraggeber mĂŒssten konsequent zur Rechenschaft gezogen werden.

Er forderte Russland auf, "endlich in einen Waffenstillstand einzuwilligen und die Kampfhandlungen einzustellen". Es sei ein furchtbarer, sinnloser und durch nichts zu rechtfertigender Krieg. "Er muss aufhören".

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

"Entsetzliche Taten der Invasion"

Die britische Außenministerin Liz Truss forderte, die mutmaßlichen Angriffe auf Zivilisten als Kriegsverbrechen zu untersuchen. Großbritannien wĂŒrde einen solchen Schritt durch den Internationalen Strafgerichtshof unterstĂŒtzen. "Mit dem erzwungenen RĂŒckzug russischer Truppen gibt es immer mehr Beweise fĂŒr entsetzliche Taten der Invasoren in Orten wie Irpin oder Butscha", sagte Truss. "WillkĂŒrliche Angriffe auf unschuldige Zivilisten wĂ€hrend der unrechtmĂ€ĂŸigen und ungerechtfertigten Invasion Russlands in die Ukraine mĂŒssen als Kriegsverbrechen untersucht werden."

US-Außenminister Antony Blinken sagte bei CNN, die Bilder von toten Ukrainern in Butscha kĂ€men einem Schlag in die Magengrube gleich. Strategisch habe Russland eine Niederlage erlitten.

Auch der EU-RatsprĂ€sident Ă€ußerte sich zu den Taten in Butscha: Charles Michel machte Russland fĂŒr GrĂ€ueltaten in der Umgebung der ukrainischen Hauptstadt Kiew verantwortlich. Der belgische Politiker warf den russischen Truppen am Sonntag auf Twitter vor, in Butscha ein Massaker angerichtet zu haben. Die EU werde beim Sammeln von Beweisen helfen, um die Verantwortlichen vor internationale Gerichte stellen zu können. Zugleich kĂŒndigte er weitere EU-Sanktionen gegen Russland und UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine an.

Ein Mitglied der zivilen Schutztruppe betrachtet unter einer Decke am Rande der Autobahn, 20 Kilometer von Kiew entfernt, vier tote Zivilisten.
Ein Mitglied der zivilen Schutztruppe betrachtet unter einer Decke am Rande der Autobahn, 20 Kilometer von Kiew entfernt, vier tote Zivilisten. (Quelle: Mykhaylo Palinchak/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa-bilder)

Ramelow: "Nun lÀsst Putin morden!"

Bei Twitter Ă€ußerten sich neben Baerbock weitere deutsche Politiker zu den Schreckensbildern aus der Ukraine. ThĂŒringens MinisterprĂ€sident Bodo Ramelow machte ebenfalls Kremlchef Putin fĂŒr die Taten verantwortlich: "Es sind Kriegsverbrechen und die Befehlshaber mĂŒssen vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag zur Rechenschaft gezogen werden", twitterte der Linken-Politiker. Der Terror werde als Strategie genutzt. "Angeblich ging es um Schutz vor Völkermord und nun lĂ€sst Putin morden!", fĂŒgte Ramelow hinzu.

Auch der Bundestagsabgeordnete Norbert Röttgen forderte mehr Konsequenzen fĂŒr den russischen Machthaber: "Wir sehen tĂ€glich die Bilder unvorstellbarer GrĂ€ueltaten und der Hölle in der Ukraine", schrieb der CDU-Politiker auf Twitter. "Es muss Schluss sein mit dem Katastrophengerede fĂŒr Deutschland!" Jeder in Politik und Industrie habe die Pflicht, mehr Druck auf Putin zu erzeugen – "anstatt genau das zu blockieren", so Röttgen.

Eine Leiche vor einem verbrannten Auto: Dutzende Zivilisten wurden in Butscha getötet.
Eine Leiche vor einem ausgebrannten Auto: Dutzende Zivilisten wurden in Butscha getötet. (Quelle: Zuma Wire/imago-images-bilder)

Ischinger fordert sofortigen Stopp von Gas- und Ölimporten

Der Vorsitzende der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz (MSC), Wolfgang Ischinger, forderte, die Bilder aus Butscha vor allem in China und Indien an die Öffentlichkeit zu bringen: "Die grauenhaften Bilder aus Butscha (...) sollten nicht nur ĂŒberall im Westen gezeigt werden", twitterte Ischinger. Chinesische Medien berichten Experten zufolge teilweise nicht neutral ĂŒber die russische Invasion in der Ukraine.

Zudem forderte Ischinger den "sofortigen Stopp von Gas- und Ölimporten". "Ich respektiere die GrĂŒnde der Regierung fĂŒr das Zögern, aber es ist höchste Zeit, dass wir alle jetzt erkennen, dass hier die Logik von Krieg und Terror gilt und nicht mehr die Logik der ökonomischen RationalitĂ€t", so der MSC-Chef.

Klitschko wirft Putin Kriegsverbrechen vor

Kiews BĂŒrgermeister Vitali Klitschko warf Kremlchef Wladimir Putin und dessen Truppen Völkermord vor. "Das, was in Butscha und anderen Vororten von Kiew passiert ist, kann man nur als Völkermord bezeichnen", sagte Klitschko der "Bild". "Es sind grausame Kriegsverbrechen, die Putin dort zu verantworten hat. Zivilisten, die mit verbundenen HĂ€nden erschossen wurden."

FĂŒr die ganze Welt und insbesondere Deutschland könne es nur eine Konsequenz geben, so Kiews BĂŒrgermeister. "Kein Cent darf mehr nach Russland gehen, das ist blutiges Geld, mit dem Menschen abgeschlachtet werden. Das Gas- und Ölembargo muss sofort kommen."

BestĂŒrzende Augenzeugenberichte

Derweil werden immer mehr Augenzeugenberichte öffentlich. Ein Mann berichtete der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, dass fĂŒnf MĂ€nner in Butscha von Soldaten gezwungen worden seien, am Straßenrand niederzuknien. Dann hĂ€tten die Russen ihnen ihre T-Shirts ĂŒber den Kopf gezogen und einem von ihnen von hinten in den Kopf geschossen.

Auch die "Tagesschau" veröffentlichte Berichte von Augenzeugen. "Diese Leute liefen auf der Straße und sie wurden einfach abgeknallt", erzĂ€hlte ein Mann demnach. Im Nachbarort sehe es "noch schlimmer" aus. "Die haben einfach geschossen, ohne Fragen zu stellen."

Nach Angaben der Behörden wurden inzwischen 280 Menschen in Butscha in MassengrĂ€bern beerdigt. Der ukrainische PrĂ€sidentenberater Mychajlo Podoljak teilte auf Twitter ein Foto, auf dem erschossene MĂ€nner zu sehen waren. Einem waren die HĂ€nde auf dem RĂŒcken gefesselt. Die Echtheit konnte nicht unabhĂ€ngig geprĂŒft werden. Podoljak schrieb dazu: "Sie waren nicht beim MilitĂ€r, sie hatten keine Waffen, sie stellten keine Bedrohung dar." Lesen Sie hier mehr zu den Ereignissen in Butscha.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
  • Sophie Loelke
  • Arno Wölk
Von Sophie Loelke, Arno Wölk
Annalena BaerbockBodo RamelowDeutschlandEUKiewMilitÀrOlaf ScholzRusslandTwitterUkraineVitali KlitschkoWladimir Putin
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website