• Home
  • Politik
  • Ausland
  • USA
  • Donald Trumps Treffen mit Erdogan im Wei├čen Haus: "Ich bin ein gro├čer Fan"


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f├╝r einen TextAchtj├Ąhrige stirbt nach BadeunfallSymbolbild f├╝r einen TextDeutsche Exporte nach Russland gestiegenSymbolbild f├╝r einen TextTesla stoppt Produktion in Gr├╝nheideSymbolbild f├╝r einen TextGletschersturz in Italien: Weitere OpferSymbolbild f├╝r einen TextDax-Konzern fliegt aus wichtiger RanglisteSymbolbild f├╝r einen TextSarah Kern erlitt SchlaganfallSymbolbild f├╝r einen TextAirbus-Notlandung in FrankfurtSymbolbild f├╝r einen TextKontaktlinse bringt Handy ins AugeSymbolbild f├╝r einen TextLeila Lowfire: "bespuckt und geschlagen"Symbolbild f├╝r einen TextAnna-Maria Ferchichi hat die Haare abSymbolbild f├╝r einen Text76-J├Ąhriger masturbiert vor KindernSymbolbild f├╝r einen Watson TeaserEx-"GNTM"-Kandidatin erkl├Ąrt Tr├ĄnenSymbolbild f├╝r einen TextSo beugen Sie Geheimratsecken vor

Trump ├╝ber Erdogan: "Ich bin ein gro├čer Fan"

Von dpa, sje, aj

Aktualisiert am 14.11.2019Lesedauer: 4 Min.
US-Pr├Ąsident Donald Trump empf├Ąngt seinen t├╝rkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan im Wei├čen Haus: Das Verh├Ąltnis beider Staaten ist derzeit extrem angespannt.
US-Pr├Ąsident Donald Trump empf├Ąngt seinen t├╝rkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan im Wei├čen Haus: Das Verh├Ąltnis beider Staaten ist derzeit extrem angespannt. (Quelle: Tom Brenner/Reuters-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Bei dem Besuch seines t├╝rkischen Kollegen Erdogan im Wei├čen Haus bem├╝ht sich Donald Trump um vers├Âhnliche T├Âne. Die Atmosph├Ąre zwischen den L├Ąndern ist angespannt. Nicht zuletzt geht es um die Situation in Nordsyrien.

Trotz gro├čer Spannungen zwischen Washington und Ankara hat US-Pr├Ąsident Donald Trump seinen t├╝rkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan beim Besuch in Washington fast ├╝berschw├Ąnglich gelobt. "Ich bin ein gro├čer Fan des Pr├Ąsidenten", sagte Trump am Mittwoch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Erdogan im Wei├čen Haus. "Wir haben eine gro├čartige Beziehung." Das gelte sowohl f├╝r ihr pers├Ânliches Verh├Ąltnis als auch f├╝r die Beziehungen beider L├Ąnder. F├╝r ihren Streit um den Kauf eines russischen Raketenabwehrsystems vom Typ S-400 fanden beide Seiten keine L├Âsung. Erdogan ├Ąu├čerte auch Unmut ├╝ber die j├╝ngste Armenien-Resolution aus dem US-Kongress.

Das Verh├Ąltnis zwischen den Nato-Partnern T├╝rkei und USA ist wegen diverser Streitpunkte getr├╝bt. Die t├╝rkische Milit├Ąroffensive in Nordsyrien vor gut einem Monat hatte die Spannungen noch versch├Ąrft.

Streitpunkt Kurdenmiliz YPG

Die t├╝rkische Armee war am 9. Oktober mit verb├╝ndeten Rebellen in Nordsyrien einmarschiert, um die Kurdenmiliz YPG aus dem Grenzgebiet zu vertreiben. Die YPG ist der Verb├╝ndete der US-Streitkr├Ąfte im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Die T├╝rkei betrachtet die Kurdenmiliz dagegen als Terrororganisation. Trump hatte der Offensive mit einem Abzug der US-Truppen aus dem Grenzgebiet in Nordsyrien den Weg geebnet. Kritiker warfen ihm vor, die YPG so im Stich gelassen zu haben.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Die Lage in Deutschland ist ein Skandal
Obdachloser in D├╝sseldorf: Immer mehr Menschen leben in Armut.


Trump sagte dagegen, die Beziehung der USA zu den Kurden sei gut. Auch die vereinbarte Waffenruhe in dem Gebiet halte. Er verstehe die Sorgen der t├╝rkischen Regierung mit Blick auf Nordsyrien, betonte Trump und dankte Erdogan f├╝r dessen Engagement. Die T├╝rkei habe auch zahlreiche IS-K├Ąmpfer in der Region festgenommen und bewache diese.

Demonstrationen und Kritik wegen der Einladung

Kritik gab es an der Einladung Trumps f├╝r Erdogan. Der demokratische Senator Chris Van Hollen warf Trump vor, Erdogan damit unter anderem f├╝r den Angriff auf die YPG "belohnt" zu haben.

Vor dem Wei├čen Haus protestierten am Mittwoch Dutzende Menschen gegen Erdogan und dessen Offensive. Demonstranten hielten unter anderem Fahnen der Kurdenmiliz YPG und riefen: "T├╝rkei raus aus Syrien" und "Schande ├╝ber die T├╝rkei". Am Abend zogen Demonstranten weiter vor das nahe gelegene Hotel, in dem Erdogan in Washington ├╝bernachtete. Am Rande von Erdogans j├╝ngstem Besuch in der US-Hauptstadt im Mai 2017 hatten dessen Bodyguards vor der t├╝rkischen Botschaft friedliche Demonstranten verpr├╝gelt, was in Amerika Emp├Ârung ausl├Âste.

Erdogan hatte seinen aktuellen USA-Besuch zwischenzeitlich ├Âffentlich in Frage gestellt ÔÇô nach einem Votum im US-Kongress, das der t├╝rkischen Regierung sehr missfiel. Das Repr├Ąsentantenhaus hatte Ende Oktober eine Resolution verabschiedet, in der es hei├čt, die USA w├╝rden den V├Âlkermord an den Armeniern anerkennen und die T├Âtung von 1,5 Millionen Armeniern durch das Osmanische Reich verurteilen.

USA erkennen V├Âlkermord an den Armeniern an

Die T├╝rkei als Nachfolgerin des Osmanischen Reiches gesteht den Tod von 300.000 bis 500.000 Armeniern w├Ąhrend des Ersten Weltkrieges ein und bedauert die Massaker. Eine Einstufung als V├Âlkermord weist sie jedoch strikt zur├╝ck. Erdogan beklagte, die Kongress-Resolution habe die Absicht, die t├╝rkische Nation zu verletzen und sie ziele darauf ab, "einen Schatten auf unsere Beziehungen zu werfen". Er mahnte: "In einer Angelegenheit, die sich vor 104 Jahren unter Kriegsbedingungen ereignet hat, m├╝ssen die Entscheidungstr├Ąger nicht Politiker sein, sondern Historiker."

Der t├╝rkische Pr├Ąsident forderte auch erneut die Auslieferung des islamischen Predigers Fethullah G├╝len, den er "Terroristenanf├╝hrer" nannte. Dass G├╝len in den USA lebe, sei nicht akzeptabel. Er hoffe, dass die USA "diesen Terroristen" an die T├╝rkei ├╝berg├Ąben, so wie auch die T├╝rkei Terroristen an andere L├Ąnder ausliefere.

Der islamische Prediger G├╝len (78) lebt im US-Bundesstaat Pennsylvania. Die T├╝rkei macht G├╝len f├╝r den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich. G├╝len weist jede Verantwortung zur├╝ck. Seit dem Putsch geht die T├╝rkei im eigenen Land gegen mutma├čliche G├╝len-Anh├Ąnger, aber auch gegen Oppositionelle vor.

Trump m├╝hte sich bei Erdogans Besuch dagegen betont um vers├Âhnliche T├Âne. Er sagte, die T├╝rkei sei ein wichtiger strategischer Partner f├╝r die USA. Auch die Handelsbeziehungen beider L├Ąnder h├Ątten gro├čes Potenzial und sollten deutlich ausgeweitet werden. Bei der Zusammenkunft mit Erdogan im Oval Office sagte er: "Der Pr├Ąsident und ich sind sehr gute Freunde. "Wir sind seit langem befreundet - fast seit dem ersten Tag." Man verstehe das jeweils andere Land.

USA ver├Ąrgert ├╝ber t├╝rkischen Raketenkauf von Russland

Im Streit um den Kauf eines russischen Raketenabwehrsystems vom Typ S-400 gibt es allerdings weiterhin keine L├Âsung zwischen beiden Seiten. Dass die T├╝rkei milit├Ąrische Ausr├╝stung von Russland gekauft habe, habe "einige sehr ernste Herausforderungen" geschaffen, sagte Trump - in einer seiner wenigen kritischen Bemerkungen bei dem Besuch. Er betonte zugleich: "Hoffentlich werden wir in der Lage sein, die Situation zu l├Âsen." Die Au├čenminister und die Nationalen Sicherheitsberater seien damit beauftragt, eine L├Âsung zu finden. Erdogan sagte, die Probleme seien nur mit Dialog zu ├╝berwinden.

Die T├╝rkei hatte mit dem R├╝stungsdeal im Sommer f├╝r Ver├Ąrgerung beim Nato-Partner USA gesorgt. Washington bef├╝rchtet, dass Russland ├╝ber das empfindliche Radar des Waffensystems an Daten ├╝ber die F├Ąhigkeiten des US-Kampfjets F-35 gelangt. Ankara war Partner beim Bau des Kampfjets und wollte zahlreiche Flugzeuge kaufen. Nach dem Erwerb des Raketenabwehrsystems schlossen die USA die T├╝rkei zwar aus dem F-35 Programm aus. Harte Sanktionen blieben bislang aber aus.


Vor seinem Besuch hatte Erdogan auch die Anklage der US-Justiz gegen die staatliche t├╝rkische Halkbank kritisiert. Die US-Justiz klagt das Kreditinstitut wegen Betrugs, Geldw├Ąsche und der Umgehung von Iran-Sanktionen in Milliardenh├Âhe an. Nach ├ťberzeugung der Staatsanwaltschaft in New York war die Bank dabei von ranghohen t├╝rkischen Regierungsvertretern unterst├╝tzt worden, von denen einige Millionen US-Dollar an Bestechungsgeldern kassiert haben sollen.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
  • Bastian Brauns
Von Bastian Brauns, Washington
AnkaraDonald TrumpKurdenRecep Tayyip ErdoganRusslandSyrienT├╝rkeiUSAWashington
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website