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Deutschland & USA: Düsteres Umfrage-Bild – was halten die Bürger voneinander?

Umfrage zeichnet düsteres Bild  

Was halten Deutsche und Amerikaner voneinander?

26.11.2019, 08:50 Uhr | dpa

 (Quelle: t-online.de)
Was Trump diesmal ganz weglässt und wie er Merkel zum Schulmädchen degradiert

Eisige Kälte zwischen Trump und Merkel: Beide kamen am Rande der D-Day-Feierlichkeiten in Portsmouth zusammen. Das übliche Händeschütteln für die Fotografen zu Beginn gab es nicht. 

Aufnahmen aus dem Juni: Donald Trump lässt Angela Merkel am Rande der D-Day-Feierlichkeiten wie ein Schulmädchen aussehen. (Quelle: t-online.de)


Wie steht es um das Verhältnis zwischen den USA und Deutschland im dritten Jahr von Donald Trumps Präsidentschaft? In der Bundesrepublik fallen die Antworten eher negativ aus. Bei den Amerikanern ist das anders.

Deutsche und Amerikaner haben nach einer Umfrage stark abweichende Ansichten zur Qualität der Beziehungen zwischen den beiden Nato-Partnerstaaten. In einer in der Nacht zum Dienstag in Washington und Berlin veröffentlichten Umfrage des Pew-Forschungszentrums und der Körber-Stiftung bezeichneten drei Viertel (75 Prozent) der Amerikaner das Verhältnis als gut oder sehr gut. Diese Meinung vertraten nur 34 Prozent der befragten Deutschen. Als schlecht oder sehr schlecht bezeichneten die Beziehungen nur 17 Prozent der Amerikaner, aber 64 Prozent der Deutschen.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat sich die Zahl derjenigen, die das Verhältnis positiv beurteilen, allerdings auf beiden Seiten verbessert: Bei der Umfrage 2018 lag dieser Wert bei Amerikanern um 5 Prozentpunkte niedriger, bei Deutschen sogar um 10 Punkte. Allerdings hatten 2017 noch deutlich mehr Deutsche das Verhältnis positiv bewertet als heute: Mit 42 Prozent lag dieser Wert damals 8 Punkte über dem jetzigen. 2017 war das Jahr, in dem Donald Trump als US-Präsident antrat. In einer anderen Pew-Umfrage hatten 2018 nur 10 Prozent der Deutschen angegeben, Vertrauen in Trump zu haben.

Auch bei anderen Fragen gehen die Meinungen auseinander

In der aktuellen Umfrage sagten 42 Prozent der Deutschen, die USA seien der wichtigste oder zweitwichtigste außenpolitischen Partner der Bundesrepublik. Auf einen höheren Wert (60 Prozent) kam nur Frankreich. Nur 13 Prozent der Amerikaner halten dagegen Deutschland für den wichtigsten oder zweitwichtigsten Partner. Deutschland liegt dort nach Großbritannien (36 Prozent), China (23 Prozent), Kanada (20 Prozent) und Israel (15 Prozent) erst auf dem fünften Platz.

69 Prozent der Amerikaner wünschten sich in der Umfrage mehr Zusammenarbeit mit Deutschland. Umgekehrt liegt der Wert nur bei 50 Prozent. Mehr Deutsche sprachen sich für einen Ausbau der Kooperation mit Frankreich (77 Prozent), Japan (69 Prozent), Russland (66 Prozent), China (60 Prozent) oder Großbritannien (51 Prozent) aus.

Große Unterschiede beim Thema Militär

Große Differenzen gibt es bei der Einschätzung der Bedeutung von US-Militärbasen in Deutschland. 85 Prozent der befragten Amerikaner halten diese Stützpunkte für wichtig oder sehr wichtig für die nationale Sicherheit der USA. Deutlich weniger Deutsche – 52 Prozent – denken, diese Basen seien wichtig oder sehr wichtig für die nationale Sicherheit der Bundesrepublik. Trump hat ins Spiel gebracht, Soldaten aus Deutschland abzuziehen, um US-Truppen in Polen zu verstärken.

Trump kritisiert regelmäßig die aus seiner Sicht zu geringen Verteidigungsausgaben Deutschlands und wirft Berlin vor, hinter den selbstgesteckten Nato-Zielen zurückzubleiben. Allerdings teilten nur 35 Prozent der nun befragten Amerikaner die Meinung, die europäischen Verbündeten sollten ihre Verteidigungsausgaben erhöhen. 40 Prozent der Deutschen sagen, die Bundesrepublik sollte mehr in Verteidigung investieren. Insgesamt sind 35.000 US-Soldaten in Deutschland stationiert. Hinzu kommen 17.000 amerikanische und 12.000 deutsche Zivilisten, die von den US-Truppen beschäftigt werden.


Für die Umfrage wurden zwischen dem 17. und dem 22. September mehr als 1.000 Menschen in den USA telefonisch befragt. In Deutschland lief die Befragung vom 9. bis 28. September unter 1.000 Teilnehmern.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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