• Home
  • Politik
  • Ausland
  • USA
  • "Anne Will" zu US-Wahlen: "Joe Biden tappt in Donald Trumps Falle"


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextRKI: Inzidenz steigt um 38 ProzentSymbolbild fĂŒr einen TextHeftige Unwetter: Viele SchĂ€denSymbolbild fĂŒr einen TextSchlagerstar muss Konzerte absagenSymbolbild fĂŒr einen TextKapitol-Sturm: Trump greift Zeugin anSymbolbild fĂŒr einen TextFrankreich verbietet vegetarische WurstSymbolbild fĂŒr einen TextARD-Serienstar erlitt ZusammenbruchSymbolbild fĂŒr einen TextFBI fahndet nach deutscher Krypto-QueenSymbolbild fĂŒr einen TextSchweiz in die Nato? Biden verplappert sichSymbolbild fĂŒr einen TextLudowig-Tochter zeigt sich im BikiniSymbolbild fĂŒr einen TextNarumol zeigt ihre TöchterSymbolbild fĂŒr einen TextEinziges Spaßbad von Sylt muss schließenSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserRTL-Star mit Gesundheits-Update: "Horror"Symbolbild fĂŒr einen TextErdbeersaison auf dem Hof - jetzt spielen

"Biden tappt in Trumps Falle"

Von Nina Jerzy

Aktualisiert am 07.12.2020Lesedauer: 4 Min.
Talkrunde bei "Anne Will": "Trump macht alles, um seine Legende zu bilden"
Talkrunde bei "Anne Will": "Trump macht alles, um seine Legende zu bilden" (Quelle: Screenshot/ Twitter)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Donald Trump hinterlĂ€sst einen Scherbenhaufen. Das hat Methode, meinen Anne Wills GĂ€ste. Sie sehen Joe Biden vor einer schweren Aufgabe – bei der auch Deutschland gefragt ist.

Der scheidende US-PrĂ€sident Donald Trump klammert sich mit aller Macht ans Weiße Haus. Er spricht weiterhin von Wahlbetrug, will womöglich der AmtseinfĂŒhrung von Joe Biden fernbleiben. Wie stehen die USA und die Republikanische Partei nach vier Jahren Trump dar? Hat Biden mit seinem Kabinett den Status als HoffnungstrĂ€ger bereits verspielt? DarĂŒber diskutierten die GĂ€ste am Sonntagabend in der TV-Sendung "Anne Will". Ein Überblick.

Die GĂ€ste

  • Norbert Röttgen (CDU), Vorsitzender des AuswĂ€rtigen Ausschusses im Bundestag
  • Sigmar Gabriel (SPD), ehemaliger Vizekanzler und Außenminister
  • Angelika Kausche, Abgeordnete der Demokratischen Partei im ReprĂ€sentantenhaus im US-Bundesstaat Georgia
  • Peter Rough, Politikberater in Washington, D.C., Mitglied der Republikanischen Partei
  • Samira El Ouassil, "Spiegel"-Kolumnistin und Autorin

Die Positionen

Unmittelbar vor der Ausgabe von "Anne Will" hat Donald Trump am Sonntagabend auf Twitter verkĂŒndet, dass sein Anwalt Rudy Giuliani positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Im selben Atemzug sprach der scheidende US-PrĂ€sident erneut von der "korruptesten Wahl (mit Abstand!) in der Geschichte der USA".

Trump hat infrage gestellt, ob er der AmtseinfĂŒhrung von Nachfolger Joe Biden beiwohnen wird. Stilfrage oder Schaden fĂŒr das demokratische System?, wollte die Gastgeberin von Norbert Röttgen wissen. "Er missachtet ganz offen die Grundregeln der Demokratie, nĂ€mlich Wahlen", warf der CDU-Außenexperte Trump vor. Der Wahnsinn hat Röttgens Ansicht nach Methode: "Das macht er alles, um seine Legende zu bilden: Ich bin nicht besiegt worden, wir sind betrogen worden."

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Böses Erwachen
Wladimir Putin: Dreht er uns das Gas ab?


Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen ĂŒbermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Richtig eingehend wollte sich keiner der GĂ€ste mit der Frage auseinandersetzen, ob Trump 2024 tatsĂ€chlich wieder als PrĂ€sidentschaftskandidat antreten könnte. Auf der Weihnachtsfeier im Weißen Haus hatte der Republikaner kĂŒrzlich gesagt: "Es waren wunderbare vier Jahre. Wir versuchen, weitere vier Jahre zu schaffen, andernfalls sehe ich euch in vier Jahren."

Politikberater Peter Rough hat dennoch weitgehend mit der Ära Trump abgeschlossen. Der habe zwar noch nach der Wahl am 3. November Hunderte Millionen Dollar an Wahlspenden gesammelt, mit denen er auch kĂŒnftige politische AktivitĂ€ten finanzieren könnte. Aber: "Ab dem 20. Januar wird sich das Rampenlicht auf Joe Biden konzentrieren", sagte der aus Washington zugeschaltete Republikaner. "Donald Trump wird nicht mehr die Macht haben und dann wird es schwierig sein, von außen – auch wenn man lautstark ist – mitzuregieren."

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Rough rechnete nicht damit, dass der PrĂ€sident der AmtseinfĂŒhrung seines Nachfolgers beiwohnen wird, so wie es in den USA Tradition ist. Biden hatte fĂŒr diesen Fall gewarnt, dass Trump dem Ansehen seines Landes in allerletzter Minute schaden könnte. Kommunikationswissenschaftlerin und Kolumnistin Samira El Ouassil fand diese Aussage des Demokraten unklug. "Biden tut sich keinen Gefallen, wenn er das so groß macht und genau in diese Falle hineintappt", sagte sie. Schließlich habe man von Trump nichts Anderes erwarten dĂŒrfen. Der Anti-Institutionalismus, der Widerstand gegen bestehende Strukturen, sei schließlich vier Jahre lang das Hauptmerkmal von Trumps PrĂ€sidentschaft gewesen. Da sei es geradezu "nur konsequent", Wahlergebnisse nicht anzuerkennen.

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Die "New York Times" hat Trump zwar gerade attestiert, kaum noch zur Arbeit zu erscheinen. Am Samstag aber war der Noch-PrĂ€sident in Georgia. Dort wird in einer Stichwahl am 5. Januar ĂŒber die letzten beiden Sitze und damit ĂŒber die Macht im Senat entschieden. Demokratin Angelika Kausche, geboren in Wuppertal, macht in dem Bundesstaat als Abgeordnete im ReprĂ€sentantenhaus Lokalpolitik. Auf dieser Ebene sei eine VerstĂ€ndigung zwischen den verfeindeten Lagern noch eher möglich. "Aber es wird immer schwieriger", beschrieb sie die tiefe Spaltung und fragte angesichts von Trumps Wahlbetrug-LĂŒgen: "Wo sind die Republikaner, die sagen: Genug ist genug?"

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Bidens Hauptaufgabe besteht laut Röttgen nun darin, das Land zu versöhnen. "Es ist Gift im System. Der Giftentzug wird wahrscheinlich lĂ€nger dauern", sagte der CDU-Politiker. Das gelte auch fĂŒr die Republikanische Partei. "Was Trump gemacht hat, war die feindliche Übernahme der Republikanischen Partei. Er wurde nicht mit offenen Armen empfangen. Jetzt ist die Frage: Wie stabil ist diese feindliche Übernahme?"

Feindschaft machte auch Ex-Außenminister Sigmar Gabriel als wichtige Waffe Trumps aus. Der habe den politischen Gegner zum Feind stilisiert und damit seine AnhĂ€nger radikalisiert. Nun mĂŒssten die Konservativen entscheiden, wie sie mit dem Erbe Trump umgehen. "Die Schlacht innerhalb der Republikanischen Partei wird jetzt geschlagen", sagte Gabriel, gab aber auch zu bedenken, dass sich die Konservativen lange vor Trump radikalisiert haben, Stichwort "Tea Party".

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Die Streitfrage des Abends

Dank des moderaten Republikaners Rough herrschte in der Runde weitgehend Einvernehmen. Die grĂ¶ĂŸten Meinungsunterschiede gab es beim Urteil ĂŒber das Kabinett Biden. Selbst parteiintern wurde Kritik laut, dass der gewĂ€hlte PrĂ€sident zu sehr auf alte PolitgrĂ¶ĂŸen statt auf neue KrĂ€fte setzt. Ein RĂŒckfall in alte Fehler, die Trump zum Aufstieg verholfen haben? "Das ist die Rache des Establishments", urteilte jedenfalls Rough. FĂŒr Ouassil zeigt sich an der Zusammensetzung des Kabinetts ebenfalls, wie hermetisch abgeschlossen das politische System der USA bleibt: "Das halte ich fĂŒr ein Problem."

"Ich halte das mit dem Establishment fĂŒr eine reine Diffamierungskampagne", meinte hingegen Röttgen. "Biden ist ein Mann der politischen Mitte." Das schlage sich in seinen Personalentscheidungen nieder. Gabriel nannte es eine "schrĂ€ge Vorstellung", dass AmtstrĂ€ger ohne Erfahrung besser sein sollten. Biden brauche eine erfahrene Mannschaft, denn er sei "ein PrĂ€sident des Übergangs", der das Land durch eine schwierige Phase fĂŒhren mĂŒsse.

Loading...
Loading...
Loading...

Das Zitat des Abends

Röttgen und Gabriel warnten davor, die USA unter Biden in ihrer neuen alten FĂŒhrungsrolle allein zu lassen. "Diese Administration wird sich wieder der Welt zuwenden", sagte Röttgen. Da mĂŒsse sich auch Deutschland fragen: "Was wollen wir an neuer Substanz in dieses VerhĂ€ltnis einbringen?"

Gabriel forderte, offensiv mit Angeboten auf die USA zuzugehen, um dem Einfluss Chinas auf der WeltbĂŒhne Einhalt zu gebieten. Er brachte ein gemeinsames Konkurrenzprojekt zu Pekings Seidenstraßen-Initiative ins Spiel. "Warum bieten wir den Zentralasiaten, den Afrikanern keine Infrastrukturprojekte an und eine Finanzierung zwischen den USA und Europa?", fragte der Ex-Außenminister und unterstrich. "Es gibt eine ganz große Möglichkeit, wenn auf beiden Seiten das VerstĂ€ndnis da ist: Wir brauchen uns auch im 21. Jahrhundert"

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
  • Bastian Brauns
Von Bastian Brauns, Washington
Anne WillBundestagCDUCoronavirusDonald TrumpGeorgiaJoe BidenNew York TimesNorbert RöttgenRepublikanerRudy GiulianiSPDSigmar GabrielTwitterUSAWashingtonWeißes Haus
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website