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Joe Bidens erste Rede: alles anders als bei Donald Trump

dpa, afp, rtr, t-online, ann

Aktualisiert am 20.01.2021Lesedauer: 3 Min.
Joe Biden: erste Rede als US-PrÀsident.
Joe Biden: erste Rede als US-PrÀsident. (Quelle: Patrick Semansky/ap-bilder)
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Frisch vereidigt wendet sich der neue US-PrĂ€sident Joe Biden deutlich gegen den Stil seines VorgĂ€ngers: Es mĂŒsse Schluss sein mit LĂŒgen, Fake News und Rassismus. Er wolle eine neue amerikanische Geschichte schreiben.

Joe Biden ist der 46. PrÀsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Oberste Richter der USA, John Roberts, nahm dem 78-jÀhrigen Demokraten am Mittwoch an der Westseite des US-Kapitols in Washington den Amtseid ab. Zuvor war Kamala Harris als erste VizeprÀsidentin des Landes vereidigt worden.


Biden ist US-PrĂ€sident – die bewegendsten Momente in Bildern

Joe Biden ist am 20. Januar zum 46. PrĂ€sidenten der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt worden. Er zieht damit als Nachfolger vom umstrittenen PrĂ€sidenten Donald Trump ins Weiße Haus ein. Sehen Sie in dieser Fotoshow die bewegendsten Momente der AmtseinfĂŒhrung.
Joe Biden (l) und Kamala Harris freuen sich coronakonform: Die beiden werden kĂŒnftig als US-PrĂ€sident und VizeprĂ€sidentin zusammenarbeiten.
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Gleich im Anschluss wandte sich Biden in seiner ersten Rede als US-PrĂ€sident gegen Falschdarstellungen und Verschwörungstheorien. "Wir mĂŒssen die Kultur ablehnen, in der Fakten manipuliert und sogar fabriziert werden", sagte er vor dem Kapitol. Amerika mĂŒsse besser sein als das. In den vergangenen Jahren wurde die gesellschaftliche Debatte in den USA von groben Falschdarstellungen und auch LĂŒgen beeinflusst, verbreitet auf sozialen Plattformen, in Medien und auch von Politikern wie dem vorherigen US-PrĂ€sidenten Donald Trump.

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Biden rief das Land zur "Einheit" auf. "Das ist der Tag der Demokratie, ein Tag der Geschichte und Hoffnung", sagte er vor dem US-Kapitol, das vor zwei Wochen von Trump-AnhĂ€ngern gestĂŒrmt wurde. Mit Blick auf die tiefen Spaltungen im Land versprach der Demokrat, er werde ein "PrĂ€sident fĂŒr alle Amerikaner" sein und kĂŒndigte einen entschlossenen Kampf gegen Rassismus und "inlĂ€ndischen Terrorismus" an.

Joe und Jill Biden: der neue PrÀsident und die neue First Lady der USA.
Joe und Jill Biden: der neue PrÀsident und die neue First Lady der USA. (Quelle: /Reuters-bilder)

Mit deutlichen Worten wandte sich Biden gegen die Randalierer. "Hier stehen wir, nur wenige Tage, nachdem ein Mob gedacht hat, er könnte Gewalt anwenden, um den Willen der Menschen zum schweigen zu bringen, die Arbeit unserer Demokratie zu beenden und uns von diesem heiligen Boden zu vertreiben. Es ist nicht geschehen. Es wird niemals geschehen. Nicht heute, nicht morgen, niemals. Niemals", sagte Biden.

Schweigeminute fĂŒr 400.000 Corona-Tote

In seiner Antrittsrede hielt Biden eine Schweigeminute in Gedenken an die bereits mehr als 400.000 Corona-Toten in den USA ab. Er warnte, die USA wĂŒrden jetzt in die "tödlichste" Phase der Pandemie eintreten. "Wir können das todbringende Virus besiegen", sagte Biden. Die USA mĂŒssten der Pandemie als geschlossene Nation begegnen, appellierte er. Biden will die Amerikaner unter anderem aufrufen, zunĂ€chst 100 Tage lang Masken in der Öffentlichkeit zu tragen.

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Bidens AmtseinfĂŒhrung am US-Kapitol fand unter nie da gewesenen Sicherheitsvorkehrungen statt. Vor zwei Wochen hatten gewalttĂ€tige AnhĂ€nger des abgewĂ€hlten PrĂ€sidenten Trump das ParlamentsgebĂ€ude gestĂŒrmt. Die Angst vor weiterer Gewalt rund um die Vereidigung war daher groß. Das Zentrum Washingtons wurde weitrĂ€umig abgeriegelt.

Die Polizei wird nach Pentagon-Angaben von rund 25.000 Soldaten der Nationalgarde unterstĂŒtzt. Die Straßen rund um das HerzstĂŒck der US-Hauptstadt – das Weiße Haus, das Kapitol und den langen Streifen des National-Mall-Parks dazwischen – wurden schon im Umkreis mehrerer Blöcke fĂŒr den Autoverkehr gesperrt. Rund um das Kapitol wurde ein mehr als zwei Meter hoher Zaun errichtet – wie er im vergangenen mehrfach wĂ€hrend Protesten mehrfach am Weißen Haus zu sehen war.

Clinton, Obama und Bush sind da – Trump fehlt

Wegen der Corona-Pandemie fand die AmtsĂŒbergabe auch ohne das sonst ĂŒbliche Massenpublikum statt. Anstelle der Hunderttausenden Menschen wurde ein Meer aus Flaggen auf der FreiflĂ€che zwischen dem Kapitol und dem Lincoln Memorial platziert. Bidens VorgĂ€nger Donald Trump war nicht anwesend. Trumps bisheriger Stellvertreter Mike Pence und seine Ehefrau Karen waren dagegen Gast bei Bidens Vereidigung. Im Publikum saßen auch die ehemaligen US-PrĂ€sidenten Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton mit ihren Ehepartnerinnen.

AmtsvorgĂ€nger im Publikum: Die frĂŒheren PrĂ€sidenten George W. Bush (l.) und Barack Obama mit Michelle Obama und Nancy Pelosi (2.v.l.) feierten mit Biden. Trump kam nicht.
AmtsvorgĂ€nger im Publikum: Die frĂŒheren PrĂ€sidenten George W. Bush (l.) und Barack Obama mit Michelle Obama und Nancy Pelosi (2.v.l.) feierten mit Biden. Trump kam nicht. (Quelle: /dpa-bilder)

Trump reiste nach Florida ab

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Trump reiste bereits am Morgen, wenige Stunden vor Bidens Vereidigung, aus Washington ab nach Florida, wo sein Club-Resort Mar-a-Lago liegt. Er ist der erste scheidende Amtsinhaber seit 1869, der nicht an der EinfĂŒhrungszeremonie seines Nachfolgers teilnahm. Vor seinem Abflug hielt Trump stattdessen am MilitĂ€rflughafen Andrews unweit der Hauptstadt eine kurze Abschiedszeremonie ab – auch das ein Bruch mit den ĂŒblichen Traditionen. Was Trump zum Abschied zu sagen hatte, lesen Sie hier.

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Biden hatte die PrĂ€sidentenwahl im November mit deutlichem Abstand gewonnen. Er kann bei seinen geplanten Vorhaben auf die UnterstĂŒtzung des Kongresses bauen, wo sich seine Demokraten bei den Wahlen die Kontrolle beider Kammern sicherten. Trump hatte ohne Belege behauptet, er sei durch massiven Wahlbetrug um den Sieg gebracht worden. Über Wochen versuchte er mit Ă€ußerst fragwĂŒrdigen Methoden, Bidens Wahlsieg nachtrĂ€glich zu kippen – ohne Erfolg.

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