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Sahra Wagenknecht sorgt mit ├äu├čerungen f├╝r Fassungslosigkeit

Von Peter Luley

Aktualisiert am 21.02.2022Lesedauer: 4 Min.
Sahra Wagenknecht bei "Anne Will": Es gilt zu akzeptieren, dass Russland Sicherheitsinteressen hat"
Sahra Wagenknecht bei "Anne Will": Es gilt zu akzeptieren, dass Russland Sicherheitsinteressen hat" (Quelle: imago images)
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Bei Anne Will ging es um die sich zuspitzende Ukraine-Krise und Putins Absichten. Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht machte mit ihren Thesen nicht nur den zugeschalteten SPD-Chef Lars Klingbeil "fassungslos".

Am Schlusstag der M├╝nchner Sicherheitskonferenz und am Tag neuer Gefechte zwischen ukrainischen Regierungstruppen und von Russland unterst├╝tzten Separatisten im Donbass war das Thema geradezu zwingend: "Keine Entspannung im Konflikt mit Putin ÔÇô wie ist ein neuer Krieg zu verhindern?" lautete die Leitfrage bei "Anne Will".

Daf├╝r hatte die Moderatorin ein rund zehnmin├╝tiges vorab gef├╝hrtes Interview mit EU-Kommissionspr├Ąsidentin Ursula von der Leyen und dem aus M├╝nchen zugeschalteten SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil zu bieten. Vor Ort waren nur drei Studiog├Ąste.

Die G├Ąste

  • Norbert R├Âttgen (CDU), Mitglied im Ausw├Ąrtigen Ausschuss
  • Sahra Wagenknecht (Die Linke), Mitglied des Deutschen Bundestages
  • Constanze Stelzenm├╝ller, Juristin und Publizistin


Zun├Ąchst bat Will Constanze Stelzenm├╝ller, Expertin f├╝r transatlantische Beziehungen an der renommierten Brookings Institution in Washington D.C., um ihre Einsch├Ątzung der Kriegsgefahr. Es seien inzwischen "so viele einsatzbereite Kampftruppen an drei ukrainischen Grenzen aufgestellt", dass der Befehl zum Einsatz jederzeit gegeben werden k├Ânne, befand die Publizistin.

Sie betonte, dass "wir uns bereits jetzt im Zustand massiver russischer Aggression befinden", und wies auf das Risiko einer Eskalation "aus Versehen" oder aufgrund von Missverst├Ąndnissen hin. Lars Klingbeil pflichtete ihr bei: Er teile die Analyse, dass es gerade "Spitz auf Knopf" stehe, aber solange es die kleinste Hoffnung gebe, m├╝ssten alle Gespr├Ąchskan├Ąle genutzt werden.

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Sahra Wagenknecht sorgt f├╝r Fassungslosigkeit

Ob denn beide Seiten alles t├Ąten, um einen Krieg zu verhindern, wandte sich Anne Will nun an Sahra Wagenknecht ÔÇô und die passionierte Provokateurin fand sofort in ihre Rolle. Sie beklagte "die Aggressivit├Ąt, mit der von amerikanischer Seite ein russischer Einmarsch geradezu herbeigeredet wird", und vermutete, da sei wohl "der Wunsch Vater des Gedankens".

Die Russen h├Ątten schlie├člich gar kein Interesse an einer Invasion, sie wollten doch nur Sicherheitsgarantien. "Wenn man ihnen da Gewissheit gibt", so vermutete die Linken-Politikerin, w├╝rde das zu einer Entspannung f├╝hren. Die Nato-Osterweiterung nannte sie "nat├╝rlich eine Provokation", au├čerdem gebe das westliche Milit├Ąrb├╝ndnis "18-mal so viel f├╝r R├╝stung aus wie Russland".

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Norbert R├Âttgen versuchte zwar, die Krisenkommunikation der US-Regierung zu erkl├Ąren. Es gehe darum, durch Vorwegnahme m├Âglicher Vorw├Ąnde ein Angriffsszenario unwahrscheinlicher zu machen. Doch Wagenknecht lie├č sich davon nicht beeindrucken: "Es gilt zu akzeptieren, dass Russland Sicherheitsinteressen hat", argumentierte sie. "Man stelle sich vor, ein mittelamerikanisches Land w├╝rde einem Milit├Ąrb├╝ndnis beitreten, das von Russland oder China gef├╝hrt wird", hielt sie dem CDU-Mann entgegen, dann w├Ąre ein "Riesenaufstand der USA" die Folge.

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"Ihre Sichtweise ist zu 100 Prozent die des Kremls", stellte R├Âttgen fest und ├Ąu├čerte stattdessen die ├ťberzeugung, dass Wladimir Putin sich nicht mit dem Ende des Kalten Krieges abfinden k├Ânne und "Vasallenstaaten" jenseits seiner Grenzen wolle.

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Auch Lars Klingbeil und Constanze Stelzenm├╝ller konnten angesichts der Wagenknecht-Einlassungen nur m├╝hsam an sich halten. Der SPD-Vorsitzende zeigte sich "fassungslos", die Publizistin nannte die angef├╝hrten 18-mal h├Âheren R├╝stungsausgaben der Nato "eine Milchm├Ądchenrechnung": Auf diesen Betrag komme man nur, wenn man das gesamte US-Milit├Ąrbudget einbeziehe, wobei aber lediglich ein Bruchteil der US-Streitkr├Ąfte der Nato zugewiesen seien.

Im ├ťbrigen habe Frau Wagenknecht bei ihrem Russlandbild wohl "sehr viel ausgeblendet", etwa den Tschetschenien-Krieg, den Krieg gegen Georgien, die Annexion der Krim und den Stellvertreterkrieg am Donbass. "Das einzige, was Russland wirklich bedroht, ist die demokratische Transformation Osteuropas", stellte sie fest.

Von der Leyen beschw├Ârt "massive Konsequenzen"

In dem zwischendurch eingespielten Interview mit Ursula von der Leyen beschwor die EU-Kommissionspr├Ąsidentin noch einmal die "massiven Konsequenzen", die Putin im Fall eines Angriffs auf die Ukraine zu erwarten habe: "Russland wird im Prinzip abgeschnitten von den internationalen Finanzm├Ąrkten", so die CDU-Politikerin.

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Dar├╝ber hinaus w├╝rden Wirtschaftssanktionen alle G├╝ter betreffen, die Russland dringend brauche, um seine einseitig auf ├ľl, Kohle und Gas basierende Wirtschaft zu diversifizieren. Der ukrainischen Forderung, Sanktionen schon jetzt zu verh├Ąngen, erteilte sie eine Absage: Der Schritt der Sanktionen sei "so gewaltig, so massiv, so folgentr├Ąchtig f├╝r Russland", dass man das "Fenster der Chance" noch ge├Âffnet halten solle.

Im Studio pflichtete Constanze Stelzenm├╝ller bei: Die vorgesehenen Ma├čnahmen seien wirklich "historisch", "die sch├Ąrfsten Sanktionen aller Zeiten" ÔÇô und daher nur dann gerechtfertigt, wenn Putin wirklich losschlage.

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Nat├╝rlich musste Anne Will in diesem Kontext auch noch einmal die umstrittene Gas-Pipeline Nord Stream 2 ansprechen. Ob er das Wort denn inzwischen in den Mund nehme, wollte sie von Lars Klingbeil wissen ÔÇô bekam aber einmal mehr eine ausweichende Antwort: "Putin l├Ąsst uns im Ungewissen, da m├╝ssen wir ihm nicht transparent machen, was er zu erwarten hat", so der SPD-Chef.

Bemerkenswert skeptisch ├Ąu├čerte sich Ursula von der Leyen, deren EU-Kommission im Zertifizierungsprozess nach der Bundesnetzagentur an der Reihe ist: "Ich halte uns in Europa f├╝r jetzt schon zu erpressbar", erkl├Ąrte sie und forderte eine Hinwendung zu Gr├╝nem Wasserstoff.

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