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CDU-Politikerin Karin Prien mit Botschaft: "Mama, ich trage deinen Davidstern"


CDU-Politikerin gewährt persönlichen Einblick
"Mama, heute trage ich deinen Davidstern über meinem Kleid"

Von t-online, wan

Aktualisiert am 03.11.2023Lesedauer: 2 Min.
Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) bei einer Pressekonferenz (Archivfoto). Sie weist auf die Ängste hin, die jüdische Mitbürger haben.Vergrößern des BildesSchleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) bei einer Pressekonferenz (Archivfoto). Sie weist auf die Ängste hin, die jüdische Mitbürger haben. (Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa)
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Die CDU-Politikerin Karin Prien hat in sozialen Netzwerken zu Ängsten jüdischer Mitbürger Stellung genommen. Dabei wird sie auch persönlich.

Die Videoansprache von Robert Habeck zu den Hamas-Terrorattacken auf Israel und den Ängsten jüdischer Mitbürger in Deutschland hat bei vielen Menschen Eindruck gemacht. Lob kam unter anderem von der schleswig-holsteinischen Bildungsministerin Karin Prien (CDU). Sie legte auf Twitter noch nach und beschrieb ihre eigenen Erfahrungen als Jüdin in Deutschland. Prien ist auch Sprecherin des jüdischen Forums ihrer Partei.

Auf der Plattform X (vormals Twitter) teilte Prien ein Foto einer Kette mit einem Davidstern. Darüber schrieb sie: "Mama, heute trage ich Deinen kleinen Davidstern über meinem Kleid, Du hast ihn jahrzehntelang immer nur verborgen unter Deinem Kleidung (sic) getragen. Du hattest Angst, Dich in Deutschland als Jüdin zu bekennen. Ich hielt das für übertrieben und ich habe mich geirrt. Du hattest recht", schrieb sie.

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Prien erhielt viel Zustimmung und Anteilnahme. "Seit dem 7.10. ist mir aufgefallen, dass ich bei vielen Bekannten gar nicht weiß, welcher Religion sie angehören. Nie wäre ich (wahrscheinlich sehr naiv) auf den Gedanken gekommen, dass gerade Juden das hierzulande auch aus Angst nicht offen zeigen. Das bestürzt mich zutiefst", schrieb eine Nutzerin. "Liebe Karin, das ist der wohl traurigste Tweet, den ich je von Dir gelesen habe. Fühl Dich umarmt", schrieb Stefan Reker unter den Beitrag.

Prien hatte zuvor das viel beachtete Video von Robert Habeck gelobt. "Nun zum zweiten Mal nach dem 07. Oktober trifft Robert Habeck, wie kein anderer in dieser Bundesregierung, den richtigen Ton. Ein starker, notwendiger Auftritt", hatte sie geschrieben. Habeck prangerte antisemitische Übergriffe an, und beschrieb die Angst, die Juden und Jüdinnen hierzulande wieder spüren.

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Habeck appellierte: "Wir haben sicherlich oft zu viel Empörung in unserer Debattenkultur, aber hier können wir gar nicht empört genug sein." Für seinen Beitrag hatte der grüne Wirtschafts- und Klimaminister von vielen politischen Seiten Lob bekommen.

Video | Habecks Rede: "Antisemitismus in keiner Gestalt tolerieren"
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Quelle: Social Media

Verfassungsschutz zählt 1.800 Straftaten seit Hamas-Angriff

Die jüdische Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus hatte bereits nach den Terrorangriffen der Hamas gewarnt: "Jüdische Gemeinden in der Diaspora wissen schon jetzt, dass es eine Welle des Hasses geben wird. Übrigens wird der Krieg nicht der Grund dafür sein, nur der Anlass", schrieb sie. Die Organisation nimmt Meldungen zu antisemitischen Übergriffen auf.

Angesichts der Eskalation im Nahen Osten befürchtet Verfassungsschutzchef Thomas Haldenwang weitere antisemitische Übergriffe in Deutschland. "Wir müssen damit rechnen, dass gezielt Gewalt gegen Jüdinnen und Juden verübt werden könnte", sagte der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz dem "Spiegel".

Manche Wohnhäuser seien mit einem Davidstern "regelrecht markiert" worden. "Ich befürchte, dass uns diese neue Welle des Antisemitismus noch länger beschäftigen wird", ergänzte Haldenwang. Im Zusammenhang mit dem Hamas-Überfall auf Israel habe es in Deutschland bereits rund 1.800 Straftaten gegeben.

Dr. Josef Schuster, Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland, sagte über das Sicherheitsgefühl von Jüdinnen und Juden in Deutschland: "Eine Situation, die in meinen Augen unerträglich ist."

Verwendete Quellen
  • x.com: @PrienKarin und @report_Antisem
  • tagesspiegel.de: ""Neue Welle des Antisemitismus": Verfassungsschutz befürchtet weitere gezielte Übergriffe auf Juden in Deutschland"
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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