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Tagesanbruch: Diesel-Fahrverbote in Berlin – auch Benziner müssen sauberer werden

MEINUNGTagesanbruch  

Was heute Morgen wichtig ist

Von Jan Hollitzer

10.10.2018, 07:46 Uhr

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

hier ist der kommentierte Überblick über die Themen des Tages:

WAS WAR?

Autos in Berlin: Auch in der Hauptstadt kommen nun Diesel-Fahrverbote. (Quelle: dpa/Paul Zinken)Autos in Berlin: Auch in der Hauptstadt kommen nun Dieselfahrverbote. (Quelle: Paul Zinken/dpa)

1.148 Mal wurde mein Tagesanbruch von gestern auf t-online.de kommentiert. Zugleich erreichten mich unzählige Leserbriefe zum Thema Diesel-Kompromiss. Das zeigt, wie emotional dieses Thema hierzulande diskutiert wird. Vielen Dank dafür, liebe Leserinnen und Leser! Besonders haben mich dabei persönliche Schicksale berührt und beeindruckt, mit denen Sie mir anschaulich davon berichtet haben, wie viel Geld Sie bereits aus vorauseilendem Gehorsam "versenkt" haben, weil alte Dieselautos gegen neuere ausgetauscht wurden. Und diese jetzt ebenfalls schon wieder als unsauber gelten. Doch vielfach ging es nicht um materielle Werte, sondern ideelle. Was mich dabei am meisten umtreibt, ist der Fakt, dass die Glaubwürdigkeit der Politik durch den als Erfolg verkündeten Diesel-Kompromiss einen erneuten herben Rückschlag erlitten hat.

Darum geht es auch in dem Kommentar meines Kollegen Markus Abrahamczyk. Er meint, der Gerichtsentscheid zu den Fahrverboten in Berlin ist eine schallende Ohrfeige für die Arbeit der großen Koalition. Und für das Denken, das dahinter steckt.

Dass es nicht wie bisher weitergehen kann, ist spätestens seit gestern Nacht klar. Da nämlich beschlossen die EU-Umweltminister in Luxemburg schärfere Klimaschutzvorgaben für Neuwagen. Der Kohlendioxid-Ausstoß soll von 2020 bis 2030 um 35 Prozent sinken. Die Bundesregierung und die deutsche Automobilindustrie wünschten sich nur 30 Prozent, während andere Länder 40 Prozent forderten. Es war also Druck von außen nötig, damit sich etwas bewegt. Der luxemburgische Staatssekretär Claude Turmes griff Deutschland sogar frontal an: Merkel fahre zugunsten der deutschen Autobauer "den Klimaschutz an die Wand", sagte der ehemalige Grünen-Europaabgeordnete.

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Der Wechsel von Sommer- auf Winterzeit in der Europäischen Union soll abgeschafft werden. Dafür stimmten in einer Umfrage 4,6 Millionen Menschen – 84 Prozent aller Beteiligten. Obwohl die Umfrage nicht repräsentativ war, kündigte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker an, das Votum umsetzen lassen zu wollen. Schon am 31. März 2019 sollten das letzte Mal die Uhren umgestellt werden. Doch jetzt sperren sich verschiedene Staaten. Insgesamt 16 sollen sich in einem Arbeitstreffen gegen den Plan ausgesprochen haben. Ja was denn nun?!

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Benno Führmann im Gespräch mit t-online.de-Redakteurin Jana Specken. (Quelle: t-online.de)Benno Fürmann im Gespräch mit t-online.de-Redakteurin Janna Specken. (Quelle: t-online.de)

Benno Fürmann war zu Gast in der t-online.de-Redaktion. Der Schauspieler ist ab dem 11. Oktober in der Romanverfilmung "Intrigo" zu sehen. Dort spielt er einen gehörnten Ehemann. Wie er selbst seine Wirkung auf das andere Geschlecht beschreibt und warum der 46-Jährige das Altern mag – Janna Specken und Arno Wölk haben es in einem Beitrag mit Video für Sie zusammengefasst.

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WAS STEHT AN?

Das Bundeskabinett befasst sich unter anderem mit der geplanten Anhebung der Pflegebeiträge. Zum 1. Januar 2019 soll der Satz um 0,5 Prozentpunkte steigen, wie ein Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorsieht. Erst kürzlich sorgte Spahn mit seinem Vorstoß, durch bessere Arbeitsbedingungen Pflegekräfte zu Mehrarbeit motivieren zu wollen, für Diskussionen. Dass es unbedingt tragfähige Konzepte braucht, um dem Pflegenotstand zu begegnen, ist Konsens. Doch die Frage nach dem "Wie" kann noch keiner beantworten. Klar ist, die Zeit drängt. In Zukunft wird es immer weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter und immer mehr Ältere in Deutschland geben.



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Hartz-IV-Sanktionsstatistik

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) gibt die Hartz-IV-Sanktionsstatistik für das erste Halbjahr 2018 bekannt. Die Sanktionsquote, also das Verhältnis von verhängten Sanktionen zu allen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, lag unverändert bei 3,1 Prozent.

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WAS LESEN?

Konfrontation im Petitionsausschuss: Der Parlamentarische Staatssekretär Günther Krings verteidigte für die Regierung die Politik der offenen Grenzen gegen die Vorwürfe von Henryk Broder und Vera Lengsfeld. (Quelle: Screenshot Deutscher Bundestag/Montage t-online.de)Konfrontation im Petitionsausschuss: Der Parlamentarische Staatssekretär Günther Krings verteidigte für die Regierung die Politik der offenen Grenzen gegen die Vorwürfe von Henryk Broder und Vera Lengsfeld. (Quelle: Screenshot Deutscher Bundestag/Montage t-online.de)
Regierung verteidigt sich und räumt Fehler ein

Scharfe Kritiker der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Merkel prallten gestern eine Stunde lang im Petitionsausschuss des Bundestags auf Regierung und Abgeordnete. Hintergrund: Hunderttausende Menschen sind seit 2015 unerlaubt ins Land gekommen. Vorwürfe in Richtung der Bundesregierung hört man deshalb oft, sachliche Debatten erlebt man selten. Mein Kollege Lars Wienand hat genau zugehört, als es jetzt eine Stunde lang dazu den Austausch gab. Im Petitionsausschuss des Bundestags wurde behandelt, was Vera Lengsfeld, Thilo Sarrazin und 165.000 Menschen in einem umstrittenen Manifest gefordert hatten: Rechtsstaatlichkeit an den Grenzen. Elf Punkte aus der Debatte haben wir zusammengetragen.
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Leichen im Hintergrund: Sebastian Fitzek und Michael Tsokos stellten in der Rechtsmedizin den Film "Abgeschnitten" vor.  (Quelle: Lars Wienand)Leichen im Hintergrund: Sebastian Fitzek und Michael Tsokos stellten in der Rechtsmedizin den Film "Abgeschnitten" vor. (Quelle: Lars Wienand)

Sebastian Fitzek in der Rechtsmedizin

Die Rechtsmedizin ist kein schöner Ort. Sie war aber die passende Umgebung, um sich einen neuen Thriller vorstellen zu lassen. Im Obduktionssaal und in der Leichenkammer der Berliner Charité haben uns Bestseller-Autor Sebastian Fitzek und Rechtsmediziner Michael Tsokos mehr über die Verfilmung von "Abgeschnitten" erzählt.

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Radikale PR-Strategie

Es scheint ein weiterer Schritt Alexander Gaulands zur Selbstradikalisierung zu sein: Eben noch diskutierte Deutschland, ob die "FAZ" wirklich einen Gastbeitrag vom AfD-Vorsitzenden hätte veröffentlichen sollen, nun bestätigen Historiker schon die Recherchen meines Kollegen Jonas Mueller-Töwe. Er hatte bereits am Montag auf die augenscheinlichen Parallelen des Beitrags mit einer Rede Adolf Hitlers hingewiesen. In einem Bericht des "Tagesspiegel" teilen nun die Historiker Wolfgang Benz und Michael Wolffsohn seine Einschätzung. Gauland habe hier offensichtlich die Rede Adolf Hitlers paraphrasiert. Und was macht Gauland? Er streitet das ab. Das kennen wir bereits. Wer das allerdings für Zufälle hält, liegt falsch. Über die radikale PR-Strategie der AfD hat mein Kollege bereits vor Monaten geschrieben.

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Markus Weinzierl  (Quelle: imago)Markus Weinzierl (Quelle: imago)

Berti Vogts schonungslos

Die Bundesliga befindet sich eigentlich in der Länderspielpause. Eigentlich. Denn bei den Vereinen ist richtig was los. Der VfB Stuttgart hat den Trainer gewechselt und Markus Weinzierl als Nachfolger von Tayfun Korkut verpflichtet, beim FC Bayern wird über die Krise und Trainer Niko Kovac diskutiert und bei Borussia Dortmund hofft man, dass die Erfolgsserie nach den Länderspielen weitergeht. Unser Kolumnist Berti Vogts hat sich mit der unerwarteten Spannung in der Liga und den Brennpunkten befasst. Er sagt: Der VfB hätte lieber den Sportdirektor entlassen sollen – und Bayern braucht dringend frisches Blut. Seine Kolumne lesen Sie hier.

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WAS ENTSPANNT MICH?

Ein atemberaubendes Naturschauspiel von sanfter Musik untermalt. Wenn Sie nach all den Nachrichten eine kleine Pause brauchen oder sich einfach nur mal entspannt zurücklehnen wollen, dann schauen Sie doch mal kurz hier. Danach sind Sie tiefenentspannt. Versprochen.


Ich wünsche Ihnen einen sonnigen Tag.

 


Ihr Jan Hollitzer
Stellvertretender Chefredakteur t-online.de
E-Mail: t-online-newsletter@stroeer.de
Twitter: @janhollitzer

Mit Material von dpa.

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