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"Yeezy": Adidas verkauft wieder Kanye-West-Schuhe – und spendet Erlös


Erlös wird gespendet
Adidas will wieder Kanye-West-Schuhe verkaufen

Von dpa, reuters, lw

19.05.2023Lesedauer: 2 Min.
Kanye West, auch Ye genannt: Der Rappel fiel negativ wegen antisemitischer Äußerungen auf.Vergrößern des BildesKanye West, auch Ye genannt: Der Rappel fiel negativ wegen antisemitischer Äußerungen auf. (Quelle: Ashley Landis)
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Nach antisemitischen Äußerungen von Kanye West hatte Adidas die Zusammenarbeit beendet. Seitdem lagen Millionen Schuhe in Lagern herum. Das soll sich nun ändern.

Der Adidas-Konzern will Teile des Bestandes an den gemeinsam mit Rapper Kanye West auf den Markt gebrachten Produkten der "Yeezy"-Reihe auch nach der Trennung von dem umstrittenen Musiker weiter verkaufen. Ein "signifikanter Betrag" soll an Organisationen gespendet werden, die sich gegen Diskriminierung und Hass, einschließlich Rassismus und Antisemitismus, einsetzen, teilte Adidas am Freitag in Herzogenaurach mit.

Die teure Abkehr vom umstrittenen Rapper und seinen "Yeezy"-Produkten hatte Adidas im ersten Quartal einen Verlust eingebrockt. Unter dem Strich stand in den ersten drei Monaten des Jahres 2023 ein Minus von 24 Millionen Euro, teilte Adidas Anfang Mai mit. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen zum gleichen Zeitpunkt noch einen Gewinn von 310 Millionen Euro zu Buche stehen.

Zusammenarbeit wegen antisemitischer Äußerungen beendet

Der Rapper hatte gemeinsam mit Adidas teure Lifestyle-Produkte auf den Markt gebracht – ein für beide Seiten höchst lukratives Geschäft. "Yeezy" bedeutete für Adidas Milliardenumsätze mit hoher Gewinnspanne. Nach antisemitischen Äußerungen von West musste Adidas die Zusammenarbeit einstellen.

Seither lagen Millionen Paar Schuhe, die bereits produziert worden waren, weltweit verstreut auf Lager. "Ob und wann adidas weitere Produkte aus dem Lagerbestand auf den Markt bringt, prüft das Unternehmen derzeit", hieß es vonseiten des Unternehmens. Hätten die noch vorrätigen Produkte komplett vernichtet werden müssen, hätte dies das Jahresergebnis mit 700 Millionen Euro belastet.

Sammelklage von Investoren in den USA

Dennoch hält der neue Konzernchef Björn Gulden das erste Quartal für etwas besser als erwartet. Der währungsbereinigte Umsatz bewegte sich mit knapp 5,3 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Neben den Problemen mit "Yeezy" hat Adidas vor allem mit großen Lagerbeständen zu kämpfen. Diese seien aber schon um 300 Millionen Euro niedriger als zu Beginn des Jahres.

Als Schwierigkeit kommt eine Sammelklage von Investoren in den USA hinzu, die Adidas vorwerfen, nicht rechtzeitig reagiert zu haben. Man hätte früher wissen können, welches Risiko die Zusammenarbeit mit West bedeutet. Auf der Hauptversammlung verweigerte ein Teil der Aktionäre dem Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen dpa und Reuters
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