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Solarnative: Deutsche Solarfirma muss Insolvenz anmelden


Keine Geldgeber gefunden
Deutsche Solarfirma ist insolvent

Von t-online, mak

Aktualisiert am 24.06.2024Lesedauer: 2 Min.
Balkonkraftwerk: Das Unternehmen Solarnative stellt Wechselrichter für solche Kraftwerke her.Vergrößern des BildesBalkonkraftwerk: Das Unternehmen Solarnative stellt Wechselrichter für solche Kraftwerke her. (Quelle: IMAGO/imago)
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Das deutsche Solarunternehmen Solarnative hat einst den kleinsten Wechselrichter der Welt entwickelt. Nun hat es finanzielle Probleme – und muss Insolvenz anmelden.

Die Solarnative GmbH ist insolvent, wie in einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt gegeben wurde, über die mehrere Medien berichten. Die Geschäftsführung des Unternehmens hat demnach beschlossen, einen Insolvenzantrag beim zuständigen Gericht zu stellen. Obwohl potenzielle Investoren grundsätzlich positiv auf das Unternehmen reagiert hätten, war es offenbar nicht möglich, eine neue Finanzierung innerhalb der gesetzlichen Fristen zu sichern.

Am Mittwoch hatte Solarnative bereits seine Geschäftsprognose zurückgezogen und mögliche Investoren kurzfristig um Verhandlungen gebeten. "Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir auf einen neuen Großinvestor oder Käufer angewiesen sind, um den kleinsten PV-Wechselrichter der Welt tatsächlich in den Aufdach-Markt zu bringen", hieß es von Geschäftsführer Julian Mattheis in einer Mitteilung.

Unternehmen versucht Zeit zu gewinnen

Das Unternehmen wollte sich im Frühjahr dieses Jahres über eine Anleihe bis zu 20 Millionen Euro frisches Kapital besorgen, konnte aber bis Ende März nur rund 1,24 Millionen Euro platzieren. Daraufhin versuchte das Management, zusätzliches Eigenkapital einzuwerben.

Das 2019 gegründete Unternehmen mit Sitz in Kriftel bei Frankfurt und derzeit rund 130 Mitarbeitern hat in den vergangenen Jahren den kleinsten Wechselrichter der Welt entwickelt, patentiert und zur Marktreife gebracht: "PowerStick". Dieser kommt in Balkonkraftwerken zum Einsatz.

Durch den Insolvenzantrag versucht Solarnative nun, Zeit zu gewinnen, um das Projekt weiter voranzubringen, wie das Fachmagazin "photovoltaik.eu" schreibt. Die derzeitigen Verzögerungen seien hauptsächlich auf das chaotische Marktumfeld zurückzuführen, heißt es weiter.

Chinesische Anbieter hätten große Kapazitäten bei Wechselrichtern und Mikrowechselrichtern aufgebaut, die jedoch vom Markt nicht schnell genug aufgenommen werden. Das führte zu vollen Lagerbeständen bei den Händlern – und zurückhaltenden Investoren.

Transparenzhinweis
  • Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Wir freuen uns über Hinweise an t-online@stroeer.de.
Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
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