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Staatsanwaltschaft klagt Anton Schlecker und Familie an

Von dpa, afp, reuters, t-online
Aktualisiert am 13.04.2016Lesedauer: 3 Min.
Anton Schlecker soll wegen der Pleite seines Unternehmens vor Gericht.
Anton Schlecker soll wegen der Pleite seines Unternehmens vor Gericht. (Quelle: dpa-bilder)
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Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den Ex-Drogeriemarkt-K├Ânig Anton Schlecker wegen vors├Ątzlichen Bankrotts erhoben. Das best├Ątigte die Staatsanwaltschaft Stuttgart.

Der 71 Jahre alte Schlecker und weitere Familienmitglieder sollen kurz vor der Pleite des Drogerie-Discounters in 36 F├Ąllen insgesamt mehr als 20 Millionen Euro beiseite geschafft haben. Die Anklage erstreckt sich deshalb auch auf Ehefrau Christa Schlecker und die Kinder Meike und Lars, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte.

Auch zwei Wirtschaftspr├╝fer seien angeklagt worden. Nach Informationen der "Wirtschaftswoche" (Wiwo) handelt es sich um Mitarbeiter der Gesellschaft EY (Ernst & Young), die in den Jahren vor der Insolvenz die Jahresabschl├╝sse gepr├╝ft haben. EY wollte das der "Wiwo" gegen├╝ber nicht kommentieren.

Ankl├Ąger versprechen mehr Informationen

Zu den Inhalten der Anklageschrift wollte sich der Sprecher nicht ├Ąu├čern. Es werde am Donnerstag weitere Informationen geben, k├╝ndigte er an.

Das "Handelsblatt", die "Stuttgarter Nachrichten" und die "Stuttgarter Zeitung" (Donnerstagsausgaben) berichteten, unter anderem habe Schlecker Geld per Schenkung an Kinder und Enkel weitergereicht. Auch habe er ├╝berteuerte Vertr├Ąge mit Firmen seiner Kinder geschlossen, berichteten die Bl├Ątter.

Schleckers Frau und Kinder seien angeklagt worden, weil sie dem Patriarchen nach Ansicht der Ermittler beim Beiseiteschaffen des Geldes geholfen h├Ątten. Au├čerdem st├╝nden Vorw├╝rfe der Bilanzf├Ąlschung und der falschen Versicherung an Eides statt im Raum.

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Die Verteidiger der Familie h├Ątten sich nicht ├Ąu├čern wollen. Die Anklageschrift soll 250 Seiten umfassen.

Insolvenz im Januar 2012

Europas ehemals gr├Â├čte Drogeriekette Schlecker hatte im Januar 2012 Insolvenz angemeldet. Etwa 25.000 Menschen verloren ihren Arbeitsplatz.

Die Gl├Ąubiger forderten rund eine Milliarde Euro. Das Handelsunternehmen aus Baden-W├╝rttemberg betrieb zu seinen besten Zeiten rund 9000 M├Ąrkte im In- und Ausland und besch├Ąftigte bis zu 50.000 Menschen. Aus einem Hilfsfonds erhielten Ex-Mitarbeiter 73.000 Euro.

Wenn die Insolvenz droht oder kurz bevorsteht, darf ein Eigent├╝mer dem Unternehmen keine Finanzmittel mehr entziehen. Schlecker hatte seinen Milliarden-Konzern in Ehingen bei Ulm als "eingetragener Kaufmann" gef├╝hrt, Privat- und Firmenverm├Âgen waren damit nicht getrennt.

Schlecker hatte in den Jahren vor der Pleite Immobilien und andere Firmenteile an seine Kinder Lars und Meike und an seine Ehefrau verkauft oder verschenkt. Ein Logistikzentrum im ├Âsterreichischen P├Âchlarn war nur sechs Tage vor Anmeldung der Insolvenz Ende Januar 2012 f├╝r 2,5 Millionen Euro an die Kinder verkauft worden.

Nach dem Insolvenzrecht m├╝ssen solche Gesch├Ąfte in der Regel r├╝ckg├Ąngig gemacht werden, wenn sie innerhalb von vier Jahren vor der Insolvenz ├╝ber die B├╝hne gehen. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz hatte die heiklen Zahlungen noch im gleichen Jahr der Pleite in einem Gutachten f├╝r das Amtsgericht Ulm aufgelistet, so die "Wiwo".

├ťbertragenes Verm├Âgen teils zur├╝ckgezahlt

Nach einem Streit um ├╝bertragenes Verm├Âgen aus dem Unternehmen zahlte die Familie Schlecker dem Insolvenzverwalter gut ein Jahr nach der Pleite 10,1 Millionen Euro. Im Gegenzug durfte sie unter anderem ihr luxuri├Âses Anwesen im schw├Ąbischen Ehingen behalten.

Die Stuttgarter Schwerpunktstaatsanwaltschaft f├╝r Wirtschaftskriminalit├Ąt ermittelte drei Jahre im Fall Schlecker. Auf Bankrott stehe eine Strafe von bis zu f├╝nf Jahren Haft oder Geldstrafe, bei besonderes schweren F├Ąllen bis zu zehn Jahren Haft, hie├č es.

Der Versuch eines ├Âsterreichischen Investors, einen Teil der Filialen mit dem Konzept eines modernen Tante-Emma-Ladens wiederzubeleben, scheiterte 2013. Einige Schlecker-Filialen gingen an Konkurrenten wie Rossmann und dm, andere Standorte - oft in unmittelbarer Nachbarschaft der Wettbewerber - verwaisten. Die ehemalige Schlecker-Filiale in Ehingen geh├Ârt inzwischen der Stadt.

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