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The CumEx Files: Wie Banker, Anwälte und Superreiche Europa ausrauben


Die "CumEx"-Files  

Wie Banker, Anwälte und Superreiche Europa ausrauben

18.10.2018, 10:01 Uhr | rtr, jmt

The CumEx Files: Wie Banker, Anwälte und Superreiche Europa ausrauben. Aktivisten bei einer Demo vor einer Bank: Steuertricks sollen europäische Staaten ein Vermögen gekostet haben. Das Ausmaß ist gewaltig. (Quelle: Reuters/Ralph Orlowski)

Aktivisten bei einer Demo vor einer Bank: Steuertricks sollen europäische Staaten ein Vermögen gekostet haben. Das Ausmaß ist gewaltig. (Quelle: Ralph Orlowski/Reuters)

Eine europaweite Recherche-Kooperation bringt das ganze Ausmaß eines Steuerskandals ans Licht: Es geht um gewaltige Summen. Banken geraten ins Visier der Ermittler.   

Der Skandal um Dividenden-Steuertricks ("Cum-Ex") betrifft mehr europäische Länder als bislang bekannt und hat für weitere internationale Finanzkonzerne ein juristisches Nachspiel. Das ist das Ergebnis einer europaweiten Medienkooperation unter der Leitung des Recherchezentrums Correctiv. Die "CumEx-Files" offenbaren, dass die Steuerzahler nicht nur in Deutschland und Dänemark geschädigt wurden, sondern auch in Belgien, Norwegen und Österreich. Der Schaden soll sich insgesamt auf 55 Milliarden Euro belaufen.

Früher legal, heute illegal?

Bei "Cum-Ex" ließen sich Anleger die einmal gezahlte Kapitalertragsteuer mithilfe ihrer Bank mindestens zweimal erstatten. Steuerexperten hatten dies lange als legalen Steuertrick erachtet, seit einigen Jahren bewerten Ermittler und Strafverfolger "Cum-Ex" aber beinahe einhellig als Steuerhinterziehung. Noch unübersichtlicher wurden die Tricks durch den Einsatz von Leerverkäufen. Ermittlern zufolge wurden die Aktien in einer Art Syndikat von Bankern, Investoren und Hedgefonds in schneller Folge hin- und hergeschoben, um den Eindruck mehrerer Aktienbesitzer zu erwecken. Die Rückerstattungen wurden unter den Beteiligten aufgeteilt. 

Die Staatsanwaltschaft Köln hat nach Reuters-Informationen im Juni ein Ermittlungsverfahren gegen die spanische Großbank Santander eröffnet. Sie soll als sogenannter Leerverkäufer im Zusammenhang mit "Cum-Ex"-Geschäften aufgetreten sein. Gegen fünf ehemalige Händler der Hypo-Vereinsbank hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt bereits im Herbst 2017 Anklage wegen schwerer Steuerhinterziehung erhoben.

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