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Insolvent: "Lila Bäcker" will mehr als 70 Filialen schließen

Insolvente Bäckerkette  

"Lila Bäcker" will sich von Filialen trennen

19.04.2019, 10:38 Uhr | dpa

Insolvent: "Lila Bäcker" will mehr als 70 Filialen schließen. Brötchentüte und Kaffebecher auf einem Tisch: "Lila Bäcker" will mehr als 70 Filialen schließen oder verkaufen. (Quelle: Getty Images/Jens Büttner)

Brötchentüte und Kaffebecher auf einem Tisch: "Lila Bäcker" will mehr als 70 Filialen schließen oder verkaufen. (Quelle: Jens Büttner/Getty Images)

Im Januar 2019 meldete der "Lila Bäcker" Insolvenz an, drei Monate später folgte die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Nun stehen erste Filialschließungen an.

Die insolvente Bäckereikette "Lila Bäcker" will ihr Filialnetz von 400 auf weniger als 330 Standorte verkleinern. Etwa jeweils die Hälfte der betroffenen Betriebe entfalle auf Mecklenburg-Vorpommern und auf Berlin/Brandenburg, bestätigt eine Unternehmenssprecherin. Ob die Filialen geschlossen oder verkauft werden sollen, konnte sie zunächst nicht sagen. Zuvor hatte die "Ostsee-Zeitung" über die Pläne berichtet.

Dem Blatt zufolge werden seit vergangener Woche Gespräche mit den Mitarbeitern geführt. Entlassungen von Verkaufsmitarbeitern sollen demnach vermieden werden. Die Rede ist außerdem von der Abschaffung des Prämiensystems für Kunden.

Schritt erwartet worden

Von Experten war erwartet worden, dass sich die Kette von einem Teil der Filialen trennt, die nicht wirtschaftlich betrieben werden konnten. Denn: Durch den Insolvenzfall ist das Unternehmen nicht mehr an die bestehenden Mietverträge gebunden.

Die Betreiber hatten zudem angekündigt, künftig mehr Snacks in Filialen anzubieten und so dem ruinösen Wettbewerb um Brot und Brötchen – in dem auch Discounter immer mehr mitmischen – zu entgehen.

Finanzprobleme führten in Insolvenz

Für das Unternehmen mit rund 2.700 Mitarbeitern wurde am 1. April 2019 das Insolvenzverfahren eröffnet. Der "Lila Bäcker" hatte wegen Finanzproblemen im Januar Insolvenz angemeldet und dann drei Monate Insolvenzausfallgeld für die Beschäftigten von den Arbeitsagenturen bekommen.

Die Insolvenz laufe "in Eigenregie" ab, also mit der bisherigen Geschäftsführung und einem Berliner Anwalt als Sachwalter. Bis 13. Mai 2019, wenn eine Gläubigerversammlung anberaumt sei, solle ein Modell zum Fortbestand der Backkette mit Produktionsstätten in Pasewalk, Neubrandenburg und Dahlewitz vorliegen.

Kritik an Insolvenz in Eigenregie

Der "Lila Bäcker" gilt nach Angaben des letzten Hauptgesellschafters – der Deutschen Beteiligungs AG (Frankfurt/Main) – als eine der größten deutschen Bäckereiketten mit einem umfassenden Filialnetz. Der Umsatz war allerdings von 2016 bis 2018 von 142 Millionen auf 129 Millionen Euro gesunken.




Ein Sprecher der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten in Neubrandenburg kritisierte, dass die Insolvenz "in Eigenregie" laufen soll. Damit hätten weiter genau die Geschäftsführer großen Einfluss, die einen starken Umsatzverlust seit der Übernahme des Unternehmens Anfang 2018 zu verantworten hätten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-AFX


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