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Deutsche Bank: Auch in Deutschland werden Jobs gestrichen


Vorstandschef meldet sich zu Wort  

Deutsche Bank: Auch in Deutschland fallen Arbeitsplätze weg

13.07.2019, 12:46 Uhr | dpa-AFX

Deutsche Bank: Auch in Deutschland werden Jobs gestrichen. Dunkle Wolken über der Zentrale der Deutschen Bank: Bis zum Ende des Jahres 2022 sollen weltweit rund 18.000 Vollzeitstellen gestrichen werden. (Quelle: dpa/Arne Dedert)

Dunkle Wolken über der Zentrale der Deutschen Bank: Bis zum Ende des Jahres 2022 sollen weltweit rund 18.000 Vollzeitstellen gestrichen werden. (Quelle: Arne Dedert/dpa)

Der radikale Kurswechsel bei der Deutschen Bank wird auch eine erhebliche Zahl von Mitarbeitern im Inland den Job kosten. Das stellt Vorstandschef Sewing klar, der eine andere große Aufgabe ausgemacht hat.

Beim geplanten Umbau der Deutschen Bank sollen auch hierzulande in nennenswertem Umfang Arbeitsplätze gestrichen werden. "Natürlich wird auch in Deutschland eine substanzielle Zahl an Stellen wegfallen", sagt Vorstandschef Christian Sewing dem "Handelsblatt". Wie viele es sein werden, sagt er nicht. "Dabei ist allerdings wichtig zu wissen, dass der schon zuvor geplante Abbau im Zuge der Integration der Postbank bereits in der Gesamtzahl enthalten ist", fügt Sewing hinzu.

Deutsche Bank: Fusionspläne vorerst vom Tisch

Wie die Deutsche Bank DEUTSCHE BANK AG NA O.N. Aktie am 7. Juli mitgeteilt hatte, will sie bis zum Ende des Jahres 2022 weltweit rund 18.000 von zuletzt rund 91.000 Vollzeitstellen streichen. Eine Zahl für Deutschland nannte das Kreditinstitut nicht. Die Deutsche Bank will sich unter anderem aus dem Aktienhandelsgeschäft zurückziehen.

Nachdem ein Zusammengehen mit der Commerzbank COMMERZBANK AG Aktie nicht für sinnvoll erachtet wurde, will Sewing die Deutsche Bank erst einmal alleine voranbringen: "Es bringt nichts, jetzt über einen dritten oder vierten Fusionsanlauf mit der Commerzbank zu sprechen. Wir haben uns für diesen Alleingang entschlossen, jetzt lassen Sie uns bitte erst mal machen", sagt er. "Wenn es dann zu einer Konsolidierung kommen sollte, fände ich europäische Zusammenschlüsse logischer als nationale. Aber das ist Zukunftsmusik", sagt Sewing.

Deutsche-Bank-Chef Sewing "fehlt jegliches Verständnis"

Beim angestrebten internen Kulturwandel sieht Sewing die Bank längst nicht am Ziel. "Wir als Führungskräfte müssen aufmerksam bleiben. Denn es passieren immer noch Dinge, die uns nicht gefallen können. Da müssen wir sofort eingreifen und gegensteuern", sagt er.

Sewing sprach einen Vorfall zu Wochenbeginn im Londoner Hauptquartier der Deutschen Bank an: "Mir fehlt jegliches Verständnis dafür, dass in unserer Niederlassung in London am Montag jemand Schneider bestellt hat, um Maßanzüge auszumessen", sagt Sewing. "Am gleichen Tag mussten wir vielen Mitarbeitern im Aktienhandel sagen, dass sie gehen müssen, weil wir ihre Abteilung schließen."

Dass jemand an so einem Tag einen Schneider kommen lasse, sei respektlos. "Dieses Verhalten steht in keiner Weise im Einklang mit unseren Werten", ergänzt der Vorstandschef.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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