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EZB geht gegen Deutsche Bank vor – unerlaubt Anleihen gekauft?


Unerlaubt Anleihen gekauft?  

Europäische Zentralbank geht gegen Deutsche Bank vor

18.09.2019, 16:38 Uhr | rtr

EZB geht gegen Deutsche Bank vor – unerlaubt Anleihen gekauft?  . Logo der Deutschen Bank: Die Aufsichtsbehörde wirft dem Institut vor, ohne ihre Erlaubnis eigene Anleihen zurückgekauft zu haben (Quelle: Getty Images/ MichaelJay)

Logo der Deutschen Bank: Die Aufsichtsbehörde wirft dem Institut vor, ohne ihre Erlaubnis eigene Anleihen zurückgekauft zu haben (Quelle: MichaelJay/Getty Images)

Die Deutsche Bank soll eigene Anleihen zurückgekauft haben, obwohl die Europäische Zentralbank dem seit 2014 noch keine Erlaubnis erteilte. Nun droht dem Konzern ein Verfahren.

Die Europäische Zentralbank (EZB) prüft Insidern zufolge die Eröffnung eines Verfahrens gegen die Deutsche Bank. Die Aufsichtsbehörde wirft dem Institut vor, ohne ihre Erlaubnis zwischen 2014 und 2017 eigene Anleihen zurückgekauft zu haben, wie zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten.

Genehmigung steht seit 2014 aus

Die Bank habe im Frühjahr 2014 damit begonnen, eigene sogenannte Nachranganleihen am Markt zu erwerben. Dies sei ein gängiger Prozess, um den Handel mit den Anleihen liquide zu halten. Das Verfahren müsse aber seit 2014 von den Behörden genehmigt werden und diese Erlaubnis habe der Bank zu dem Zeitpunkt nicht vorgelegen. Die Deutsche Bank und EZB wollten sich zu den Informationen nicht äußern.
 

 

Verwaltungsverfahren muss geprüft werden

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, geht es um ein Volumen in Höhe eines dreistelligen Millionenbetrags. Erst zum Jahresende 2014, also Monate nach dem Beginn des Rückkaufs, habe die Deutsche Bank bei der EZB um eine formelle Genehmigung gebeten. Diese habe aber angeordnet, den Rückkauf einzustellen. Insidern zufolge erteilte die EZB die Genehmigung dann 2017, allerdings nicht rückwirkend. Deshalb werde nun geprüft, ob ein Verwaltungsverfahren eröffnet werde. Jedoch sei nicht klar, ob am Ende auch eine Strafe folgt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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