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Grunderbe: Wissenschaftler fordert 20.000 Euro – für jeden


Jeder soll ein Grunderbe von 20.000 Euro bekommen

  • Christine Holthoff
Von Christine Holthoff

Aktualisiert am 14.02.2022Lesedauer: 2 Min.
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Eine Frau hält 100-Euro-Scheine (Symbolbild): Vermögen sind in Deutschland sehr ungleich verteilt. Eine neue Berechnung zeigt, wie sich das ändern ließe.
Eine Frau hält 100-Euro-Scheine (Symbolbild): Vermögen sind in Deutschland sehr ungleich verteilt. Eine neue Berechnung zeigt, wie sich das ändern ließe. (Quelle: megaflopp/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Das Grundeinkommen wird noch erprobt, da bringen Forscher eine weitere Idee ins Spiel, wie Deutschland finanziell gerechter werden könnte. Alle 18-Jährigen sollten ein Grunderbe erhalten – finanziert von den Reichen.

Welche Möglichkeiten jungen Deutschen offenstehen, hängt auch davon ab, wie wohlhabend ihre Familien sind. Ein bedingungsloses Grunderbe könnte das ändern, heißt es in einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Die Forscher schlagen eine staatliche Schenkung von 20.000 Euro für alle 18-Jährigen vor.

Der Berechnung zufolge würde ein solches Startkapital die Vermögensungleichheit in Deutschland deutlich reduzieren – je nach Ausgestaltung der Maßnahme sänke der Gini-Koeffizient um fünf bis sieben Prozent. Die Kennzahl ist ein weltweit anerkanntes Standardmaß, um Ungleichheit zu messen.

Grunderbe: Finanzierung über Vermögensteuer

"Wenn wir wirklich in absehbarer Zeit Wohlstand für alle schaffen wollen, dann sollten wir die hohe Vermögensungleichheit in Deutschland durch Umverteilung reduzieren: indem die besitzlose Hälfte ein Grunderbe zum Vermögensaufbau erhält, das über Steuern auf hohe Vermögen finanziert wird", sagt Studienautor und DIW-Steuerexperte Stefan Bach.

Konkret schlägt er eine Reform der Erbschaftsteuer vor sowie höhere Steuern auf Immobiliengewinne und eine Vermögensteuer für Hochvermögende. "Vor allem die Erbschaftsteuer ist bei vielen unbeliebt – obwohl die wenigsten davon betroffen sind. Wenn die Steuererhöhungen für ein Grunderbe verwendet würden, wären die Steuererhöhungen für Reiche sicher leichter zu vermitteln", glaubt Bach.

Diese Auflagen könnten fürs Grunderbe gelten

Aktuell besitzt die ärmere Hälfte der Gesellschaft nur ein Prozent des gesamten Vermögens. Das hat Folgen insbesondere für die Altersvorsorge: Das Risiko, in Altersarmut zu rutschen, ist für sie deutlich erhöht. SPD, Grüne und FDP planen laut ihrem Koalitionsvertrag einige Maßnahmen, die die Vermögensbildung unterstützen sollen – etwa die Förderung des Wohneigentums, eine bessere betriebliche und private Altersvorsorge und ein höherer Sparerpauschbetrag. Lesen Sie hier, wie viel Sparer dadurch mehr in der Tasche haben.

"Das geht in die richtige Richtung, dürfte aber die große Ungleichheit bei den Vermögen nur moderat und sehr langfristig senken", so Bach. Die Idee eines Grunderbes für junge Erwachsene sei charmanter. Bekommen sollten sie es allerdings nicht in bar, "sondern mit Verwendungsauflagen für Aus- und Weiterbildung, Erwerb von Wohneigentum, Selbstständigkeit oder Unternehmensgründungen."

So machen Sie aus 20.000 Euro 340.000 Euro

Auch für die private Altersvorsorge wären 20.000 Euro Startkapital in jungen Jahren Gold wert. Wer das Geld direkt nach Erhalt komplett am Aktienmarkt anlegt und bis zur Rente mit 67 Jahren liegen lässt, könnte bei einer angenommenen Wertentwicklung von 6 Prozent pro Jahr und vor Steuern mehr als 340.000 Euro herausbekommen.

Die Idee des Grund- oder Sozialerbes diskutieren Ökonomen schon seit Jahrzehnten. So schlugen die US-Wissenschaftler Bruce Ackerman und Anne Alstott 1999 sogar 80.000 Dollar für jeden US-Bürger vor. Auch die SPD schrieb ein sogenanntes Chancenkonto in ihr Programm für die Bundestagswahl 2017. Jeder Erwachsene sollte zum Start des Arbeitslebens Geld vom Staat erhalten, um sich weiterentwickeln oder engagieren zu können.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • DIW-Studie: "Grunderbe und Vermögensteuern können die Vermögensungleichheit verringern"
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