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Witwenrente bei Hochzeit am Krankenbett?

dpa, sm

Aktualisiert am 27.02.2018Lesedauer: 2 Min.
Frau im Nebel: Handelt es sich bei einer Ehe, die am Krankenbett geschlossen wird, um eine Versorgungsehe? Das hessische Landessozialgericht hat entschieden.
Frau im Nebel: Handelt es sich bei einer Ehe, die am Krankenbett geschlossen wird, um eine Versorgungsehe? Das hessische Landessozialgericht hat entschieden. (Quelle: fcscafeine/getty-images-bilder)
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Wie lange muss eine Ehe bestanden haben, damit den Hinterbliebenen eine Hinterbliebenenrente zusteht? Man könnte ja den Bund der Ehe auch am Krankenbett schließen.

Hinterbliebene haben nur Anspruch auf Hinterbliebenenrente, wenn die Ehe seit mindestens einem Jahr bestanden hat. Bei einer Hochzeit erst am Krankenbett liegt der Verdacht nahe, dass es sich um eine sogenannte Versorgungsehe handelt.

Das gilt insbesondere dann, wenn die tödlichen Folgen einer schweren Krankheit bei der Eheschließung vorhersehbar waren. Die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) informiert ĂŒber eine Entscheidung des hessischen Landessozialgerichts (Az.: L 5 R 51/17).

Rentenversicherung sieht Versorgungsrente

Der Fall: Die 1951 geborene Frau beantragte Witwenrente, nachdem ihr Mann im Juni 2013 an den Folgen eines Krebsleidens verstorben war. Das Ehepaar war bereits von 1980 bis 2000 verheiratet gewesen. 2011 zogen sie wieder zusammen. Im Oktober 2012 wurden bei dem Mann mehrere Metastasen in der Leber und den Lymphknoten festgestellt. Zehn Tage spÀter heiratete das Paar im Krankenhaus erneut.

Die Rentenversicherung lehnte die Hinterbliebenenrente ab. Es liege eine Versorgungsehe vor. Zum Zeitpunkt der Anmeldung beim Standesamt sei das Ausmaß der Erkrankung bekannt gewesen. Die Frau argumentierte dagegen, dass der Hochzeitstag schon frĂŒher festgestanden habe.

Heirat diente der Hinterbliebenenversorgung

Das Urteil: Die Frau hat keinen Anspruch auf Witwenrente, so das Gericht. Es sprĂ€chen keine UmstĂ€nde dafĂŒr, dass die Heirat nicht allein oder ĂŒberwiegend der Hinterbliebenenversorgung gedient habe. Solche UmstĂ€nde lĂ€gen beispielsweise vor, wenn es sich um einen plötzlichen Unfalltod handele.

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Im vorliegenden Fall habe aber zumindest der Ehemann von seiner schwerwiegenden Erkrankung und den tödlichen Folgen gewusst. Dies reiche aus, auch wenn die Frau selbst erst nach der Eheschließung ĂŒber die schlechten Heilungsaussichten informiert gewesen sei.

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