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Bar bezahlen geht fast immer

Von dpa
Aktualisiert am 06.04.2021Lesedauer: 3 Min.
Banknoten sind ein gesetzliches Zahlungsmittel.
Banknoten sind ein gesetzliches Zahlungsmittel. Manche HĂ€ndler akzeptieren die Scheine trotzdem nicht. (Quelle: Christin Klose/dpa-tmn./dpa)
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Berlin (dpa/tmn) - Seit Corona scheint Barzahlung unerwĂŒnscht. Selbst BĂ€cker und Metzger wollen, dass ihre Kunden mit Karte zahlen. Verbraucher, die MĂŒnzen und Scheine bevorzugen, stehen vor der Frage, ob GeschĂ€fte deren Annahme verweigern dĂŒrfen. Die Antwort ist ein klares Ja, aber. Und was dann?

Es scheint, als sei Barzahlung in Deutschland auf dem RĂŒckzug. Zwar bezahlten voriges Jahr noch 60 Prozent der BĂŒrger alltĂ€gliche Waren mit Barem, wie aus einerUmfrage der Bundesbankhervorgeht. Im Vergleich zur VorgĂ€ngerbefragung 2017 war dies jedoch ein RĂŒckgang um 15 Prozent. Auch das bar entrichtete Umsatzvolumen schrumpfte von rund 50 Prozent auf rund ein Drittel. Corona beschleunigt den Trend weg vom Zahlen mit Bargeld.

Euro ist gesetzliches Zahlungsmittel

Allerdings sind in Deutschland auf Euro lautende MĂŒnzen und Scheine das einzige gesetzliche Zahlungsmittel. Daraus leitet sich eine Annahmepflicht ab. Johannes Beermann, fĂŒr Bargeld zustĂ€ndiges Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank in Frankfurt, erlĂ€utert: "Jedermann ist gehalten, Zahlungen mit Euro-Banknoten oder -MĂŒnzen als ordnungsgemĂ€ĂŸe ErfĂŒllung einer Verbindlichkeit zu akzeptieren".

Es gibt jedoch Ausnahmen. Die erste leitet sich aus dem MĂŒnzgesetz ab (§ 3 Abs. 1 Satz 2). Demnach ist weder ein Laden noch ein Lokal verpflichtet, mehr als 50 MĂŒnzen anzunehmen oder die Bezahlung von EinkĂ€ufen ĂŒber eine Gesamtsumme von 200 Euro hinaus in Cent und Euro-StĂŒcken zuzulassen.

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Die zweite Ausnahme ist fĂŒr den Alltag viel relevanter und resultiert aus der Vertragsfreiheit zwischen HĂ€ndler und Kunde. Demnach bleibt es ihnen ĂŒberlassen, miteinander andere Zahlungsoptionen zu vereinbaren (§ 14 Abs. 1 Satz 2 Bundesbankgesetz). Diese reicht Beermann zufolge vom Ausschluss bestimmter BanknotenstĂŒckelungen bis zur Festlegung einer bestimmten Zahlungsart.

Kunden mĂŒssen informiert werden

Im Prinzip kann ein Laden oder Restaurant so die Annahme von Bargeld komplett ausschließen. Nutzen GeschĂ€fte solche Regeln, haben sie darauf aufmerksam zu machen. "Der Kunde muss vor Kaufabschluss ĂŒber die Zahlungsbedingungen informiert werden", unterstreicht Ulrich BinnenbĂ¶ĂŸel vom Handelsverband HDE. Meistens weisen Schilder im Kassenbereich darauf hin.

Kunden brauchen das nicht hinzunehmen. "Ich habe Schilder, die Barzahlung ablehnen, stets erfolgreich freundlich lĂ€chelnd ignoriert", sagt Hartmut Walz, Professor fĂŒr Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Ludwigshafen und Verfechter des Bargelds. Sein Rat an alle, die keine Karte zĂŒcken mögen: "Mit den FĂŒĂŸen abstimmen und den Laden oder das Lokal verlassen. Wir mĂŒssen ja nicht mit Anbietern kontrahieren, die unser Bargeld ablehnen."

TatsĂ€chlich wird kaum ein Laden die Annahme von Banknoten und MĂŒnzen verweigern. Der Konkurrenzdruck im stationĂ€ren Handel ist viel zu hoch. "Es wird sich kein HĂ€ndler wirklich leisten können, auf Sicht auf die Akzeptanz von Bargeld zu verzichten", umschreibt HDE-Mann BinnenbĂ¶ĂŸel die Situation.

Wie Walz weist auch BinnenbĂ¶ĂŸel auf die Möglichkeit hin, in ein anderes GeschĂ€ft zu gehen, wenn das eine das Bargeld nicht haben will. Zudem bleibt die Alternative Girokarte. Davon gibt es dem HDE zufolge etwa 100 Millionen StĂŒck. Damit besitzt theoretisch jeder BĂŒrger mehr als eine dieser Geldkarten. Wer keine hat und mit Barem nichts ausrichtet, kann Ware zurĂŒcklegen lassen.

Bargeld ist Wertaufbewahrungsmittel

Selbst wenn Verbraucher ihre EinkĂ€ufe von Apotheke ĂŒber Supermarkt bis Tankstelle zunehmend mit Karte zahlen, erfĂŒllt Bargeld aus Sicht der Bundesbank weiterhin eine wichtige Funktion: die der eisernen Reserve fĂŒr schlechte Zeiten. "Es wird in großem Umfang als Wertaufbewahrungsmittel genutzt", stellt Johannes Beermann fest.

Dazu passt, dass der Wert der von der Bundesbank ausgegebenen Scheine 2020 um zehn Milliarden Euro höher ausfiel als im Vorjahr. Der mit der Nachfrage vergleichbare Notenumlauf (netto) stieg um 70 Milliarden Euro, davon allein 21 Milliarden im ersten Lockdown-Monat MÀrz 2020.

Bargeld-Freund Walz lobt dessen "Robustheit": Cash zu bunkern, helfe zum einen gegen Negativzinsen. Zum anderen blieben Verbrauchern im Unterschied zu digitalen Zahlungsweisen auch bei SystemausfĂ€llen infolge von Hackerangriffen, Stromausfall oder WĂ€hrungskrisen flĂŒssig. Es gibt aber auch Situationen, in den Walz widerwillig zur Karte griff. Ausgerechnet in der Bibliothek seiner Uni musste er zwei Euro Strafe fĂŒr ein zu spĂ€t zurĂŒckgegebenes Buch unbar löhnen.

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