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China verbietet seinen Banken den Bitcoin-Handel


China verbietet seinen Banken den Bitcoin-Handel

Von Nele Behrens

Aktualisiert am 19.05.2021Lesedauer: 3 Min.
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Bitcoin auf Yen-Scheinen: China verschärft seinen Kurs gegenüber Kryptowährungen wie Bitcoin und Co.
Bitcoins auf Yen-Scheinen (Symbolbild): China verschärft seinen strikten Kurs gegenüber Kryptowährungen wie Bitcoin und Co. (Quelle: AFLO/imago-images-bilder)
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Der nächste Schlag für Bitcoin und Co: Chinesische Finanzinstitute müssen sich in Zukunft von Kryptowährungen fernhalten. Denn: China hat laut Experten andere Pläne.

China macht die Rolle rückwärts: Während sich in den vergangenen Wochen erste Lockerungen in China gegenüber Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Binance Coin angedeutet haben, schiebt China nun den Riegel wieder mit voller Wucht vor die Krypto-Finanzwelt.

Am Dienstag verboten die Verbände der chinesischen Finanzindustrie in einer gemeinsamen Erklärung ihren Mitgliedern Geschäfte mit Bitcoin & Co. Die Begründung?

Die Kurse von Kryptowährungen schwankten stark und gefährdeten damit die wirtschaftliche und finanzielle Ordnung, warnten die National Internet Finance Association of China, die China Banking Association und die Payment and Clearing Association of China. Bei Kryptowährungen wie Bitcoin bestimmen allein Angebot und Nachfrage den Kurs. Außerdem ist das Geschäft mit ihnen bislang weltweit kaum reguliert.

Bitcoin-Kurs könnte auf 28.000 Dollar fallen

"Es ist nicht die absolute Hiobsbotschaft, aber sie wird definitiv Beachtung im Marktgeschehen finden", sagt Krypto-Analyst und Blockchain-Experte Timo Emden im Gespräch mit t-online.

Der Kurs der größten Kryptowährung Bitcoin fiel am Dienstag von 45.000 Dollar auf 43.000 Dollar. Laut Emden könnte sich dieser Trend fortsetzen. "Das Erreichen der 40.000-Dollar-Linie ist realistisch, vielleicht fällt der Kurs sogar auf 28.000 Dollar." Ein Platzen der Blase wie zuletzt 2017/2018 hält er dagegen für unwahrscheinlich – auch wenn der chinesische Markt eine große Rolle spielt.

Die chinesischen Privatanleger trifft das Verbot nicht, erklärt die Nachrichtenagentur Reuters im Gespräch mit t-online. Verboten seien nun ICO (Initial Coin Offerings), das Betreiben von Krypto-Börsen und für Finanzinstitute wie Banken auch Finanzgeschäfte mit Kryptowährungen, zum Beispiel ein Investment in Bitcoin oder einem Fonds, der Kryptowährungen enthält.

Ein Schritt vor, drei Schritte zurück

"Es ist entgegen des aktuellen Momentums. Die Sprache in der westlichen Welt ist eine andere", sagt Analyst Emden und verweist auf die große institutionelle Unterstützung, die Bitcoin und Ethereum vor allem in den USA erfahren. Aber auch Europa öffne sich vermehrt für Kryptowährungen.

In China sei dies allerdings nicht von Interesse. Chinesische Behörden haben in den vergangenen Jahren wiederholt versucht, die Spekulation mit Cyber-Devisen zu behindern.

Vor etwa vier Wochen hatte das Land mit einer überraschenden Öffnung auf sich aufmerksam gemacht. China erklärte, dass Kryptowährungen zwar kein Zahlungsmittel sein könnten, aber eine Anlage-Alternative. Die jüngsten Kursrutsche, unter anderem ausgelöst durch Tesla-Chef Elon Musk, scheinen China nun auf den alten Kurs zurückzulenken.

China will langfristig Kryptowährungen "mundtot" machen

"Es ist nicht verwunderlich, dass China jetzt auch das Bankengeschäft zunichtemachen möchte. Die negative Grundhaltung war schon immer da", sagt Emden.

Er glaubt, dass das Reich der Mitte langfristig alle Kryptowährungen "mundtot" machen möchte, um seinen eigenen E-Yuan zu festigen. Mit seiner eigenen Digitalwährung ist China schon deutlich weiter als andere Länder.

Auch Europa werde stärkere Regulierungen einführen

Das Verbot reiht sich daher in die chinesische Politik ein. "Der regulatorische Druck wird stärker werden – nicht nur in Asien, sondern auch in der westlichen Welt", ist Emden überzeugt. Da Kryptowährungen wie Ether und Bitcoin immer größer werden, besteht das Interesse von Behörden, diese transparenter zu machen und zu regulieren.

Die aktuellen Kursschwankungen seien normalen Kleinanlegern nicht zuzumuten. In den kommenden Tagen dürfte der Kurs durch den Dämpfer aus China weiter sinken. "Die ganz große Euphorie ist vorbei", urteilt Emden. Den härteren Stoß hätte aber vergangene Woche bereits Elon Musk gegeben. "Das war der Gamechanger – Elon Musk hat Bitcoin den Zahn gezogen."

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Mit Material der Nachrichtenagentur Reuters
  • Telefonat mit Kryptoanalyst Timo Emden
  • t3n: Chinas Kehrtwende beim Bitcoin: Investment ja, Zahlungsmittel nein
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