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Ja, die Redaktion hat fĂŒr diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Wann kann ich eigentlich noch mit Schecks zahlen?

  • Christine Holthoff
Von Christine Holthoff

Aktualisiert am 25.05.2021Lesedauer: 4 Min.
Ein Mann fĂŒllt einen Scheck aus (Symbolbild): Wer einen Scheck einlösen will, muss die Frist wahren.
Ein Mann fĂŒllt einen Scheck aus (Symbolbild): Wer einen Scheck einlösen will, muss die Frist wahren. (Quelle: Panthermedia/imago-images-bilder)
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Jeder kennt es und doch fristet es ein Schattendasein: Das Scheckheft. Aber es gibt noch immer Situationen, in denen Schecks Verwendung finden. Wir zeigen Ihnen, was Sie beachten mĂŒssen und welche Fristen gelten.

Das Wichtigste im Überblick


  • Was sind Schecks?
  • Wie stelle ich einen Scheck aus?
  • Wie löse ich einen Scheck ein?
  • Wann finden Schecks Verwendung?
  • Welche Arten von Schecks gibt es?
  • Wie lange ist ein Scheck gĂŒltig?

Überweisungen und Bankautomaten haben sie weitgehend verdrĂ€ngt, trotzdem sind Schecks manchmal noch in Gebrauch. Wir erklĂ€ren Ihnen, was Sie tun mĂŒssen, um sie einzulösen, welche verschiedenen Arten es gibt und wann Schecks klassischerweise eingesetzt werden.

Was sind Schecks?

Schecks sind Wertpapiere, mit denen Sie als Aussteller Ihre Bank anweisen, einen bestimmten Betrag an einen Schecknehmer zu zahlen. Voraussetzung dafĂŒr ist, dass Ihr Konto ausreichend gedeckt ist.

Der EmpfĂ€nger des Schecks bekommt den Betrag, sobald er das Papier bei der Bank vorlegt. In welcher Form diese Auszahlung geschieht, hĂ€ngt von der Art des Schecks ab (siehe unten). Rechtliche Grundlage fĂŒr die Verwendung als Zahlungsmittel ist das Scheckgesetz (ScheckG).

  • KontofĂŒhrung: Mit dieser Checkliste gelingt jede Überweisung

Wie stelle ich einen Scheck aus?

Um einen Scheck auszustellen, benötigen Sie in der Regel bestimmte Vordrucke Ihrer Bank. Diese mĂŒssen das Papier eindeutig als Scheck kennzeichnen. Außerdem mĂŒssen Sie auf dem Scheck eine bestimmte Geldsumme eintragen, ihn mit Datum und Ort versehen und ihn unterschreiben.

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Je nach Art des Schecks gehört auch der Name des EmpfĂ€ngers auf das Formular. Bei Blankoschecks trĂ€gt der BegĂŒnstigte die Summe selbst ein.

Wie löse ich einen Scheck ein?

Um einen Scheck einzulösen, mĂŒssen Sie ihn als EmpfĂ€nger bei Ihrer Hausbank vorlegen. Handelt es sich dabei um eine Direktbank ohne Filialen, schicken Sie ihn per Post ein. Je nach Art des Schecks wird Ihnen das Geld auf Ihr Girokonto ĂŒberwiesen oder Sie erhalten es in bar.

Wann finden Schecks Verwendung?

Schecks können zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt werden. Üblicherweise finden sie Verwendung fĂŒr:

  • die Auszahlung von GehĂ€ltern und Löhnen
  • das Bezahlen von Waren
  • das Hinterlegen einer Kaution
  • die Zahlung von ÜberschĂŒssen oder SchĂ€den durch Versicherungen
  • oder als Alternative zur Barzahlung oder Überweisung.

Welche Arten von Schecks gibt es?

Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Scheckarten. Die gebrĂ€uchlichsten im Überblick:

Verrechnungscheck

Der Verrechnungsscheck, kurz V-Scheck, wird nicht in bar ausgezahlt, sondern auf das Girokonto des EmpfĂ€ngers ĂŒberwiesen. Das hat den Vorteil, dass die Transaktion jederzeit nachvollziehbar ist und nicht anonym erfolgen kann.

Verrechnungsschecks werden nĂ€mlich nur auf einen bestimmten EmpfĂ€nger ausgestellt. Dieser muss den Scheck dann bei seiner eigenen Bank einlösen. Wie das geht, lesen Sie hier. Möglich ist auch das Einlösen bei einer fremden Bank; dann können aber GebĂŒhren anfallen.

In der Regel dauert es drei bis neun Werktage, bis der EmpfĂ€nger das Geld auf seinem Konto hat. Voraussetzung dafĂŒr ist, dass das Konto des Scheckausstellers ausreichend gedeckt ist. Ist das nicht der Fall, kann der EmpfĂ€nger seinen Anspruch auch gerichtlich durchsetzen.

Barscheck

Wie der Name schon sagt, erhÀlt der EmpfÀnger eines Barschecks den Betrag in bar. Die Auszahlung ist in der Regel nur bei der auf dem Scheck genannten Bank möglich und nur an den notierten EmpfÀnger. Durch den Vermerk "nur zur Verrechnung" wird ein Barscheck zum Verrechnungsscheck.

Inhaberscheck

Der Inhaberscheck ist keinem bestimmten EmpfĂ€nger gewidmet. Wer ihn besitzt, darf ihn einlösen. Einzige Bedingung: Sie mĂŒssen erwachsen sein.

Damit funktionieren Inhaberschecks genauso wie Bargeld. Sie haben vor allem fĂŒr Banken den Vorteil, dass sie mit ihnen weniger Arbeit haben, weil sie die IdentitĂ€t des EmpfĂ€ngers nicht ĂŒberprĂŒfen mĂŒssen.

Orderscheck

Bei einem Orderscheck darf der Betrag nur an die auf dem Scheck notierte Person oder den Überbringer des Schecks ausgezahlt werden. Er bietet die höchste Sicherheit und wird daher hĂ€ufig genutzt, wenn ein Scheck mit der Post verschickt werden soll.

Eingelöst wird er bei einer Bank. Die hat mit Orderschecks grĂ¶ĂŸeren Aufwand, weil sie prĂŒfen muss, ob der Inhaber oder Überbringer des Schecks zur Auszahlung berechtigt ist.

Gibt es einen Überbringer, mĂŒssen diesem die Empfangsrechte des Geldbetrags ĂŒbertragen worden sein. Dieser Vorgang nennt sich Indossament. Dabei unterscheidet man zwischen:

  • Vollindossament, bei dem der Überbringer ausdrĂŒcklich auf dem Scheckformular genannt wird,
  • Blankoindossament, bei dem jeder den Orderscheck einlösen kann, der ihn bei der Bank abgibt,
  • und Inkassoindossament, bei dem der Bezugsberechtigte den Betrag des Schecks nur fĂŒr den Aussteller des Indossaments einziehen darf.

Namensscheck

Ein Namensscheck ist stets auf einen bestimmten EmpfĂ€nger ausgestellt. Es ist nicht möglich, die Empfangsrechte zu ĂŒbertragen. Das heißt, nur die auf dem Scheck genannte Person darf ihn einlösen. In der Regel findet sich auf dem Scheckformular der Zusatz "nicht an Order".

Wie lange ist ein Scheck gĂŒltig?

Sie haben nicht unendlich viel Zeit, um einen Scheck einzulösen. FĂŒr in Deutschland ausgestellte Schecks haben Sie ab Ausstellungsdatum acht Tage Zeit, fĂŒr auslĂ€ndische Schecks verlĂ€ngert sich die Frist.

20 Tage bleiben Ihnen, wenn der Scheck im europĂ€ischen Ausland oder in den an das Mittelmeer grenzenden Staaten ausgestellt wurde. FĂŒr Schecks aus Übersee gilt eine Frist von 70 Tagen.

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Ist die Frist verstrichen, sind Banken rechtlich nicht mehr dazu verpflichtet, den Betrag auszuzahlen. Meist tun sie es aber dennoch.

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