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FĂŒr diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfĂ€ltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Wann Sie Umsatzsteuer ans Finanzamt abfĂŒhren mĂŒssen

  • Christine Holthoff
Von Christine Holthoff

Aktualisiert am 16.03.2022Lesedauer: 4 Min.
SelbststĂ€ndiger fĂŒllt SteuererklĂ€rung aus (Symbolbild): Wer selbststĂ€ndig arbeitet, muss fĂŒr die EinkĂŒnfte Umsatzsteuer ans Finanzamt abfĂŒhren.
SelbststĂ€ndiger fĂŒllt SteuererklĂ€rung aus (Symbolbild): Wer selbststĂ€ndig arbeitet, muss fĂŒr die EinkĂŒnfte Umsatzsteuer ans Finanzamt abfĂŒhren. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa-tmn-bilder)
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Kaum eine Steuer ist in Deutschland so prĂ€sent wie die Umsatzsteuer. Als Verbraucher begegnen Sie ihr fast tĂ€glich. Doch ist sie auch bei der SteuererklĂ€rung fĂŒr Sie relevant?

Das Wichtigste im Überblick


  • Was ist die Umsatzsteuer?
  • Wie hoch ist die gesetzliche Umsatzsteuer?
  • Wie berechnet man die Umsatzsteuer?
  • Wann wird man umsatzsteuerpflichtig?
  • Was ist der Unterschied zwischen Mehrwertsteuer und Umsatzsteuer?

Manchmal ist es kurios: Kaufen Sie im Supermarkt Möhren, Kiwis, Bananen und Spinat, werden darauf nur 7 Prozent Steuern fĂ€llig. Kaufen Sie das gleiche Obst und GemĂŒse hingegen in Form von Saft, zahlen Sie 19 Prozent drauf.


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Grund dafĂŒr sind zwei unterschiedliche SĂ€tze bei der Umsatzsteuer. Doch wann gilt der eine, wann der andere? Was ist die Umsatzsteuer ĂŒberhaupt? Und wie unterscheidet sie sich von der Mehrwertsteuer? Unser Ratgeber gibt Ihnen den Überblick.

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Was ist die Umsatzsteuer?

Die Umsatzsteuer ist eine sogenannte Verkehrssteuer, die auf Produkte und Dienstleistungen anfÀllt. Ihr unterliegen Unternehmer, SelbststÀndige und Freiberufler, gezahlt wird sie aber von deren Kunden. Die Umsatzsteuer ist damit auch eine Endverbrauchersteuer.

Die Unternehmen sind verpflichtet, den KĂ€ufern und Konsumenten die Umsatzsteuer in Rechnung zu stellen. Anschließend fĂŒhren sie die eingenommene Steuer an das Finanzamt ab.

So funktioniert der Vorsteuerabzug

Zahlen Unternehmer selbst Umsatzsteuer, etwa an einen Lieferanten, können sie diese als Vorsteuer beim Finanzamt geltend machen. Voraussetzung dafĂŒr ist, dass sie die erhaltene Lieferung oder Leistung fĂŒr unternehmerische Zwecke einsetzen.

Dieser sogenannte Vorsteuerabzug fĂŒhrt dazu, dass den Firmen die selbst gezahlte Umsatzsteuer erstattet wird. Die Steuer wird fĂŒr sie damit zu einem durchlaufenden Posten, der sie nicht belastet. DafĂŒr mĂŒssen Unternehmer, SelbststĂ€ndige und Freiberufler eine Umsatzsteuervoranmeldung beim Finanzamt einreichen.

Erleichterung fĂŒr NeugrĂŒnder

Umsatzsteuervoranmeldungen mĂŒssen nach § 18 Abs. 2 Satz 1 Umsatzsteuergesetz (UStG) grundsĂ€tzlich vierteljĂ€hrlich abgegeben werden. FĂŒr NeugrĂŒnder galt bis vor kurzem eine strengere Regelung: Sie mussten ihre Voranmeldungen im laufenden und folgenden Kalenderjahr monatlich einreichen.

Diese monatliche Abgabepflicht ist jedoch seit dem 1. Januar 2021 und noch bis zum 31. Dezember 2026 ausgesetzt. Damit will der Staat ExistenzgrĂŒnder entlasten.

Gut zu wissen: Unternehmer, Freiberufler und SelbststĂ€ndige können die UmsatzsteuererklĂ€rung nur noch digital ĂŒber das elektronische Finanzamt "Elster" abgeben. Dazu mĂŒssen Sie sich zuvor einmalig registrieren.

Wie hoch ist die gesetzliche Umsatzsteuer?

Bei der Umsatzsteuer gibt es in Deutschland zwei SteuersĂ€tze: den Regelsteuersatz von 19 Prozent und den ermĂ€ĂŸigten Steuersatz von 7 Prozent. Die ProzentsĂ€tze werden auf das Nettoentgelt fĂŒr Waren und Dienstleistungen aufgeschlagen.

Laut § 12 UStG gilt der Regelsteuersatz fĂŒr jeden steuerpflichtigen Nettoumsatz – es sei denn, er wurde mit einem Produkt oder einer Dienstleistung erzielt, die zum Grundbedarf zĂ€hlen. Dann greift der ermĂ€ĂŸigte Steuersatz. Lesen Sie hier mehr dazu, fĂŒr welche Produkte welcher Steuersatz greift.

Gut zu wissen: In der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung die SteuersĂ€tze mit der EinfĂŒhrung des Zweiten Corona-Steuerhilfegesetzes zeitweise auf 16 Prozent (Regelsatz) und 5 Prozent (ermĂ€ĂŸigt) gesenkt. Die Verbraucher sollten dadurch zu mehr Konsum verleitet werden.

Wie berechnet man die Umsatzsteuer?

Umsatzsteuerpflichtige SelbststĂ€ndige und Unternehmer sollten wissen, wie sie die Höhe der Mehrwertsteuer berechnen. Schließlich mĂŒssen sie diese auf ihren Rechnungen ausweisen.

Die Formel dafĂŒr lautet:

Nettopreis + MwSt = Bruttopreis

  • Beispiel: Der freiberufliche Journalist Jonas schreibt einen Artikel, dessen Wert er mit 200 Euro beziffert. Verkauft er ihn an ein Magazin, muss er noch den ermĂ€ĂŸigten Steuersatz von 7 Prozent draufschlagen. Das macht 14 Euro mehr, sodass er dem Verlag brutto 214 Euro in Rechnung stellt.

Wann wird man umsatzsteuerpflichtig?

Umsatzsteuerpflichtig werden Sie, wenn Sie unternehmerisch tĂ€tig sind. Als Unternehmer im Sinne des Gesetzes gelten Personen, die eine gewerbliche oder freiberufliche TĂ€tigkeit selbststĂ€ndig ausĂŒben, um damit nachhaltig Einnahmen zu erzielen.

Es spielt dabei keine Rolle, ob Sie die TĂ€tigkeit regelmĂ€ĂŸig oder nur gelegentlich ausĂŒben. Auch ist es fĂŒr die Umsatzsteuerpflicht unerheblich, ob Sie Gewinn erzielen. Unternehmer sind Sie zudem bereits dann, wenn Sie sich noch auf Ihre TĂ€tigkeit vorbereiten.

  • Beispiel: Nehmen wir an, Sie wollen sich mit dem NĂ€hen von Kinderkleidung selbststĂ€ndig machen. DafĂŒr schaffen Sie sich eine neue NĂ€hmaschine im Wert von 700 Euro zuzĂŒglich 133 Euro Umsatzsteuer an. Da Sie bereits zum Zeitpunkt des Einkaufs als Unternehmer angesehen werden, können Sie die 133 Euro als Vorsteuer beim Finanzamt geltend machen.

Ausnahme fĂŒr Kleinunternehmer

Liegt Ihr steuerpflichtiger Jahresumsatz im GrĂŒndungsjahr voraussichtlich unter 22.000 Euro, gelten Sie fĂŒr dieses Jahr als Kleinunternehmer und können sich auf Antrag von der Umsatzsteuerpflicht befreien lassen. Damit geben Sie aber die Möglichkeit auf, vom Vorsteuerabzug Gebrauch zu machen.

Sollten Sie diese Grenze trotz Ihrer seriösen Prognose ĂŒberschreiten, bleiben Sie fĂŒr das GrĂŒndungsjahr trotzdem von der Umsatzsteuerpflicht befreit. Im folgenden Kalenderjahr unterliegen Sie jedoch der Regelbesteuerung. Das gilt auch dann, wenn Ihr Umsatz im zweiten Jahr unter 22.000 Euro bleibt.

Traf Ihre Prognose zu und Sie erzielten im GrĂŒndungsjahr weniger als 22.000 Euro Umsatz, bleibt Ihnen die Kleinunternehmer-Regelung erhalten, solange Sie fĂŒr das zweite Jahr nicht mehr als 50.000 Euro Umsatz erwarten.

Sobald Sie eine dieser Grenzen reißen – entweder indem Sie im vorangegangen Jahr mehr eingenommen haben als 22.000 Euro oder im neuen Jahr mehr Umsatz als 50.000 Euro erwarten – unterliegen Sie der Regelbesteuerung.

Gut zu wissen: Verzichten Sie auf das Kleinunternehmerprivileg, sind Sie fĂŒr fĂŒnf Jahre an die Regelbesteuerung gebunden.

Was ist der Unterschied zwischen Mehrwertsteuer und Umsatzsteuer?

Die Umsatzsteuer wird umgangssprachlich auch als Mehrwertsteuer bezeichnet. Ganz korrekt ist das aber nicht.

Die Mehrwertsteuer ist eine Steuer auf den Mehrwert, den Unternehmen schaffen, indem sie Produkte herstellen oder Dienstleistungen anbieten. Die Firmen schlagen sie auf ihre Waren und Dienstleistungen auf und reichen sie so an die Verbraucher weiter. Bis hierhin entspricht die Mehrwertsteuer der Umsatzsteuer. Doch es geht noch weiter.

Denn nun kommt noch der Vorsteuerabzug ins Spiel (siehe oben), der dafĂŒr sorgt, dass Unternehmer die Mehrwertsteuer, die sie selbst zum Beispiel an Lieferanten zahlen, mit der von ihren Kunden kassierten Mehrwertsteuer verrechnen dĂŒrfen.

Feiner Unterschied zwischen Umsatz- und Mehrwertsteuer

So wird verhindert, dass die Mehrwertsteuer jene Unternehmen belastet, die ein Produkt weiterverarbeiten und dadurch im Vergleich zur vorherigen Fertigungsstufe aufwerten. Außerdem wird der Preis des Endprodukts nicht unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig hoch, weil die Mehrwertsteuer nur so weit steigt, wie es auch dem tatsĂ€chlichen Mehrwert innerhalb der Wertschöpfungskette entspricht.

Bei der Umsatzsteuer hingegen geschieht genau das nicht. Um sie zu berechnen, wird der komplette Umsatz jeder Handels- oder Produktionsstufe herangezogen, so dass sie sich bei einer langen Wertschöpfungskette vervielfacht.

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  • Christine Holthoff
Von Christine Holthoff
DeutschlandFinanzamtSteuerSteuererklÀrung

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