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Einheitliche Honorarordnung ÔÇô Fluch oder Segen f├╝r gesetzlich Versicherte?

dpa, sm

Aktualisiert am 20.02.2018Lesedauer: 3 Min.
Arzt h├Ąlt Stethoskop: Die SPD fordert die Angleichung der Arzthonorare von gesetzlich Versicherten und Privatversicherten.
Arzt h├Ąlt Stethoskop: Die SPD fordert die Angleichung der Arzthonorare von gesetzlich Versicherten und Privatversicherten. (Quelle: Marijan Mura/dpa-bilder)
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Ein Facharzttermin ist f├╝r Privatpatienten meist in kurzer Zeit verf├╝gbar, w├Ąhrend sich gesetzlich Versicherte oft Wochen oder gar Monate gedulden m├╝ssen. Ein L├Âsungsansatz f├╝r das Problem soll neben den Terminservicestellen der kassen├Ąrztlichen Vereinigungen auch die Vereinheitlichung der Arzthonorare f├╝r gesetzlich und privat Krankenversicherte bieten.

Um die sogenannte "Zwei-Klassen-Medizin", die "Zwei-Klassen-Wartezeiten" und den ├ärztemangel auf dem Land wurde auch in den Koalitionsverhandlungen bis zur letzten Sekunde gerungen. Union und SPD verst├Ąndigten sich vorerst auf die Bildung einer Kommission, die die Machbarkeit einheitlicher Arzthonorare pr├╝fen soll ÔÇô unabh├Ąngig vom Versichertenstatus des Patienten und ohne Einkommenseinbu├čen f├╝r die ├ärzte. Wie das funktionieren soll, sind sich die Experten uneins. Sicher ist: Es treffen zwei Systeme aufeinander, die eigentlich unvereinbar sind.

Kritik der Kassen: Mehrkosten und verfassungsrechtliche Bedenken

Bei den Vertretern der privaten und gesetzlichen Krankenversicherung (PKV und GKV) sto├čen die SPD-Pl├Ąne zur Angleichung der Arzthonorare auf wenig Gegenliebe. Die GKV kritisiert die zus├Ątzliche Belastung ihrer Beitragszahler. Eine blo├če Angleichung der Honorare ohne gleichzeitige Anpassung der ├Ąrztlichen Leistungen hie├če, dass die gesetzliche Krankenversicherung f├╝r die gleichen Leistungen mindestens sechs Milliarden Euro mehr bezahlen m├╝sste.

Und die PKV befürchten den ersten Schritt in Richtung einheitliche gesetzliche Bürgerversicherung. Zudem führen die privaten Kassen erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken ins Feld. Mit einer einheitlichen Gebührenordnung würde in die Vertragsfreiheit der Versicherten eingegriffen ebenso wie in die Berufsfreiheit der Ärzte sowie der Krankenversicherer.

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GKV-Versicherte: Beitr├Ąge und Wartezeiten

Mit einer einheitlichen Honorarordnung ÔÇô ohne gleichzeitige Einkommensverluste f├╝r die ├ärzte ÔÇô w├╝rden massive Beitragssteigerungen f├╝r die gesetzlich Versicherten einhergehen, betonen Vertreter von PKV und GKV unisono. Gesundheits├Âkonomen rechnen mit einer Steigerung der Beitr├Ąge von etwa 0,46 Prozentpunkte auf rund 16 Prozent. Andere Experten rechnen gar mit einem Anstieg um 0,6 Punkte auf 16,2 Prozent. Nach jetzigem Beitragssystem m├╝sste diese Mehrbelastung in erster Linie von den Arbeitnehmern geschultert werden. Sollten die Krankenkassenbeitr├Ąge ab 2019 wieder in G├Ąnze parit├Ątisch finanziert werden, w├╝rden sowohl Beitragssteigerungen als auch Zusatzbeitr├Ąge zu gleichen Teilen von den Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen werden.

Bei den Wartezeiten f├╝r gesetzlich Versicherte w├╝rde eine einheitliche Honorarordnung von ├ärzten kaum zur Entspannung f├╝hren. Das w├╝rde schon rein rechnerisch schwierig: 90 Prozent sind gesetzlich und rund zehn Prozent sind privat versichert. Der eigentliche Grund f├╝r die unterschiedlichen Wartezeiten sei die GKV-Budgetierung der ├Ąrztlichen Verg├╝tung insbesondere am Ende des Quartals, heben Gesundheits├Âkonomen hervor. Untersuchungen zeigen, dass ├ärzte am Ende eines Quartals weniger bis keine Termine f├╝r gesetzlich Versicherte anbieten.

Ärztehonorar: Privatpatienten und private Zusatzleistungen

Knapp ├╝ber 26 Prozent des ├ärztehonorars entfallen auf Privatabrechnungen ÔÇô darunter fallen Privatpatienten sowie private Zusatzleistungen, die GKV-Patienten in Anspruch nehmen k├Ânnen. Ein Arzt kann mit einer vergleichbaren Leistung bei einem Privatpatienten das zweieinhalb- bis Dreifache des Honorars erl├Âsen, als bei einem gesetzlich Versicherten, bei Labor├Ąrzten sogar mehr als das F├╝nffache.

Dabei kommt privat Versicherte nicht unbedingt die bessere Behandlung zuteil. Laut Kritikern bekommen sie ├Âfter Therapien, die nicht wirklich n├Âtig oder mit Risiken behaftet seien. Nicht selten werden Privatpatienten mit Forderungen konfrontiert, deren Leistung sie nicht angefragt haben. Andererseits versuchen ├ärzte ihr Budget auch durch den Verkauf von Privatleistungen an gesetzlich Versicherte aufzupeppen ÔÇô zum Beispiel die Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL).

Zusatzangebote: Neuer Markt f├╝r Premiumpatienten

Sollte mit einer einheitlichen Geb├╝hrenordnung auch eine Steuerung und mithin Begrenzung des Leistungsumfangs und eine Deckelung der Ausgaben einhergehen, k├Ânnte sich schnell ein neuer Markt f├╝r "Premiumpatienten" entwickeln. Der Grund: Die ├ärzte k├Ânnten zusammen mit den privaten Kassen neue Zusatzangebote auf den Markt bringen. Das k├Ânnten besondere Leistungen aber auch verk├╝rzte Wartezeiten sein, die sich Patienten zus├Ątzlich erkaufen k├Ânnten. Der Weg zur "Zwei-Klassen-Medizin" w├Ąre somit einmal mehr zementiert.

├ärztemangel auf dem Land: Andere L├Âsungsans├Ątze erforderlich

Auch beim ├ärztemangel auf dem Land w├╝rde eine einheitliche Geb├╝hrenordnung kaum Abhilfe schaffen. Bereits jetzt gibt es Umsatzgarantien, Investitionshilfen sowie das Angebot, dass ├ärzte als Angestellte in von Kassen├Ąrztlichen Vereinigungen gestellte Praxen gehen k├Ânnen. Doch bieten diese Ma├čnahmen bislang kaum eine Entscheidungsgrundlage f├╝r ├ärzte, sich trotz der geringen Dichte an Privatversicherten f├╝r das Land zu entscheiden. Neben Fehlanreizen bei der Niederlassung von ├ärzten entscheiden sich Jungmediziner oft aus anderen Gr├╝nden gegen das Land und f├╝r die Stadt.

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  • Christine Holthoff
Von Christine Holthoff
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