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Wie lange darf eine Überweisung dauern – Infos und Fristen

Geldtransfer ins Inland und Ausland  

Wie lange darf eine Überweisung dauern?

07.03.2019, 11:53 Uhr | sm, t-online.de

Wie lange darf eine Überweisung dauern – Infos und Fristen. Online-Überweisung: Banken müssen Überweisungen und Lastschriften innerhalb enger Fristen ausführen. Doch es gibt auch Ausnahmen. (Quelle: Getty Images/Pinkypills)

Online-Überweisung: Banken müssen Überweisungen und Lastschriften innerhalb enger Fristen ausführen. Doch es gibt auch Ausnahmen. (Quelle: Pinkypills/Getty Images)

Eine Überweisung konnte früher bis zu einer Woche dauern. Seit 2012 sind Geldinstitute jedoch EU-weit zum schnellen Geldtransfer verpflichtet. Das gilt für das Online-Banking als auch für Papier-Überweisungen.

Seit dem 1. Januar 2012 müssen die Banken innerhalb des SEPA-Raums elektronische Überweisungen innerhalb eines Bankarbeitstages ausführen. Das gilt somit für inländische als auch grenzüberschreitende Überweisungen sowie Lastschriften in Euro. Gibt der Kunde eine Überweisung per Online-Banking oder am Bankterminal in Auftrag, muss der Empfänger den Betrag am nächsten Arbeitstag auf dem Konto haben. Länger dauert es, wenn die Überweisung ins außereuropäische Ausland erfolgt.

Grundlage ist das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) § 675s Ausführungsfrist für Zahlungsvorgänge. Dort sind folgende Fristen für Überweisungen festgelegt:

  • 1 Tag für Überweisungen in Euro innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)
  • 2 Tage für beleghafte Überweisungen (Überweisung mittels Überweisungsvordruck)
  • 4 Tage für Überweisungen im EWR, die nicht auf Euro lauten
  • unbegrenzt für Überweisungen außerhalb des EWR

Bei Papier-Überweisungen und am Samstag dauert es länger

Um einen Tag verlängert ist die Frist, wenn die Überweisung auf einem Papierformular in Auftrag gegeben wird – dann hat die Bank zwei Arbeitstage dafür Zeit. Der Samstag zählt jedoch in beiden Fällen nicht als Werktag. Auch Wochenenden und Feiertage zählen nicht. Wenn Sie also am Freitag Geld überweisen, wird es am Montag umgebucht. Das gilt im Übrigen auch für die Tage, an denen der Bankschalter geschlossen ist, wie zum Beispiel an Weihnachten oder Silvester.

Wer am Freitag online überweist, sollte daher erst am Montag mit einer Gutschrift beim Empfänger rechnen. Diese Fristen gelten übrigens nicht nur innerhalb eines Landes, sondern in der gesamten Europäischen Union (EU) und auch international.

Stichzeit der Banken: Annahmefrist ist entscheidend

Entscheidend für die Ausführung des Überweisungsauftrags ist die Annahmefrist der Banken. Diese unterscheidet sich je nach Kreditinstitut und ist in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Banken festgehalten. Überweisungen, die nach diesem Zeitpunkt eingehen, werden erst am darauffolgenden Geschäftstag bearbeitet. Die Überweisung kommt somit entsprechend später auf dem Zielkonto an. Bei bankinternen Überweisungen geht es zumeist schneller: Sie werden in der Regel sofort umgebucht.

Die Annahmefristen für Onlinebanking

  • Sparda Bank: 12.00 Uhr
  • Postbank: 14.00 Uhr
  • Berliner Sparkasse: 14.00 Uhr
  • ING-DiBa: 14.00 Uhr
  • DKB: 15.00 Uhr
  • Deutsche Bank: 15.59 Uhr
  • Norisbank: 15.59 Uhr
  • DAB-Bank: 16.00 Uhr
  • Volksbank 16.40 Uhr
  • Commerzbank: 17.00 Uhr
  • Hypovereinsbank: 17.00 Uhr
  • Comdirect: 18.00 Uhr
  • Targo Bank: 20.15 Uhr

Verkürzte Fristen für Banken: Vor- und Nachteile

Für Bankkunden haben die verkürzten Fristen den Vorteil, dass Überweisungen schneller ausgeführt werden. Wer beispielsweise online etwas auf Rechnung eingekauft hat, kann sich sicher sein, dass das Geld bei Online-Überweisung am nächsten Werktag beim Verkäufer angekommen ist.


Die verkürzte Frist für Überweisungen hat aber auch einen Nachteil: Macht der überweisende Bankkunde aus Versehen einen Fehler, was bei der ISIN durchaus mal passieren kann, ist es wegen der verkürzten Überweisungsdauer oft deutlich schwieriger, die Überweisung zu widerrufen.

Verwendete Quellen:
  • Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz
  • Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht – BaFin

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