Sie sind hier: Home > Finanzen > Immobilien >

Neubauten für Mieter kaum bezahlbar: Mindestens 10 Euro pro qm


10 Euro pro Quadratmeter  

Neubauten für Mieter kaum noch bezahlbar

23.04.2015, 16:50 Uhr | dpa

Neubauten für Mieter kaum bezahlbar: Mindestens 10 Euro pro qm. Laut einer Studie sind Neubauten für Kaltmieten unter zehn Euro nicht mehr möglich. (Quelle: dpa)

Laut einer Studie sind Neubauten für Kaltmieten unter zehn Euro nicht mehr möglich. (Quelle: dpa)

Neubauten in Deutschland lohnen sich nicht mehr, weil die Mieten die hohen Baukosten nicht mehr ausgleichen können. Das geht aus einer Studie im Auftrag von Baubranche, Wohnungswirtschaft und Deutschem Mieterbund (DMB) hervor. Demnach sind sind die Ausgaben für Neubauwohnungen seit dem Jahr 2000 um knapp 40 Prozent gestiegen.

Neubauten ließen sich nur mit Kaltmieten ab zehn Euro je Quadratmeter refinanzieren, hieß es in der Studie. "Bezahlbar" bedeute aber für Durchschnittsverdiener sieben bis acht Euro. Das Bündnis fordert deshalb Steuererleichterungen, Wohnungsbau-Förderung in Ballungsräumen, kostengünstiges Bauland von den Kommunen und einen neuen, groß angelegten sozialen Wohnungsbau. Zugleich warnen sie vor neuen Vorschriften und Normen für Bauherren.

"Es fehlen 400.000 bis 500.000 Wohnungen", sagte Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten und forderte mehr politisches Engagement für den Wohnungsbau. "Der Markt allein hat das Problem in den letzten Jahren nicht gelöst." Der Zustrom von Flüchtlingen erhöht demnach den Druck. Weitere 100.000 Wohnungen würden für Flüchtlinge gebraucht.

AnzeigeImmobiliensuche
Traumimmobilie finden

Finden Sie jetzt Traumimmobilien in Ihrer Wunschregion

 

Kosten drastisch gestiegen

Je Quadratmeter in einem Mehrfamilienhaus haben die Bauherren nach der Studie im vergangenen Jahr 3080 Euro ausgegeben, ein Plus von knapp 40 Prozent in 14 Jahren. Dazu wurden auch 370 Wohnungsunternehmen befragt. Die Verbraucherpreise stiegen im gleichen Zeitraum lediglich um ein Viertel.

Dass Bauen sich stärker verteuert habe, führen die Verbände auf laufende Änderungen von Baunormen und staatlichen Vorschriften zurück, etwa zu Energiesparen, Lärmschutz und Barrierefreiheit. Preistreiber seien aber auch höhere Baulandpreise und der Wunsch der Nutzer nach einer besseren Ausstattung der Wohnungen, etwa mit größeren Bädern. Nicht eingerechnet wurde, dass Bauherren für Kredite heute nur ein Drittel der Zinsen zahlen, die 2000 fällig wurden.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal