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Müssen Arbeitgeber Überstunden vergüten?

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Recht auf Bezahlung  

Bei Überstunden gibt es nur wenige Ausnahmen

29.03.2018, 18:13 Uhr | Tobias Hanraths, dpa-tmn, AM

Müssen Arbeitgeber Überstunden vergüten?. Müssen Arbeitgeber Überstunden vergüten? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/DragonImages)

Nach Daten des Statistischen Bundesamtes arbeitet mehr als jeder zehnte Vollzeiterwerbstätige gewöhnlich mehr als 48 Stunden pro Woche. (Quelle: DragonImages/Thinkstock by Getty-Images)

Wer mehr arbeitet, bekommt auch mehr Geld – das ist die Grundregel bei Überstunden. Auch dann, wenn es im Arbeits- oder Tarifvertrag keinen entsprechenden Eintrag gibt, muss der Arbeitgeber Überstunden vergüten. Darauf weist der DGB hin.

Der Rechtsschutz des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) weist darauf hin, dass Überstunden in der Regel vergütet werden müssen. Zuschläge obendrauf für Mehrarbeit oder einen Anspruch auf Freizeitausgleich als Alternative zur Bezahlung gibt es dagegen nur, wenn es eine entsprechende vertragliche Regelung gibt. In Deutschland arbeiten gut 11 Prozent mehr als 48 Stunden in der Woche.

Auf welche vertraglichen Regelungen Sie achten sollten

Manche Arbeitgeber versuchen, die Bezahlung mit einem Passus wie "Überstunden sind pauschal mit dem Entgelt abgegolten" im Arbeitsvertrag zu umgehen. Zulässig ist eine solche Formulierung nur, wenn sie begrenzt ist, also eine konkrete Stundenzahl enthält: Bis zu zehn Prozent der wöchentlichen Arbeitszeit seien dabei in etwa angemessen, so der DGB-Rechtsschutz. Eine unbegrenzte Inklusivvergütung von Überstunden ist nur bei Beschäftigten in leitender Position oder mit überdurchschnittlich hoher Bezahlung zulässig.

Was dürfen Chefs verlangen?

Arbeitgeber dürfen Überstunden grundsätzlich anordnen – und Arbeitnehmer müssen dem zunächst folgen. Auch hier gibt es aber Grenzen, vor allem das Arbeitszeitgesetz: Demnach darf der Chef keine Mehrarbeit anordnen, mit der die tägliche Arbeitszeit zehn Stunden übersteigt. Es kann aber auch sein, dass Arbeitnehmer einfach so mehr arbeiten – weil das Pensum sonst nicht zu schaffen ist. Schreitet der Arbeitgeber dagegen nicht ein, ist das eine stillschweigende Duldung von Überstunden, die dann auch bezahlt werden müssen.

11 Prozent arbeiten mehr als 48 Stunden pro Woche

Nach Daten des Statistischen Bundesamtes arbeitet mehr als jeder zehnte Vollzeiterwerbstätige (11 Prozent) gewöhnlich mehr als 48 Stunden pro Woche – dies gilt als überlange Arbeitszeit. Durchschnittlich wurde auf Vollzeitstellen im vergangenen Jahr 41 Stunden pro Woche gearbeitet, wie das Statistikamt mitteilte.

Überlange Arbeitszeiten steigen demnach mit dem Alter an. Während nur zwei Prozent der Vollzeiterwerbstätigen zwischen 15 und 24 Jahren 2016 gewöhnlich mehr als 48 Stunden wöchentlich arbeiteten, waren es bei den 55- bis 64-Jährigen 14 Prozent.
Das liege unter anderem an der höheren Anzahl von Führungskräften in dieser Altersklasse, hieß es. Besonders betroffen von überlangen Arbeitszeiten sind demnach Selbstständige: Gut die Hälfte (51 Prozent) von ihnen arbeitete gewöhnlich mehr als 48 Stunden pro Woche.


Verwendete Quellen:
  • dpa

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