Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere >

Fragen aus dem Arbeitsrecht: Müssen Mitarbeiter einer Firma gleich viel Urlaub haben?

Fragen aus dem Arbeitsrecht  

Müssen Mitarbeiter einer Firma gleich viel Urlaub haben?

02.09.2019, 19:00 Uhr | dpa

Fragen aus dem Arbeitsrecht: Müssen Mitarbeiter einer Firma gleich viel Urlaub haben?. Mal 25, mal 30 Tage: Nicht alle Mitarbeiter eines Unternehmens müssen gleich viel Urlaub haben.

Mal 25, mal 30 Tage: Nicht alle Mitarbeiter eines Unternehmens müssen gleich viel Urlaub haben. Foto: Benjamin Nolte. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa/tmn) - 20, 27, 30 Tage: Müssen alle Mitarbeiter in einem Unternehmen gleich viel Urlaub haben? "Im Regelfall: Nein", sagt Peter Meyer, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Berlin. Grundsätzlich sei die Anzahl an Urlaubstagen über den gesetzlichen Mindesturlaub hinaus Verhandlungssache des Einzelnen.

"Kommt ein Bewerber zum Beispiel aus einem Unternehmen mit 30 Urlaubstagen und fordert das ein, kann ihm der neue Arbeitgeber das gewähren", sagt Meyer. Auch wenn im Betrieb eigentlich 25 Urlaubstage üblich sind. Gerade gefragte Fachkräfte haben hier im Einzelfall Verhandlungsspielraum.

Gibt es im Unternehmen einen Betriebsrat, werde der aber im Rahmen seines Mitbestimmungsrechts zu Urlaubsfragen versuchen, Ungleichheiten zu glätten.

Anders sieht es in Unternehmen aus, für die Tarifverträge gelten. "Tarifverträge sehen in der Regel einheitlich für alle Arbeitnehmergruppen gleich lange Urlaubszeiten vor. Eine Urlaubsdauer, die sich nach Vergütungsgruppe unterscheidet, gibt es in der Regel nicht", sagt Meyer.

In manchen Unternehmen sei festgelegt, dass mit längerer Betriebszugehörigkeit ein längerer Urlaubsanspruch entstehe. "Das ist aber kritisch zu sehen, sofern diese Regelungen als altersdiskriminierend ausgelegt werden können", so der Fachanwalt, der in der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) tätig ist.

Vor allem könne dies der Fall sein, wenn der Urlaubsanspruch etwa im Abstand von jeweils zwei bis drei Jahren Betriebszugehörigkeit ansteigt. Daher seien solche Regelungen, die bis etwa vor zehn Jahren noch sehr verbreitet gewesen seien, auch in Tarifverträgen, heute nur noch vereinzelt zu finden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal