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515 Euro im Monat: Mindestlohn für Auszubildende soll 2020 kommen

Stufenweise Erhöhung  

Azubi-Mindestlohn soll offenbar 2020 kommen

13.05.2019, 11:32 Uhr | dpa, cch

515 Euro im Monat: Mindestlohn für Auszubildende soll 2020 kommen. Eine Auszubildende arbeitet in einem Hotel in der Küche. (Quelle: dpa/Sebastian Gollnow/Illustration)

Eine Auszubildende arbeitet in einem Hotel in der Küche. Foto: Sebastian Gollnow. (Quelle: Sebastian Gollnow/Illustration/dpa)

Auszubildende könnten bald mehr Geld erhalten. Einem Bericht zufolge wird ab 2020 für sie ein Mindestlohn eingeführt, der in den Folgejahren steigt.

Auszubildende sollen einem Bericht zufolge von 2020 an im ersten Ausbildungsjahr eine Mindestvergütung von 515 Euro pro Monat erhalten. Das schreiben die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf das Bundesbildungsministerium.

Sie schreiben zudem, in den Folgejahren solle sich die Mindestausbildungsvergütung weiter erhöhen – im Jahr 2021 auf 550 Euro, 2022 auf 585 Euro und ab 2023 auf 620 Euro. Im zweiten und dritten Lehrjahr seien ebenfalls Erhöhungen geplant. Laut dem Bericht soll die Reform des Berufsbildungsgesetzes von Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) an diesem Mittwoch vom Kabinett beschlossen werden.


Erstmals wird Untergrenze festgesetzt

Mit der Reform werde erstmals in Deutschland eine gesetzliche Untergrenze für die Vergütung von Auszubildenden festgeschrieben – analog zum gesetzlichen Mindestlohn. Umstritten war in der Regierung bis zuletzt die Höhe der Zahlungen.

"Die festgesetzte Höhe der Mindestausbildungsvergütung ist Anerkennung der Leistung der Auszubildenden im Betrieb. Anderseits muss aber auch sichergestellt sein, dass die Motivation der Betriebe erhalten bleibt, Ausbildungsplätze anzubieten", hieß es laut dem Bericht dazu aus dem Ministerium.

Mindestlohn für Auszubildende: Eine Ausnahme gibt es

Karliczek habe deswegen Zugeständnisse gemacht: Dort, wo es aktuell eine Tarifbindung gebe, könne es passieren, dass Azubis auch weiterhin weniger als die Mindestvergütung bekämen.


Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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