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Hermes verlangt Paketzuschlag über Weihnachten


Hermes verlangt Zuschlag über Weihnachten

dpa, Erich Reimann

30.10.2018Lesedauer: 2 Min.
Paket Shop der Hermes Logistik Gruppe: Um die mit der Paketflut verbundenen Kosten abzufedern, verlangt Hermes in diesem Jahr erstmals einen sogenannten Peak-Zuschlag.Vergrößern des BildesPaket Shop der Hermes Logistik Gruppe: Um die mit der Paketflut verbundenen Kosten abzufedern, verlangt Hermes in diesem Jahr erstmals einen sogenannten Peak-Zuschlag. (Quelle: imago/Revierfoto)
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Die Paketzusteller erwarten einen neuen Paketrekord zu Weihnachten. Hermes, DPD und UPS verlangen deshalb erstmals einen Zuschlag. Wer

Die deutschen Paketzusteller bereiten sich angesichts des wachsenden Onlinehandels darauf vor, in den Wochen vor Weihnachten so viele Pakete zuzustellen wie noch nie.

Millionen Pakete zusätzlich am Tag

Allein der Marktführer Deutsche Post DHL rechnet "mit Rekordmengen von über 11 Millionen Paketsendungen pro Tag", wie ein Unternehmenssprecher mitteilt. Die Konkurrenten Hermes und DPD erwarten an den Spitzentagen jeweils noch einmal mehr als zwei Millionen Pakete.

"Das Weihnachtsgeschäft stellt die Paketbranche vor immer größere Herausforderungen", sagt der Deutschland-Chef von Hermes, Olaf Schabirosky. Um die Paketflut bewältigen zu können, stocken die Logistiker ihr Personal derzeit massiv auf. Allein die Post hat rund 10.000 Aushilfskräfte eingestellt. Außerdem sind mehr als 12.000 zusätzliche Lieferfahrzeuge für die Post im Einsatz. Hermes setzt landesweit bis zu 6.300 zusätzliche Arbeitskräfte und rund 4.000 zusätzliche Fahrzeuge ein.

Hermes, DPD und UPS verlangen Peak-Zuschlag

Bei DPD sind bis zu 4.000 zusätzliche Arbeitskräfte bei der Zustellung und dem Paketumschlag im Einsatz, außerdem werden mehr als 2.000 zusätzliche Fahrzeuge genutzt. Auch UPS setzt auf Saisonkräfte. Daneben sollen aber auch Mitarbeiter aus der Verwaltung beim Sortieren und Zustellen helfen. "Wir haben die Strategie, dass alle Leute mit anpacken", sagt ein UPS-Sprecher.

Der zum Otto-Konzern gehörende Paketzusteller Hermes, DPD und UPS verlangen von Großkunden in diesem Jahr erstmals einen sogenannten Peak-Zuschlag, um die mit der Paketflut verbundenen Kosten abzufedern. Privatkunden sind davon nicht betroffen. Die Post plant bislang keinen solchen Zuschlag.

Ein Ende des Paketbooms ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Die Post rechnet bis 2020 jährlich mit einem Anstieg der Paketmengen von fünf bis sieben Prozent. Auch Hermes-Chef Schabirosky geht davon aus, dass sich die Herausforderung für die Paketzusteller "aufgrund der kontinuierlich steigenden Sendungsmengen absehbar weiter verschärfen wird".

Verwendete Quellen
  • dpa
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