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Wirecard-Bilanzskandal: Chef von Tochter des Dax-Konzerns festgenommen


Bilanzskandal  

Chef von Wirecard-Tochter festgenommen

06.07.2020, 17:11 Uhr | dpa, AFP

Wirecard-Bilanzskandal: Chef von Tochter des Dax-Konzerns festgenommen. Wirecard-Zentrale in Aschheim bei München (Symbolbild): Der Chef einer Tochtergesellschaft wurde festgenommen. (Quelle: imago images/Overstreet)

Wirecard-Zentrale in Aschheim bei München (Symbolbild): Der Chef einer Tochtergesellschaft wurde festgenommen. (Quelle: Overstreet/imago images)

Im Skandal um den Dax-Konzern Wirecard gibt es eine weitere Festnahme: Der Chef einer Tochtergesellschaft in Dubai wurde verhaftet – wegen Betrugs. Von einem Ex-Vorstand fehlt derweil jede Spur.

Im Wirecard Wirecard Aktie-Skandal hat es eine weitere Festnahme gegeben. Der Geschäftsführer der Tochtergesellschaft Cardsystems Middle East FZ-LLC mit Sitz in Dubai sei am Montagmorgen festgenommen worden, erklärte die Staatsanwaltschaft München. 

Er sei zuvor aus Dubai angereist und habe sich dem Verfahren gestellt. Nachdem er als Beschuldigter vernommen worden sei, habe man ihn aufgrund eines bereits zuvor beantragten Haftbefehls festgenommen.

Am Nachmittag wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Der Haftbefehl stützt sich laut Staatsanwaltschaft unter anderem "auf den dringenden Tatverdacht des gemeinschaftlichen Betrugs und versuchten gemeinschaftlichen Betrugs jeweils im besonders schweren Fall sowie den Verdacht der Beihilfe zu anderen Straftaten".

Ex-Vorstandsmitglied Marsalek weiter unauffindbar

Wirecard hat eingestanden, dass in der Jahresbilanz 1,9 Milliarden Euro fehlen und das Geld vermutlich gar nicht existiert. Der Börsenkurs des Dax-Konzerns stürzte ab, das Unternehmen meldete Insolvenz an. 

Ex-Wirecard-Chef Markus Braun hat sich inzwischen der Justiz gestellt. Der Aufenthaltsort des ehemaligen Wirecard-Vorstands Jan Marsalek ist hingegen weiterhin unbekannt. Er hatte über seinen Anwalt erklären lassen, sich nicht der Justiz stellen zu wollen. Zwischenzeitlich wurde er in China vermutet.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und AFP

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