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MAN will 3.000 Jobs in Deutschland streichen

Von dpa-afx
Aktualisiert am 22.07.2020Lesedauer: 2 Min.
MAN-Verwaltung in Augsburg (Symbolbild): Die Corona-Krise hat auch den Motorenhersteller erreicht.
MAN-Verwaltung in Augsburg (Symbolbild): Die Corona-Krise hat auch den Motorenhersteller erreicht. (Quelle: picture alliance/dpa-bilder)
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Beim Motorenhersteller MAN sollen etwa 3000 Menschen in Deutschland ihren Job verlieren. Grund dafür sei die Corona-Krise. Es gibt aber noch einen Hoffnungsschimmer.

Der Großmotorenhersteller MAN Energy Solutions will fast 4.000 seiner weltweit etwa 14.000 Arbeitsplätze abbauen. Allein in Deutschland sollten rund 3.000 Mitarbeiter gehen, teilte das Augsburger Unternehmen am Mittwoch mit. Das Unternehmen begründete dies hauptsächlich mit der Corona-Pandemie. Es erwartet auch in den kommenden Jahren stagnierende Umsätze und will die Kosten deswegen um 450 Millionen Euro senken. Das Unternehmen hat mehr als 120 Standorte weltweit.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) kündigte an, in Gesprächen mit den Verantwortlichen des Unternehmens Unterstützungsmaßnahmen prüfen zu wollen. Er deutete an, dass es vielleicht Möglichkeiten im Bereich der Wasserstoff-Entwicklung geben könnte. Ziel sei die Rettung möglichst vieler der 4300 Jobs in Augsburg, sagte der Minister.

MAN Energy Solutions ist Teil des Volkswagen -Konzerns, soll allerdings verkauft werden. Die Augsburger Tochter hieß früher Diesel & Turbo und steht besonders für die Produktion von großen Motoren für Fracht- oder Kreuzfahrtschiffe.

MAN-Geschäft ist von der Kreuzfahrt-Flaute betroffen

"Wichtige Geschäftsfelder des Unternehmens wie das Kreuzfahrtgeschäft sind unmittelbar von den wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie betroffen, und wir rechnen erst 2023 mit einer Erholung auf das Vorkrisenniveau", sagte Vorstandschef Uwe Lauber.

  • Kreuzfahrten: So hart trifft die Corona-Krise die Branche

Außerdem bietet das Unternehmen beispielsweise Dampfturbinen, Gasantriebe oder Generatoren zur Stromerzeugung an. Nach dem Restrukturierungsplan soll in Deutschland die Turbinenfertigung in Hamburg eingestellt und die Fertigung in Berlin verlagert werden. Nach Angaben der IG Metall sollen in Berlin knapp 200 von aktuell 429 Beschäftigten gehen. Darüber hinaus sollen im Rahmen des Sparprogramms auch Materialkosten gesenkt und das Produktangebot gestrafft werden.

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Betriebsbedingte Kündigungen "nicht ausgeschlossen"

Der MAN-Vorstand kündigte an, dass der Personalabbau weitestgehend sozialverträglich erfolgen soll. "Betriebsbedingte Kündigungen können jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden." Dies kritisierte der Betriebsrat. "Betriebsbedingte Kündigungen müssen definitiv ausgeschlossen werden, so wie es im gesamten VW-Konzern üblich ist", erklärte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates, Werner Wiedemann, nach Angaben der IG Metall.

Augsburgs IG-Metall-Chef Michael Leppek sagte, dass die Gewerkschaft grundsätzlich ein nachhaltiges Zukunftsprogramm für das Unternehmen unterstützte. Es müsse dann aber garantiert werden, dass der Motorenhersteller bei Volkswagen bleibe.

Bekannt ist das schwäbische Unternehmen insbesondere deswegen, weil Rudolf Diesel in einem Vorgängerbetrieb in Augsburg einst seinen Verbrennungsmotor erfand. Vor zwei Jahren hatte MAN Energy Solutions dann eine neue Strategie vorgestellt, mit der sich das Unternehmen weg vom klassischen Dieselmotorenhersteller hin zu einem Anbieter nachhaltiger Energielösungen bewegen will. Diese neuen Angebote sollen bis zum Jahr 2030 etwa die Hälfte des Geschäfts ausmachen.

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