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Corona-Krise: Luftfahrtbranche verbrennt 250.000 Euro – pro Minute

Wegen Corona-Pandemie  

Luftfahrtbranche verbrennt 250.000 Euro – pro Minute

06.10.2020, 17:23 Uhr | dpa

Corona-Krise: Luftfahrtbranche verbrennt 250.000 Euro – pro Minute. Parkende Flugzeuge in Arizona, USA (Symbolbild): Der Luftfahrtverband IATA rechnet mit Milliardenverlusten. (Quelle: imago images/MediaPunch)

Parkende Flugzeuge in Arizona, USA (Symbolbild): Der Luftfahrtverband IATA rechnet mit Milliardenverlusten. (Quelle: MediaPunch/imago images)

Die Luftfahrtindustrie steckt seit der Ausbreitung des Coronavirus in einer schweren Krise. Nun hat der Airline-Dachverband neue Zahlen vorgelegt – und diese lassen aufhorchen.

Rund 250.000 Euro pro Minute – so viel Geld dürften die Fluggesellschaften in aller Welt im zweiten Halbjahr verlieren, wenn der Flugbetrieb weiter durch Reisebeschränkungen gebeutelt wird, warnt der Dachverband der Fluggesellschaften (IATA). Er rechnet mit 77 Milliarden Dollar (rund 65 Milliarden Euro) Verlusten für die gesamten sechs Monate.

Auch im kommenden Jahr dürften rote Zahlen geschrieben werden, so die am Dienstag in Genf vorgelegte Prognose des Verbandes. Er rechnet erst 2022 wieder mit Gewinnen.

"Die Krise ist tiefer und dauert länger, als wir uns vorstellen konnten", sagte IATA-Chef Alexandre de Juniac. "Wir müssen heute erneut Alarm schlagen." In der Airline-Industrie sind nach Angaben des Verbandes 4,8 Millionen Arbeitsplätze in Gefahr. Die Hilfsprogramme liefen bald aus.

Verband fordert weitere Hilfen

Der Verband rief Regierungen zu weiteren Stützungsmaßnahmen auf. Staatliche Hilfen, darunter Kurzarbeitergeld, Steuernachlässe und andere Subventionen haben sich nach IATA-Angaben bislang auf 160 Milliarden Dollar belaufen.

IATA fordert Corona-Schnelltests an Flughäfen, damit Reisende sorglos fliegen können und Quarantänemaßnahmen in Zielländern überflüssig werden. Dem Verband gehören nach IATA-Angaben 290 Fluggesellschaften an, die zusammen 82 Prozent des Luftverkehrs abdecken.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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