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Jobs gerettet: Tesla fusioniert mit deutschem Automobilzulieferer ATW

Jobs gerettet  

Tesla fusioniert mit deutschem Automobilzulieferer ATW

21.10.2020, 08:15 Uhr | fls, dpa, t-online

Jobs gerettet: Tesla fusioniert mit deutschem Automobilzulieferer ATW. Die Produktionsstätte von ATW im rheinland-pfälzischen Neuwied: Tesla steigt bei dem Auto-Zulieferer ein. (Quelle: dpa/Thomas Frey/)

Die Produktionsstätte von ATW im rheinland-pfälzischen Neuwied: Tesla steigt bei dem Auto-Zulieferer ein. (Quelle: Thomas Frey//dpa)

Eigentlich wollte der Automobilzulieferer ATW Stellen abbauen – jetzt rettet der E-Auto-Produzent Tesla das Unternehmen: Der US-Konzern steigt bei ATW ein, das Kartellamt spricht von einer Fusion.

Rettung in letzter Sekunde: Nach dem Kauf der Firma Grohmann in Prüm in der Eifel 2016 beteiligt sich der Elektro-Autobauer Tesla an einem weiteren Unternehmen aus Rheinland-Pfalz. Der kalifornische Konzern bekam grünes Licht für den Einstieg beim Autozulieferer ATW mit Sitz in Neuwied.

Das teilte ein Sprecher des Bundeskartellamts der Deutschen Presse-Agentur mit. "Es handelt sich um eine Fusion." Details nannte er nicht. ATW und Tesla äußerten sich zunächst nicht dazu.

ATW (Assembly & Test Europe GmbH) gehörte dem kanadischen Hersteller ATS Automation Tooling Systems. Dieser kündigte kürzlich die Schließung seines Standorts in Rheinland-Pfalz an. Der schillernde Tech-Milliardär Elon Musk, der in Grünheide bei Berlin eine Fabrik für Elektroautos baut, rettet demnach Jobs bei dem Neuwieder Autozulieferer. Dieser zählt mit einer Belegschaft von rund 210 Beschäftigten Konzerne wie BMW, Daimler und VW zu seinem Kunden.

Der Neuwieder Stadtsprecher Erhard Jung begrüßte es "ausdrücklich, wenn sich ein weiteres international tätiges Unternehmen" in seiner Kommune am Rhein ansiedele: "Tesla spielt ja eine führende Rolle in der Elektromobilität."

Ähnlich hatte kürzlich der Neuwieder Oberbürgermeister Jan Einig (CDU) argumentiert und darauf verwiesen, dass die Tesla Grohmann Automation GmbH in Prüm nur rund 100 Kilometer entfernt liege – das könne eine Zusammenarbeit zwischen beiden Standorten erleichtern. Auch das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium in Mainz hatte sich positiv geäußert.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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