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H&M: Bei Modekette sind Hunderte Jobs in Deutschland bedroht

Viele Filialen schließen  

Bei H&M sind Hunderte Jobs in Gefahr

20.11.2020, 15:45 Uhr | rtr

H&M: Bei Modekette sind Hunderte Jobs in Deutschland bedroht. Eine H&M-Filiale (Symbolbild): Viele Jobs sind bei der Modekette bedroht. (Quelle: imago images/Sven Simon)

Eine H&M-Filiale (Symbolbild): Viele Jobs sind bei der Modekette bedroht. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Die Modekette H&M will kommendes Jahr 250 Filialen weltweit schließen. Nun steht fest: In Deutschland stehen rund 800 Stellen auf der Kippe. Weitere Filialen könnten dichtmachen.

Bei der Modekette H&M stehen in Deutschland Hunderte von Stellen auf der Kippe. H&M Deutschland befinde sich "derzeit im Dialog mit den zuständigen Mitbestimmungsgremien über den Abbau von rund 800 Arbeitsplätzen", teilte das Unternehmen am Freitag mit. Auch weitere Schließungen von Filialen seien nicht ausgeschlossen.

Die Einzelhandelsbranche befinde sich aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung und des veränderten Verhaltens der Verbraucher in einem tiefgreifenden Wandel, hieß es zur Begründung. Die Corona-Pandemie habe dies noch weiter beschleunigt. 

H&M habe "die notwendigen schrittweisen Maßnahmen zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit ergriffen". Das Unternehmen hoffe auf eine rasche Einigung mit den Betriebsräten. H&M beschäftigt in der Bundesrepublik nach eigenen Angaben rund 16.000 Menschen.

2021 will H&M 250 Geschäfte schließen

Die Gewerkschaft Verdi forderte einen Digitalisierungstarifvertrag zum Schutz der Beschäftigten. "Wir wollen, dass die Beschäftigten in Zukunftskonzepte eingebunden werden, anstatt sie aus dem Unternehmen hinaus zu drängen", forderte Verdi-Vertreter Orhan Akman.

Im Frühjahr war das Geschäft der weltweit zweitgrößten Modekette in der Corona-Krise eingebrochen. Im kommenden Jahr will die Kette rund 250 ihrer weltweit mehr als 5.000 Filialen schließen, hatte sie Anfang Oktober angekündigt. H&M werde gestärkt aus der Krise hervorgehen, hatte Chefin Helena Helmersson angekündigt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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