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Deutschland hat die höchsten Strompreise Europas – zum zweiten Mal


Zum zweiten Mal  

Deutschland hat die höchsten Strompreise Europas

07.06.2021, 08:53 Uhr | AFP, dpa

Deutschland hat die höchsten Strompreise Europas – zum zweiten Mal. Windpark in Brandenburg (Symbolbild): Die Strompreise ziehen in Deutschland an. (Quelle: imago images/Jochen Eckel)

Windpark in Brandenburg (Symbolbild): Die Strompreise ziehen in Deutschland an. (Quelle: Jochen Eckel/imago images)

Die Verbraucher in Deutschland zahlten 2020 so viel für Strom wie nirgends sonst in Europa. Bereits ein Jahr zuvor löste Deutschland Dänemark als Spitzenreiter ab.

Das zweite Jahr in Folge haben die Verbraucher in Deutschland im europaweiten Vergleich einem Bericht zufolge am meisten für Strom gezahlt. Nachdem die Bundesrepublik 2019 die Führung bei den höchsten Strompreisen in Europa von Dänemark übernommen hatte, sind die Kosten im Jahr 2020 nochmals gestiegen, wie aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben) nach Anfrage durch die Linksfraktion im Bundestag vorlagen.

Demnach mussten kleine Haushalte mit einem Stromverbrauch von 1.200 Kilowattstunden im vergangenen Jahr 34,30 Cent je Kilowattstunde zahlen. 2019 waren es noch 33,49 Cent.

Auch für größere Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden zogen die Preise an: Sie zahlten den Angaben zufolge im Schnitt 30,43 Cent pro Kilowattstunde nach 29,83 Cent im Vorjahr.

Dietmar Bartsch: "Strom darf nicht zum Luxusgut werden"

Dabei sind die Strompreise im europäischen Durchschnitt im vergangenen Jahr den Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge gesunken: Im Euroraum um 0,53 Cent auf 22,47 Cent je Kilowattstunde. Und in den 27 Ländern der Europäischen Union um 0,51 Cent auf 21,26 Cent.

"Deutschland ist 'Europameister' bei den Strompreisen. Sie sind inakzeptabel hoch und müssen deutlich sinken", sagte Dietmar Bartsch, Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag, den Funke-Zeitungen. Die Stromsteuer müsse für Privathaushalte abgeschafft und die EEG-Umlage grundlegend reformiert werden, forderte er. "Strom und Energie dürfen nicht zum Luxusgut werden."

Die EEG-Umlage, ein Öko-Aufschlag auf den Strompreis, ist ein wesentlicher Bestandteil der Stromrechnung. Mehr dazu lesen Sie hier. Damit die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nicht drastisch steigt, hatte die Bundesregierung die Umlage für die Jahre 2021 und 2022 mit milliardenschweren Steuergeldern aus dem Haushalt stabilisiert. Die Umlage liegt dadurch 2021 bei 6,5 Cent pro Kilowattstunde und 2022 bei 6 Cent.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen AFP und dpa

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