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Bundesbank: Wirtschaft erreicht noch im Sommer Vorkrisenniveau


Laut Bundesbank  

Deutsche Wirtschaft dürfte noch im Sommer Vorkrisenniveau erreichen

19.07.2021, 12:19 Uhr | rtr, dpa

Bundesbank: Wirtschaft erreicht noch im Sommer Vorkrisenniveau. Eine Produktionslinie im VW-Werk Zwickau (Archivbild): Trotz Chipmangel zieht die deutsche Industrie weiter an. (Quelle: imago images)

Eine Produktionslinie im VW-Werk Zwickau (Archivbild): Trotz Chipmangel zieht die deutsche Industrie weiter an. (Quelle: imago images)

Die deutsche Wirtschaft zieht merklich an. Laut Bundesbank dürfte die Konjunktur noch im laufenden dritten Quartal das Niveau erreichen, auf dem sie vor der Corona-Krise lief.

Die Bundesbank rechnet mit einer schnellen konjunkturellen Aufholjagd nach Ende der Corona-Lockdowns. Die Wirtschaftsleistung habe im Frühjahr wohl kräftig zugelegt, schreiben die Volkswirte der deutschen Zentralbank in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht: "Sie dürfte den im Winterquartal vor allem aufgrund der zeitweilig wieder verschärften Pandemie-Schutzmaßnahmen erlittenen herben Rückschlag in etwa wettgemacht haben", heißt es darin weiter.

Sofern es mit Blick auf die Pandemie zu keinen nennenswerten Rückschlägen komme und Lieferengpässe in der Industrie zumindest schrittweise nachließen, dürfte das Wachstumstempo nach Ansicht der Bundesbank-Ökonomen im Sommerquartal noch höher ausfallen. Damit könnte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) bereits im laufenden dritten Quartal sein Vorkrisenniveau wieder erreichen.

Erste Daten zur Entwicklung des BIP im Zeitraum April bis einschließlich Juni veröffentlicht das Statistische Bundesamt Ende nächster Woche. Im vergangenen Jahr hatte die Corona-Pandemie die deutsche Wirtschaft in die tiefste Rezession seit der globalen Finanzkrise 2009 gerissen. Die Wirtschaftsleistung brach 2020 real um 4,8 Prozent ein.

Wirtschaft schrumpfte wegen Lockdown

Die deutsche Wirtschaft war Anfang des Jahres im Lockdown um 1,8 Prozent geschrumpft. Nach der Wiedereröffnung von Restaurants und Geschäften kam sie wieder in Tritt. Das Münchner Ifo-Institut rechnet für das Frühjahr mit einem Wachstum von 1,3 Prozent, das im Sommer mit 3,6 Prozent noch stärker ausfallen dürfte. Auch die EU-Kommission traut Deutschland einen kräftigen Aufschwung zu: Sie veranschlagt für 2021 einen BIP-Anstieg von 3,6 Prozent.

Zu Jahresbeginn 2021 bremsten neue Einschränkungen im Zuge der Bekämpfung des Coronavirus unter anderem Gastgewerbe und Teile des Handels aus, das BIP schrumpfte im ersten Quartal zum Vorquartal um 1,8 Prozent. Getragen werde die aktuelle Erholung zu einem großen Teil vom Dienstleistungssektor, analysierte die Bundesbank.

Lieferengpässe müssten schrittweise zurückgehen

Die Einschränkungen etwa in Handel und Gastgewerbe wurden ab Mai schrittweise wieder gelockert. Die Industrie dagegen klagt über Lieferengpässe und Materialknappheit.

Dennoch bleiben die Volkswirte der Bundesbank zuversichtlich: "Sofern es mit Blick auf die Pandemie zu keinen nennenswerten Rückschlägen kommt und die Lieferengpässe in der Industrie zumindest schrittweise nachlassen, dürfte das gesamtwirtschaftliche Expansionstempo im Sommerquartal noch stärker ausfallen, und das reale Bruttoinlandsprodukt könnte schon im dritten Vierteljahr sein Vorkrisenniveau wieder erreichen."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen Reuters und dpa

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