Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen >

Condor: Übernahme durch Vermögensverwalter Attestor abgeschlossen


Nach Millionenhilfe vom Bund  

Vermögensverwalter übernimmt Ferienflieger Condor

28.07.2021, 17:59 Uhr | dpa

Condor: Übernahme durch Vermögensverwalter Attestor abgeschlossen. Condor-Maschine: Der Ferienflieger bekommt eine Millionen-Beihilfe der Bundesregierung. (Quelle: imago images/Rüdiger Wölk)

Condor-Maschine: Der Ferienflieger bekommt eine Millionen-Beihilfe der Bundesregierung. (Quelle: Rüdiger Wölk/imago images)

Der Vermögensverwalter Attestor übernimmt den Ferienflieger Condor. Nachdem der Weg für deutsche Staatshilfen zu Beginn der Woche freigegeben wurde, konnte das Übernahmeverfahren abgeschlossen werden.

Nach der Beihilfe-Genehmigung durch die Europäische Union hat die Vermögensverwaltung Attestor die Mehrheit am Ferienflieger Condor übernommen. Das teilte die Fluggesellschaft am Mittwoch in Frankfurt mit. Die am Dienstag verkündete Zustimmung der EU-Kommission zu den deutschen Staatshilfen in Höhe von gut 525 Millionen Euro war Voraussetzung für den nun vollzogenen Einstieg des 2012 gegründeten Fonds, der nach eigenen Angaben derzeit privates Kapital von 5,5 Milliarden Euro verwaltet.

Attestor bringt den Angaben zufolge 200 Millionen Euro frisches Eigenkapital ein und wird mit 51 Prozent Mehrheitseigner. Zusätzlich sollen rund 250 Millionen Euro in neue Flugzeuge fließen, während die rund 4050 Arbeitsplätze bei Condor erhalten bleiben. Der deutsche Staat bleibt über eine Treuhandgesellschaft an Condor beteiligt.

"Mit dem frischen Eigenkapital ist Condor finanziell stark aufgestellt, um den Flugbetrieb weiter rasch hochzufahren und so der steigenden Nachfrage zu entsprechen. Und wir können uns Projekten wie der Modernisierung unserer Langstreckenflotte widmen", sagte Condor-Chef Ralf Teckentrup. Die Pilotengewerkschaft "Vereinigung Cockpit" begrüßte die klaren Perspektiven, die Condor eröffnet worden seien.

Deutschland unterstützt Condor mit 525,3 Millionen Euro

Dass Deutschland den Ferienflieger mit einer staatlichen Beihilfe von 525,3 Millionen Euro unterstützen darf, wurde am Dienstag bekannt gegeben. Die Genehmigung ist auf mehrere Entscheidungen der EU-Kommission zurückzuführen und betrifft den Angaben zufolge zwei Maßnahmen.

Zum einen handelt es sich um 204,1 Millionen Euro zur Entschädigung von Condor für in der Corona-Pandemie erlittenen Schaden und zum anderen um 321,2 Millionen Euro, um eine Restrukturierung der Airline zu unterstützen. Den Angaben zufolge fliegt Condor an 126 Ziele weltweit.

Condor konnte die Insolvenz abwenden

Die EU-Kommission ist die oberste Wettbewerbshüterin in dem Staatenblock und prüft, ob durch Staatshilfen unfaire Vorteile für Unternehmen entstehen können. Man vertrete die Auffassung, dass die Pandemie als außergewöhnliches Ereignis außergewöhnliche Interventionen rechtfertige, heißt es in der Mitteilung der Kommission.

Im Mai hatte Condor einen neuen Investor gefunden, die 4.050 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben, hieß es. Condor hatte im vergangenen Jahr die drohende Insolvenz abgewendet und zum 1. Dezember 2020 das Schutzschirmverfahren verlassen, in dem es umfassend saniert wurde.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Rohstoffe und Währungen

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: