Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen >

Corona-Einbußen: Gastronomie bricht im November heftig ein


Reservierungen halbiert  

Zahl der Restaurantbesuche bricht heftig ein

02.12.2021, 13:38 Uhr | rtr

Corona-Einbußen: Gastronomie bricht im November heftig ein. Leere Tische (Symbolbild): Im November zogen sich immer mehr Kunden zurück, die Zahl der Online-Reservierungen gingen bei einem großen Anbieter um die Hälfte zurück. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Antonio_Diaz)

Leere Tische (Symbolbild): Im November zogen sich immer mehr Kunden zurück, die Zahl der Online-Reservierungen gingen bei einem großen Anbieter um die Hälfte zurück. (Quelle: Antonio_Diaz/Thinkstock by Getty-Images)

Auch ohne einen Lockdown ziehen sich die Deutschen zurück: Die Zahl der Reservierungen hat sich Ende November online um die Hälfte reduziert. Ökonomen befürchten eine Rezession. 

Angesichts rekordhoher Corona-Neuinfektionen verzichten immer mehr Deutsche auf den Restaurantbesuch. Den Daten der populären Reservierungs-App Open Table zufolge ließen sich zuletzt im Sieben-Tages-Schnitt knapp 30 Prozent weniger Gäste bewirten als vor Ausbruch der Pandemie.

Das ist der stärkste Rückgang seit gut einem Jahr. Sehr viele Restaurants, vor allem in den deutschen Städten, nutzen den Dienstleister, um online Tischreservierungen zu vergeben.

Die Tendenz zeigte zuletzt noch deutlicher nach unten: Am 29. November gab es einen Einbruch von 47 Prozent, am 30. November von 48 Prozent. Die Daten werden von Ökonomen gern genutzt, da sie in der Vergangenheit einen sehr großen Gleichlauf mit der Umsatzentwicklung im Gastgewerbe hatten.

Ökonom: BIP dürfte schrumpfen

Für die Konjunktur bedeutet die negative Entwicklung daher nichts Gutes. "Wir rechnen mit einer Rezession im Winterhalbjahr", sagte Commerzbank-Ökonom Marco Wagner am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters.

"Das Bruttoinlandsprodukt dürfte sowohl im laufenden vierten Quartal als auch Anfang 2022 schrumpfen." Von der Industrie seien angesichts der Materialengpässe keine Impulse für die Konjunktur zu erwarten. Viele Dienstleister wie das Gastgewerbe dürften sogar Umsatzrückgänge hinnehmen müssen.

"In den kommenden Wochen dürften die Gästezahlen – wie im Winter zuvor – weiter deutlich fallen", sagte Wagner. "Denn selbst ohne staatliche Beschränkungen wollen die Menschen ihre Gesundheit nicht aufs Spiel setzen."

Omikron-Variante schreckt weiter ab

In den Medien häuften sich die Hiobsbotschaften von der Ausbreitung des Coronavirus. "Jetzt ist auch noch die Omikron-Variante hinzugekommen", sagte Wagner. Vielen werde dadurch noch einmal klar, was für ein gesundheitliches Risiko das Virus darstelle.

Bereits im September hatten mehrere Bundesländer aufgrund steigender Corona-Infektionszahlen die 2G-Regelung eingeführt, die nur gegen das Coronavirus geimpften und von einer Covid-19-Erkrankung genesenen Personen den Zutritt zu Gastronomie und Beherbergungsbetrieben gestattet.

Dennoch legte der reale Umsatz in der Gastronomie im September bundesweit um 2,0 Prozent zum Vorjahresmonat zu. Allerdings lag das Niveau noch immer um 17,5 Prozent unter dem von Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Rohstoffe und Währungen

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deKlingel
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: