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2021 gingen weniger Firmen insolvent als im Vorjahr

Von dpa
Aktualisiert am 10.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Geschlossen wegen Covid-19 (Symbolbild): Das war 2021 fĂŒr deutlich weniger Firmen Thema als noch im Vorjahr.
Geschlossen wegen Covid-19 (Symbolbild): Das war 2021 fĂŒr deutlich weniger Firmen Thema als noch im Vorjahr. (Quelle: Bihlmayerfotografie/imago-images-bilder)
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Die Zahl der Unternehmen, die Insolvenz anmelden mussten, ist in diesem Jahr deutlich gesunken. Und das, obwohl Corona-Sonderregeln ausliefen. Vor einer Sache warnen Experten allerdings.

Staatliche Hilfsmilliarden und Ausnahmeregelungen haben eine Welle an Firmenpleiten in Deutschland verhindert. Von Januar bis einschließlich September dieses Jahres meldeten die Amtsgerichte 10.682 beantragte Unternehmensinsolvenzen.

Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Freitag 14,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das Niveau der nicht von der Corona-Krise betroffenen ersten neun Monaten des Jahres 2019 wurde noch deutlicher unterschritten, um 25,7 Prozent.

Mehr Insolvenzen bei wirtschaftlich wichtigeren Firmen

"Der rĂŒcklĂ€ufige Trend der vergangenen Monate setzte sich somit auch nach Auslaufen vieler Sonderregelungen, wie der ausgesetzten Insolvenzantragspflicht fĂŒr ĂŒberschuldete Unternehmen, bis September 2021 fort", bilanzierten die Wiesbadener Statistiker. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform erwartet fĂŒr das Gesamtjahr 14.300 Firmenpleiten – ein Rekordtief.

Allerdings meldeten von Januar bis einschließlich September 2021 nach Angaben des Bundesamtes mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz an als im Vorjahreszeitraum. Daher erhöhten sich die voraussichtlichen Forderungen der GlĂ€ubiger von etwa 39,3 Milliarden Euro auf rund 45,5 Milliarden Euro.

Immer mehr Firmen hĂ€ngen von staatlicher UnterstĂŒtzung ab

Um eine Pleitewelle infolge der Pandemie abzuwenden, hatte der Staat die Pflicht zum Insolvenzantrag bei Eintritt von Überschuldung oder ZahlungsunfĂ€higkeit zeitweise ausgesetzt. Seit dem 1. Mai gilt die Insolvenzantragspflicht wieder in vollem Umfang. Daher war mit einem Anstieg der Insolvenzen gerechnet worden. Ausnahmen gibt es noch fĂŒr Betriebe, die im Sommer SchĂ€den durch Starkregen oder Überflutungen erlitten haben.

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Das Leibniz-Institut fĂŒr Wirtschaftsforschung Halle (IWH), das monatlich einen Insolvenztrend veröffentlicht, sieht anhand einer Auswertung fĂŒr November einen Trend zu etwas mehr Firmenpleiten.

"Wir rechnen fĂŒr die nĂ€chsten beiden Monate mit einer weiter leicht steigenden Zahl an Insolvenzen bei Personen- und Kapitalgesellschaften", sagte IWH-Forscher Steffen MĂŒller Anfang dieser Woche.MĂŒller gab zugleich zu Bedenken, derzeit steige "jeden Monat die Zahl der Unternehmen, die nur durch staatliche UnterstĂŒtzungsprogramme im Markt bleiben können".

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  • Mauritius Kloft
Von Mauritius Kloft
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