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Meinung
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Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema. Niemand muss diese Meinung übernehmen, aber sie kann zum Nachdenken anregen.

Kaufen, wenn die Kanonen donnern

Eine Kolumne von Jessica Schwarzer

Aktualisiert am 24.02.2022Lesedauer: 3 Min.
Grenzzaun in der Ukraine (Symbolbild): Die Kriegsgefahr zwischen Russland und der Ukraine treibt auch die Börsianer um.
Grenzzaun in der Ukraine (Symbolbild): Die Kriegsgefahr zwischen Russland und der Ukraine treibt auch die Börsianer um. (Quelle: dpa-bilder)
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Die Unsicherheit an der Börse ist groß. Die Ukraine-Krise ist eskaliert. Doch was sollten Anleger tun? Also nichts wie raus aus Aktien?

Die Ukraine-Krise treibt auch Börsianer um. Mittlerweile hat Russland das Land angegriffen. Infolgedessen stürzte die Börse ab. Auch den Dax hatte es getroffen. Gold ist als Krisenwährung gefragt. Aktien scheinen in dieser Phase riskant zu sein. Zumindest auf den ersten Blick.

Glaubt man aber zwei alten Börsenweisheiten, dann gibt es gerade jetzt richtig gute Chancen an der Börse. "Kaufen, wenn die Kanonen donnern", lautet die eine. Oder – etwas weniger drastisch, weniger makaber – die andere: "Politische Börsen haben kurze Beine." Aber stimmen sie auch?

Die Börse reagiert oft über

Krisen waren rückblickend eigentlich immer ein sehr guter Einstiegspunkt. Das gilt auch für Kriege oder drohende militärische Auseinandersetzungen. Das liegt unter anderem daran, dass die Börse oft überreagiert. Wenn Angst und Panik Investoren erfassen, wollen sie nur noch raus aus Aktien. Dann rauschen die Kurse in den Keller.

Gerade politische Krisen haben aber oft gar nicht so starke Auswirkungen auf die Wirtschaft wie erwartet, deshalb haben politische Börsen kurze Beine. Die Aufregung legt sich meist schnell. Anders ist es natürlich bei Kriegen.

Neben der menschlichen Tragödie gibt es auch eine wirtschaftliche. Wiederaufbau und wirtschaftliche Erholung dauern, trotzdem sind solche Phasen eine Chance für Anleger. Deshalb heißt es "Kaufen, wenn die Kanonen donnern". Wobei sich natürlich niemand einen Krieg wünscht. Es reicht an der Börse schon, wenn Drohungen und Warnungen "donnern".

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Die Börsenexpertin
Jessica Schwarzer ist Finanzjournalistin, Bestsellerautorin und langjährige Beobachterin des weltweiten Börsengeschehens. Die deutsche Aktienkultur ist ihr eine Herzensangelegenheit. Zuletzt ist ihr jüngstes Buch "Warum wirklich jeder entspannt reich werden kann" erschienen. Bei t-online schreibt sie alle zwei Wochen über Investments und Finanztrends, die eine breit gestreute Basis-Geldanlage ergänzen. Sie erreichen sie auf LinkedIn, Twitter, Facebook und Instagram.

Zugegeben, beide Börsenweisheiten klingen ziemlich nach Stammtischparole. Trotzdem kann ich ihnen einiges abgewinnen. Überhaupt bin ich ein Fan von Börsenweisheiten, weil sie uns animieren, anders auf die Märkte zu schauen: nicht immer nur das Tagesaktuelle im Kopf zu haben, sondern langfristiger zu denken und vor allem ein bisschen Abstand zu nehmen. Natürlich vereinfachen diese Börsenweisheiten extrem, trotzdem lohnt es sich, über ihre Botschaft nachzudenken.

Auf Anleger kommen unruhige Zeiten zu

Es stimmt sicherlich, was meine Kolumnisten-Kollegin Ursula Weidenfeld jüngst schrieb, nämlich dass auf Anleger unruhige Zeiten zukommen. Neben den politischen Krisen und der Kriegsgefahr, die hoffentlich gebannt wird, müssen die Märkte die hohen Energiepreise, die Inflation und die Zinswende verarbeiten. Die Schwankungen dürften in den kommenden Monaten höher sein, als wir es zuletzt gewohnt waren.

Weidenfeld kann der Börsenweisheit "Kaufen, wenn die Kanonen donnern" deshalb wenig abgewinnen. "Diese alte Börsenweisheit ist in diesen Tagen nur begrenzt anwendbar", schreibt sie. "Denn unabhängig von dem Konflikt mit Russland sind die Börsen durch die jahrelange Geldschwemme und durch die Inflation sehr hoch bewertet." Von mir kommt an dieser Stelle Einspruch.

Aktien sind eine wichtige Anlageklasse und sie bleiben alternativlos. Das waren sie schon immer. Sie mögen bereits recht teuer sein, zugegeben. Aber das waren sie in der Vergangenheit immer mal wieder. Und trotzdem bieten sie langfristig und bei breiter Risikostreuung eine Rendite von sechs bis acht Prozent pro Jahr – so viel wie keine andere Anlageklasse. Und das trotz aller Korrekturen und Crashs, trotz Krisen und sogar Kriegen. Ich persönlich sitze das stur aus, verkaufe nie, sondern kaufe nach, wenn das Anlagekonto gut gefüllt ist.

Gute Unternehmen zum Schnäppchenpreis

Wie ist das also mit den Kanonen, wie mit den politischen Börsen? Um solche Börsenphasen zu überstehen, braucht es gute Nerven und eine klare Strategie. Dazu die Überzeugung: Langfristig geht es wieder nach oben.

Die Krise als Chance zu sehen, fühlt sich oft irgendwie falsch an. Man stellt sich gegen die aktuelle Marktmeinung. Alle scheinen zu verkaufen, man selbst greift zu. Wir legen also antizyklisch an. Doch genau das ist an der Börse eine ziemlich gute Idee.

Denn wenn es abwärts geht, dann gibt es Sonderangebote. Viele gute Unternehmen mit extrem stabilen Geschäftsmodellen werden zu Unrecht abgestraft, ihre Aktien rauschen mit in die Tiefe. Warum also nicht zugreifen? Den besten Einstiegspunkt werden Sie dabei sicher nicht treffen, das ist nämlich reine Glückssache.

Aber wenn Sie langfristig investieren, ist das auch gar nicht so wichtig. Nutzen Sie die Chancen, die sich in unruhigen Börsenzeiten bieten. Nicht umsonst heißt es, dass die Grundsteine für die größten Vermögen in Krisenzeiten gelegt wurden.

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