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Thyssenkrupp rechnet mit Scheitern von Stahlfusion mit Tata

Pläne abgesagt  

Radikaler Umbau von Thyssenkrupp ist vorerst vom Tisch

10.05.2019, 11:48 Uhr | rtr

Thyssenkrupp rechnet mit Scheitern von Stahlfusion mit Tata. Logo von Thyssenkrupp: Der Konzern entstand aus der Fusion der Friedrich Krupp AG Hoesch-Krupp mit der Thyssen AG. (Quelle: imago images/Manfred Segerer)

Logo von Thyssenkrupp: Der Konzern entstand aus der Fusion der Friedrich Krupp AG Hoesch-Krupp mit der Thyssen AG. (Quelle: Manfred Segerer/imago images)

Der Industrieriese Thyssenkrupp wollte mit einer Mega-Fusion mit dem indischen Konkurrenten Tata und einer Konzernaufspaltung sein Stahlgeschäft stabilisieren. Beides kommt jetzt nicht zustande.

Der Industriekonzern Thyssenkrupp will die geplante Aufspaltung in zwei eigenständige Unternehmen absagen. Hintergrund ist, dass Thyssenkrupp und der indische Konzern Tata Steel davon ausgehen, dass die EU-Kommission die geplante Stahlfusion "nicht genehmigen wird", wie der Essener Konzern mitteilt. Der Thyssenkrupp-Vorstand habe daher die "strategischen Optionen für das Unternehmen neu bewertet" und werde dem Aufsichtsrat vorschlagen, die geplante Teilung abzusagen.

Aus für Stahlfusion

Die geplante Konzernaufspaltung in einen Industriegüter- und einen Werkstoffkonzern ist das ureigene Projekt von Konzernchef Guido Kerkhoff, der seit knapp einem Jahr im Amt ist. Doch wegen des Kursverfalls der Thyssen-Aktien mache die Aufspaltung keinen Sinn mehr, sagen Insider. Denn das konjunkturanfällige Werkstoffgeschäft sollte finanziell abgesichert werden, indem es an dem profitableren Industriegüterkonzern eine Beteiligung hält.

Je weniger Thyssenkrupp jedoch wert ist, desto höher müsste die Beteiligung des Werkstoffkonzerns sein. Zudem wurden die Kosten der Aufspaltung im Konzern auf rund eine Milliarde Euro geschätzt. Auch deshalb stellte die neue Aufsichtsratschefin Martina Merz dem Vernehmen nach das Vorhaben nochmal auf den Prüfstand. Stattdessen erwäge Konzernchef Guido Kerkhoff eine Holding-Struktur mit der Möglichkeit, die Aufzugssparte abzuspalten oder an die Börse zu bringen. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters


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