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Cannabis: Heilpflanze oder Rauschgift?


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Wirkung und Gefahren durch Cannabiskonsum

Von afp
26.10.2022Lesedauer: 3 Min.
Umstrittenes Thema: Die Meinungen zur Legalisierung von Cannabis sind gespalten.
Umstrittenes Thema: Die Meinungen zur Legalisierung von Cannabis sind gespalten. (Quelle: H. Tschanz-Hofmann/imago images)
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Schmerzlindernd oder eine Gesundheitsgefahr? Diese Frage bewegt aktuell viele Menschen. Ein Überblick über Wirkung und Gefahren von Cannabis.

Das Wichtigste im Überblick


  • Welche Wirkstoffe enthält Cannabis?
  • Welche Gesundheitsrisiken birgt Cannabis?
  • Welche weiteren Folgen drohen ?
  • Was hat es mit dem THC-Wert auf sich?
  • Warum wird Cannabis dann als Medizin eingesetzt?
  • Was ist dran an verunreinigtem Cannabis auf dem Schwarzmarkt?

Die Koalition treibt ihre Pläne zur Legalisierung von Cannabis voran: Am Mittwoch hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die Eckpunkte für die geplante Legalisierung vorgestellt.

Er gehe nicht davon aus, dass die Freigabe von Cannabis in Deutschland bereits im kommenden Jahr umgesetzt werde. Die Materie sei ausgesprochen komplex. "Die Erstellung dieser Eckpunkte war keine Kleinigkeit und in der Komplexität geht das über das hinaus, was durch einen schönen Sudoku-Abend abgerufen wird." Auch die Vorbereitung eines konkreten Gesetzes werde keine Kleinigkeit. "Ich könnte mir aber gut vorstellen, wenn alles gut läuft, dass dann 2024 die Legalität erreicht ist."


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Das Bundeskabinett hatte seine Vorschläge zur Legalisierung zuvor beschlossen. Es handelt sich noch nicht um einen Gesetzentwurf, sondern zunächst um Grundzüge des geplanten Vorhabens, die nun in Brüssel zur Prüfung vorgelegt werden. Die Pläne sollen nach Lauterbachs Worten nur weiterverfolgt werden, wenn sie einer europa- und völkerrechtlichen Prüfung standhalten.

Ein Überblick über gesundheitliche Aspekte des Cannabis-Konsums:

Welche Wirkstoffe enthält Cannabis?

Eine Hanfpflanze enthält mehrere hundert chemische Verbindungen, darunter neben den so genannten Cannabinoiden auch Substanzen anderer Stoffgruppen, wie Aminosäuren, Proteine, Zucker, Alkohole oder Fettsäuren. Die beiden wichtigsten Inhaltsstoffe von Cannabis sind Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Ihnen wird unter anderem eine schmerzlindernde, entzündungshemmende, appetitanregende, entspannende bis euphorisierende und krampflösende – dem THC dabei die berauschende – Wirkung zugeschrieben.

Welche Gesundheitsrisiken birgt Cannabis?

Gegner einer Legalisierung verweisen auf die Gefahr von Psychosen und anderen Schäden an Gesundheit und Psyche gerade für jüngere Menschen. Die Reifung des zentralen Nervensystems und des Gehirns ist Experten zufolge mit 20 Jahren noch nicht abgeschlossen. Je früher, häufiger und intensiver Cannabis konsumiert werde, desto größer sei beispielsweise das Risiko gerade für vorbelastete Menschen, an einer Psychose und Schizophrenie zu erkranken. Daneben berge ein chronischer Cannabiskonsum auch eine größere Wahrscheinlichkeit für körperliche Leiden wie Atemwegserkrankungen und Hodenkrebs.

Welche weiteren Folgen drohen ?

Neben dem kurzfristig berauschenden Gefühl verringert Cannabis die Aufmerksamkeit und schränkt die Psychomotorik ein, also die durch psychische Vorgänge beeinflussten Bewegungen wie Gehen und Sprechen. Das Risiko für Arbeits- und Verkehrsunfälle steigt. Jugendliche, die Cannabis nehmen, haben häufiger Schulprobleme und brechen ihre Ausbildung öfter ab.

Was hat es mit dem THC-Wert auf sich?

Der psychoaktiven Substanz Tetrahydrocannabinol wird der Hauptanteil der berauschenden Wirkung zugesprochen. Untersuchungen zufolge ist der THC-Wert in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Bei Cannabisharz, auch Haschisch genannt, verdreifachte sich der mittlere THC-Gehalt in etwa und bei Cannabisblüten verdoppelte er sich nahezu. Experten zufolge könnte damit auch eine Zunahme der Gesundheitsgefahren verbunden sein – was für Legalisierungsgegner ein weiteres Argument ist. So gehen auch die Meinungen darüber, ob nun auch der THC-Grenzwert beim Autofahren erhöht werden soll, auseinander.

Im Gegenzug ist laut Medizinern der Universität Ulm in vielen hochgezüchteten Cannabissorten der Gehalt an Cannabidiol, dem eine entspannende bis angstlösende Wirkung nachgesagt wird, gesunken. Dieses Missverhältnis zwischen viel THC und wenig CBD sei ein erhöhtes Risiko für Cannabis-Psychosen.

Warum wird Cannabis dann als Medizin eingesetzt?

Das ist ein ganz anderes Feld. In Deutschland ist die Verordnung von medizinischem Cannabis, Cannabisblüten oder Cannabisextrakten seit 2017 auf Rezept möglich. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten dann, wenn eine schwerwiegende Erkrankung vorliegt, für die andere Behandlungsmethoden bereits ausgeschöpft sind. Eingesetzt wird die Droge unter anderem bei chronischen Schmerzen, Tumorerkrankungen und Multipler Sklerose. Eine Cannabisagentur steuert und kontrolliert den Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken in Deutschland.

Was ist dran an verunreinigtem Cannabis auf dem Schwarzmarkt?

Das ist tatsächlich ein Problem. Der Deutsche Hanfverband, aber auch BKA und Zollkriminalamt warnen vor Cannabisprodukten mit synthetischen Cannabinoiden. Diese werden auf CBD-Hanf oder minderwertigen Cannabisblüten aufgetragen und sind laut Hanfverband bis zu hundertmal stärker als das in Cannabis enthaltene psychoaktive THC. Dadurch steige das Abhängigkeitspotenzial und die Gefahr einer Überdosierung. Zudem wird dem Hanfverband zufolge Gras mitunter mit allem Möglichen wie Sand, Haarspray, Talkum, Gewürzen, Glas oder Blei gestreckt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur AFP
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