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Mehr als ein Makel: Krampfadern frühzeitig behandeln lassen

Mehr als ein Makel  

Krampfadern frühzeitig behandeln lassen

31.10.2018, 05:08 Uhr | dpa

Mehr als ein Makel: Krampfadern frühzeitig behandeln lassen. Wer Krampfadern ein Stück weit vorbeugen will, sollte sich viel bewegen.

Wer Krampfadern ein Stück weit vorbeugen will, sollte sich viel bewegen. Foto: Bodo Marks. (Quelle: dpa)

Nürnberg (dpa/tmn) - Bläulich schimmernd schlängeln sie sich die Beine herauf: Krampfadern werden von vielen als Schönheitsmakel empfunden. Die veränderten Beinvenen können aber auch gesundheitliche Probleme verursachen. Anders als Besenreiser, die zwar unschön, aber nicht gefährlich sind.

Venenprobleme sind ein Volksleiden: Der Deutschen Gefäßliga zufolge sind rund 30 Millionen Menschen in Deutschland von Krampfadern oder einem Krampfaderleiden betroffen. Die leichteste Form sind Besenreiser. Hierbei zeigen sich die Venen auf der Haut fein verästelt. "In aller Regel sind sie eher nur ein kosmetisches Problem", sagt Thomas Noppeney aus dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin. Nur in seltenen Fällen verursachen Besenreiser Beschwerden.

Erkrankung der Venen

Krampfadern machen oft zunächst ebenfalls keine Probleme. Das kann sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Je früher die Behandlung erfolgt, desto besser. "Hinter Krampfadern verbirgt sich eine Erkrankung der Venen", erläutert Lothar Brümmer, Oberarzt der Capio Mosel-Eifel-Klinik, einer Fachklinik für Venenerkrankungen in Bad Bertrich (Rheinland-Pfalz). Venen transportieren Blut zum Herzen, gegen die Schwerkraft. In den Venen gibt es Klappen, die dafür sorgen, dass das Blut nicht nach unten sackt. Schließen diese Klappen nicht mehr richtig, kommt es zu einem Blutstau in den Beinen. In der Folge bilden sich Krampfadern.

Im sehr frühen Anfangsstadium kann die Einnahme von Venentabletten helfen. "Hierbei handelt es sich um rezeptfrei erhältliche pflanzliche Extrakte", sagt Ursula Sellerberg von der Bundesapothekerkammer. "Die Wirkung setzt in aller Regel erst nach einigen Wochen ein." In der Apotheke sind auch Venensalben erhältlich. Sie haben aber eher einen kühlenden, pflegenden Effekt.

Lassen mit Tabletten oder Salben die Beschwerden nicht nach oder verschlimmern sich die Symptome, ist ein Facharzt für Phlebologie oder Gefäßchirurgie gefragt. Denn unbehandelt kann es nicht nur zu Schmerzen in den Beinen, sondern auch zu Beingeschwüren und Thrombosen kommen.

Behandlungsarten

Der Arzt macht sich per Ultraschall ein Bild vom Zustand der Beinvenen. Manchmal reicht es aus, wenn der Patient Kompressionsstrümpfe trägt. Kleine Krampfadern lassen sich auch veröden. Dabei spritzt der Arzt ein Verödungsmittel oder eine Kochsalzlösung in die Vene. Dadurch verklebt das Gefäß. Sind die Krampfadern größer, werden sie mit einem speziellen Schaum verödet.

Ein weiteres Verfahren ist die Lasertherapie. Laserstrahlen erhitzen die Venenwand, wodurch sich das Gefäß zusammenzieht und verschließt. Sind die Krampfadern größer und schmerzhaft, werden die geschädigten Venenabschnitte mit sogenanntem Stripping komplett entfernt.

"Wichtig ist, den Patienten von vornherein zu sagen, dass einige Jahre nach einem Eingriff Krampfadern wieder auftreten können", sagt Noppeney. Das hat nicht zuletzt etwas mit der Lebensweise zu tun. Wer zum Beispiel beruflich überwiegend steht oder sitzt, läuft Gefahr, dass sich das Blut in den Venen staut. Ungünstig wirkt sich auch Übergewicht aus.

Venenleiden vorbeugen

Eine Venenschwäche kann aber auch erblich bedingt sein. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. "Warum das so ist, ist bislang wissenschaftlich nicht eindeutig erwiesen", erklärt Noppeney.

Wer vorbeugend etwas gegen Venenleiden tun möchte, sollte seine Beine des Öfteren hochlegen. "Auch bei ständigem Sitzen oder Stehen ist es möglich, immer mal wieder die Füße zu bewegen - das hilft zu verhindern, dass das Blut sich in den Beinen staut", sagt Sellerberg. Sporttreiben unterstützt die Beinvenen ebenfalls. Nach dem Duschen tut es den Beinen gut, wenn sie kalt abgebraust werden. Ebenfalls wichtig: viel trinken, etwa zwei Liter am Tag, und zwar überwiegend Wasser oder ungesüßter Tee.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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