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Impfkalender 2020/21: Empfehlungen der Stiko für Kinder-Impfungen

Impfkalender 2020/2021  

Diese Impfungen werden für Kinder empfohlen

18.02.2021, 11:49 Uhr | t-online.de, sms

Impfkalender 2020/21: Empfehlungen der Stiko für Kinder-Impfungen. Impfkalender: Diese Impfungen werden von der Ständigen Impfkommission für Kinder empfohlen. (Quelle: Getty Images/scyther5)

Impfkalender: Diese Impfungen werden von der Ständigen Impfkommission für Kinder empfohlen. (Quelle: scyther5/Getty Images)

Masern, Keuchhusten, Röteln: Kinder können gegen viele gefährliche Krankheiten geimpft werden. Jedes Jahr gibt die Ständige Impfkommission deshalb Empfehlungen für Kinderimpfungen heraus. 

Welche Impfungen brauchen Kinder und welche nicht? Die Ständige Impfkommission (Stiko) des Robert Koch-Instituts empfiehlt Eltern die Impfungen für ihre Kinder. Für gewöhnlich sind moderne Impfstoffe gut verträglich. Unerwünschte Arzneimittelwirkungen werden nur in ganz seltenen Fällen beobachtet. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt beraten.

Von der Stiko empfohlene Impfungen für Kinder

Wann?FolgeImpfung
6 Wochen1. ImpfungRotaviren
2 Monate1. ImpfungDiphtherie, Keuchhusten (Pertussis), Tetanus, Haemophilus influenzae Typ b (Hib), Kinderlähmung (Poliomyelitis), Hepatitis B, Pneumokokken
3 Monate2. ImpfungRotaviren
4 Monate2. ImpfungDiphtherie, Keuchhusten (Pertussis), Tetanus, Haemophilus influenzae Typ b (Hib), Kinderlähmung (Poliomyelitis), Hepatitis B, Pneumokokken
4 Monateggf. 3. ImpfungRotaviren
11 Monate3. ImpfungDiphtherie, Keuchhusten (Pertussis), Tetanus, Haemophilus influenzae Typ b (Hib), Kinderlähmung (Poliomyelitis), Hepatitis B, Pneumokokken
11 Monate1. ImpfungMasern, Mumps, Röteln, Varizellen
12 Monate1. ImpfungMeningokokken C
15 Monate2. ImpfungMasern, Mumps, Röteln, Varizellen

5 - 6 Jahre1. AuffrischimpfungTetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis)
9 - 14 Jahre1. Impfung + 2. ImpfungGebärmutterhalskrebs (HPV) - Standardimpfung für Mädchen.
Zwei Impfdosen im Abstand von sechs Monaten.
9 - 17 Jahre2. AuffrischimpfungTetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis)
9 - 17 Jahre1. AuffrischimpfungKinderlähmung (Poliomyelitis)
ab 18StandardimpfungMasern
ab 18Auffrischimpfung, bzw. NachholimpfungTetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis)
ab 60StandardimpfungPneumokokken, Herpes Zoster, jährlich: Grippe

Keuchhusten-Impfung für Schwangere empfohlen

Die Stiko empfiehlt zusätzlich zu den Impfungen für Kinder auch die Impfung gegen Keuchhusten für schwangere Frauen. Der richtige Zeitpunkt dafür ist der Beginn des 3. Trimenons. Wenn Sie eine Risikoschwangerschaft mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für eine Frühgeburt haben, dann sollte die Impfung sogar ins 2. Trimenon vorgezogen werden. 

Die Stiko betont zudem, dass die Impfung unabhängig von vorherigen Keuchhusten-Impfungen und in jeder Schwangerschaft erfolgen sollte. Das Ziel dieser Impfungen sei es, Erkrankungen und auch Todesfälle durch Keuchhusten bei Neugeborenen und Säuglingen zu verringern. 

Änderungen bei Impfempfehlungen

Seit 1994 wurden Säuglinge mit einer Sechsfachimpffung gegen Tetanus, Keuchhusten, Poliomyelitis, Haemophilus influenzae Typ B, Hepatitis B und Diphtherie geimpft. Dabei galt immer das 3+1 Schema. Im neuen Impfkalender wird ein reduziertes 2+1 Impfschema empfohlen. 

Künftig sollen Säuglinge mit drei Impfdosen im Alter von zwei, vier und elf Monaten geimpft werden. So wird die bisherige zweite Impfdosis im Alter von drei Monaten eingespart. Frühchen hingegen erhalten weiterhin das bisherige Schema mit einer zusätzlichen Impfung im dritten Monat. 

Zeitfenster für Impf-Nachzügler

Für Kinder, die im ersten Lebensjahr nicht gegen Diphtherie, Keuchhusten, Tetanus, Haemophilus influenzae Typ b (Hib), Kinderlähmung (Poliomyelitis), Hepatitis B und Pneumokokken geimpft wurden, oder bei denen die Impfserie nicht komplettiert wurde, sind Nachholimpfungen im Alter von 15 bis 23 Monaten ratsam. Das sollten Eltern mit dem Kinderarzt genauer besprechen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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