• Home
  • Politik
  • Ausland
  • Krisen & Konflikte
  • Konferenz in Br├╝ssel | Warum Geld f├╝r Syrien auch Europa hilft


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f├╝r einen TextUnion baut Vorsprung auf SPD ausSymbolbild f├╝r einen TextT├╝rkei sperrt Deutsche WelleSymbolbild f├╝r ein VideoAuf Gewitterfront folgt TemperatursturzSymbolbild f├╝r einen TextMann mit Armbrust bedroht PolizeiSymbolbild f├╝r einen TextHitzetote: Beunruhigender TrendSymbolbild f├╝r einen TextScheitert die E-Mobilit├Ąt an einem Rohstoff?Symbolbild f├╝r einen TextLebensmittelpreise werden weiter steigenSymbolbild f├╝r ein VideoMutige Heldentat um Orang-UtanSymbolbild f├╝r einen Text"Goodbye Deutschland"-Star 20 Kilo leichterSymbolbild f├╝r einen TextS├Ąngerin spricht ├╝ber ihre AbtreibungSymbolbild f├╝r einen TextWichtige Autobahn vier Tage lang gesperrtSymbolbild f├╝r einen Watson TeaserAlexander Klaws mit traurigen WortenSymbolbild f├╝r einen TextErdbeersaison auf dem Hof - jetzt spielen

Warum Geld f├╝r Syrien auch Europa hilft

  • Johannes Bebermeier
Eine Analyse von Johannes Bebermeier

Aktualisiert am 26.04.2018Lesedauer: 3 Min.
Menschen in den Stra├čen der zerst├Ârten Stadt Duma in Syrien: Frieden hat die Br├╝sseler Syrien-Konferenz nicht gebracht. Aber immerhin Geld f├╝r die Menschen.
Menschen in den Stra├čen der zerst├Ârten Stadt Duma in Syrien: Frieden hat die Br├╝sseler Syrien-Konferenz nicht gebracht. Aber immerhin Geld f├╝r die Menschen. (Quelle: Ali Hashisho/Reuters-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Mit der Syrien-Konferenz in Br├╝ssel ist das Land einem Frieden kein St├╝ck n├Ąher gekommen. Ist sie gescheitert? Nicht ganz. Das gesammelte Geld ist f├╝r die Syrer wichtig ÔÇô und f├╝r Europa.

Die traurige Geschichte des syrischen B├╝rgerkriegs l├Ąsst sich als Geschichte gescheiterter Friedenskonferenzen erz├Ąhlen. Sie beginnt Ende 2011, kurz nachdem der Konflikt im M├Ąrz mit einer Demonstration gegen Pr├Ąsident Baschar al-Assad in Damaskus begonnen hatte. Die Arabische Liga versuchte sich damals daf├╝r einzusetzen, dass Regierung und Opposition miteinander sprechen statt aufeinander zu schie├čen.

Ohne Erfolg ÔÇô und l├Ąngst in Vergessenheit geraten. So wie die meisten der mehr als zwanzig weiteren Syrien-Konferenzen, die in den sieben Jahren B├╝rgerkrieg folgen werden.

Viele Konferenzen, kein Frieden

Um den ├ťberblick zu behalten, benennen Kenner die wichtigsten Konferenzen nur noch mit einer Kombination aus Ortsnamen und r├Âmischen Ziffern: Genf I , Genf II, Genf III bis hin zu Genf IX. Oder Astana I bis IX. Genf steht f├╝r die Konferenzen der Vereinten Nationen (UN), im Juni 2012 fand die erste statt. Die Astana-Gespr├Ąche wurden Ende 2016 auf Initiative Russlands begr├╝ndet. Doch es gab auch noch Wien, Sotschi, Ankara und andere.

Akteure und Ziele der Konferenzen unterscheiden sich zum Teil. Allen gemein ist: Sie sind gescheitert. Einem Frieden ist Syrien in sieben Jahren nicht n├Ąher gekommen.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
B├Âses Erwachen
Wladimir Putin: Dreht er uns das Gas ab?


Das ├Ąndert sich auch nicht mit der Konferenz, die jetzt in Br├╝ssel zu Ende gegangen ist. Es handelt sich dabei um Br├╝ssel II. Schon vergangenes Jahr gab es diese Konferenz, die zwei gro├če Ziele verfolgt: Geld f├╝r die Menschen in Syrien sowie die in Nachbarl├Ąnder gefl├╝chteten Syrer sammeln. Und den Friedensprozess voranbringen.

Geld gab es, Frieden nicht. Das haben Br├╝ssel I und II gemein.

Viele Akteure, viele Interessen

Dass es keinen Frieden gibt, hat vor allem zwei Gr├╝nde. Zum einen hat sich der B├╝rgerkrieg zwischen Opposition und Regierung in Syrien mit den Jahren zu einem Stellvertreterkonflikt mit vielen Beteiligten entwickelt. Grob gesagt: Der Westen unter F├╝hrung der USA unterst├╝tzt die moderateren Kr├Ąfte der zersplitterten und zum Teil islamistischen Opposition. Russland unterst├╝tzt die Assad-Regierung. Aber auch Staaten wie die T├╝rkei und der Iran verfolgen eigene Interessen.

Zum anderen wird seit sieben Jahren die gleiche Frage diskutiert ÔÇô ohne Ergebnis: Kann Assad nach dem B├╝rgerkrieg Pr├Ąsident bleiben? Der Westen sagt: zumindest auf lange Sicht nicht. Russland, einer der letzten Verb├╝ndeten Assads, sieht das anders. Auch wenn einige Beobachter glauben, dass Russland nicht unbedingt darauf bestehen w├╝rde, Assad um jeden Preis als Staatschef zu halten.

Doch selbst wenn man sich auf ein Syrien ohne Assad einigen k├Ânnte: Wie soll man Assad davon ├╝berzeugen?

Umsonst war Br├╝ssel II nicht

Den festgefahrenen Friedensprozess konnte auch Br├╝ssel II nicht wirklich voranbringen, das war auch nicht zu erwarten. Vergeblich war die Konferenz trotzdem nicht. Denn Geld ist zwar kein Frieden, aber Geld ist auch nicht nichts. Durch den B├╝rgerkrieg sind 13 Millionen Syrer auf der Flucht. 6,3 Millionen innerhalb Syriens und die meisten anderen in den Nachbarl├Ąndern wie der T├╝rkei, dem Libanon und Jordanien. Um sie an Ort und Stelle versorgen zu k├Ânnen, braucht es das nun in Br├╝ssel eingesammelte Geld.

Wie im vergangenen Jahr d├╝rfte ein Gro├čteil des Geldes ├╝ber das Weltern├Ąhrungsprogramm der UN bei den Menschen ankommen. Das ist wichtig f├╝r die Syrer selbst. Aber es liegt auch im Eigeninteresse Europas.

Denn viele der Fl├╝chtlinge, die 2015 auf dem H├Âhepunkt des Zuzugs nach Europa kamen, waren aus Syrien und den Nachbarl├Ąndern weitergezogen ÔÇô aus einem simplen Grund: Sie waren hungrig. Dar├╝ber sind sich Beobachter weitgehend einig. Das Weltern├Ąhrungsprogramm hatte seine Hilfe f├╝r die syrischen Fl├╝chtlinge in der Region stark k├╝rzen m├╝ssen, weil die Staaten nicht genug Geld eingezahlt hatten.

Noch nicht so viel Geld wie erhofft

Der Chef des Weltern├Ąhrungsprogramms, David Beasley, stellte nun in Br├╝ssel eine simple Rechnung auf: Es koste 50 Cent am Tag, einen Syrer in Syrien oder der Region zu ern├Ąhren. Und in Deutschland: 50 Euro.

Die Staaten haben in Br├╝ssel nun bislang 4,4 Milliarden US-Dollar zugesagt und somit das Ziel von mehr als sieben Milliarden klar verfehlt. Weil unter anderem die USA noch keine festen Zusagen gemacht haben, hoffen die UN aber, dass dieses Jahr noch mehr zusammenkommt.

Syrien wieder aufzubauen, kostet Sch├Ątzungen zufolge 200 Milliarden US-Dollar. So oder so reicht das Geld also nur f├╝r das N├Âtigste ÔÇô selbst im besten Fall. Im Syrien-Konflikt ist aber auch das schon ein Erfolg.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Fabian Reinbold, Schloss Elmau
Ein Gastbeitrag von Anja Langenbucher
AnkaraBr├╝sselDamaskusEuropaRusslandSyrienT├╝rkeiUSA
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website