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Gendersprache, "Zigeunersauce", Hautfarben: Warum die Wut wächst

Umstrittene Identitätspolitik  

Warum die Wut wächst

09.05.2021, 12:23 Uhr
Gendersprache, "Zigeunersauce", Hautfarben: Warum die Wut wächst. Wolfgang Thierse, Friedrich Merz und Thomas Gottschalk (v.l.): Sie mischen – beabsichtigt oder nicht – in der identitätspolitischen Debatte mit. (Quelle: t-online)

Wolfgang Thierse, Friedrich Merz und Thomas Gottschalk (v.l.): Sie mischen – beabsichtigt oder nicht – in der identitätspolitischen Debatte mit. (Quelle: t-online)

Gendersprache, "Zigeunersauce", Hautfarben: Die Debatten um Identitätspolitik werden immer schärfer, teils auch unversöhnlich. Aber was steckt eigentlich dahinter? 

Der CDU-Politiker Friedrich Merz beklagt einen zunehmenden Einfluss von "Gender-Leuten" auf die Sprache, SPD-Urgestein Wolfgang Thierse prangert in einem Essay eine überbordende "Identitätspolitik" an, und eine WDR-Talkshow löst massive Kritik aus, weil dort neben Thomas Gottschalk ausschließlich weiße Menschen über den Begriff "Zigeunersauce" diskutieren: Unter dem Schlagwort Identitätspolitik wird auch in Deutschland immer heftiger und teils auch unversöhnlich diskutiert. In den USA wird ihren Vertretern gar vorgeworfen, eine Mitschuld an Donald Trumps Wahlsieg 2016 gehabt zu haben. Aber was bedeutet das eigentlich genau, Identitätspolitik? 

Linke und rechte Identitätspolitik

Zunächst muss eine wichtige Unterscheidung getroffen werden. In der aktuellen Debatte geht es vor allem um die linke Identitätspolitik. Es gibt auch rechte Identitätspolitik, die sich – im Gegenteil zu der linken – relativ schnell erklären lässt. Rechte Identitäre streben eine kulturell homogene Gesellschaft an, nach dem Schlagwort "Deutschland den Deutschen". Dabei sprechen sie Deutschen, deren Vorfahren nicht hier gelebt haben, das Recht ab, sich als Deutsche zu bezeichnen, selbst wenn sie deutsche Staatsbürger sind. Sie definieren praktisch zwei Lager: Auf der einen Seite sind die "wahren" Deutschen, auf der anderen die "Fremden", die es fernzuhalten gelte. In der Regel geht das mit Vorurteilen und Intoleranz einher, die häufig in Hass und Gewalt umschlagen. 


Auch bei der linken Identitätspolitik gibt es ausschließende Tendenzen, dazu gleich mehr. Zunächst zur Definition: Einem Lexikon der Soziologie zufolge werden darunter "emanzipatorische Bewegungen diskriminierter sozialer Gruppen" verstanden. Ein berühmtes Beispiel ist demnach die afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung in den USA.

Im Gabler Wirtschaftslexikon heißt es, die Identitätspolitik mache Diskriminierung und Benachteiligungen deutlich und angreifbar. Betroffene, also etwa "Frauen, Homosexuelle, Vegetarier und Veganer, People of Color (PoC), Ureinwohner, Obdachlose und Sexarbeiter" entwickeln ein "neues Zusammengehörigkeitsgefühl und ein neues Selbstbewusstsein" und gewinnen Verbündete für ihre Forderung, stärker in die Gesellschaft einbezogen zu werden. 

Anerkennung von Vielfalt und Gleichheit

Die Idee dahinter: Wenn sich Betroffene von Diskriminierung nicht selbst um ihre Anliegen kümmern, tut es keiner. Wer macht auf den Alltagsrassismus in Deutschland aufmerksam, wenn nicht die, die darunter leiden? Und wer auf Sexismus? Identitätspolitik wird somit als eine Reaktion auf Diskriminierung gesehen, aber auch als ein direktes Einfordern von Teilhabe. Darin sieht beispielsweise die Literaturwissenschaftlerin Andrea Geier den entscheidenden Unterschied zu rechter Identitätspolitik: Es gehe um die Anerkennung von Vielfalt und Gleichheit, sagte sie kürzlich im Deutschlandfunk. 

Eine "Black Lives Matter"-Demonstration in London: Nachdem der Schwarze George Floyd 2020 von einem weißen Polizisten getötet wurde, wurde weltweit unter diesem Motto demonstriert.  (Quelle: Getty Images/Daniel Leas-Olivas/AFP)Eine "Black Lives Matter"-Demonstration in London: Nachdem der Schwarze George Floyd 2020 von einem weißen Polizisten getötet wurde, wurde weltweit unter diesem Motto demonstriert. (Quelle: Daniel Leas-Olivas/AFP/Getty Images)

Diskriminierung ist auch in Deutschland allgegenwärtig. Menschen mit einem migrantisch klingenden Namen haben es bei der Wohnungssuche und auf dem Arbeitsmarkt deutlich schwerer. Frauen verdienen auch in gleichen Positionen noch immer weniger als Männer – und Homosexuelle haben noch immer mit dem Vorurteil zu kämpfen, sie seien nicht "normal". In einer Civey-Umfrage von 2018 sagten 43 Prozent der Befragten, es störe sie, wenn zwei Männer sich in der Öffentlichkeit küssen. 

Die Schriftstellerin und Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal beschreibt, wie Menschen, die in Deutschland von Rassismus betroffen sind, lange kein Gehör fanden. "Wir führen gerade zum ersten Mal in Deutschland eine breite, große Rassismusdebatte", sagte Sanyal kürzlich in einer Podiumsdiskussion der Universität Münster. Und in dieser Debatte sprechen diese Menschen nun für sich selbst. 

Dass mittlerweile verstärkt über Rassismus oder auch Sexismus diskutiert wird, hat viel mit Bewegungen wie #MeToo und Black Lives Matter zu tun. Sie erreichten Millionen Menschen. Die Ehe für alle wurde 2017 legalisiert, seit einigen Jahren wird auch verstärkt darüber diskutiert, wie die Belange von Ostdeutschen sichtbarer gemacht werden können. Alle diese Bestrebungen gehen darauf zurück, dass Betroffene sich dafür starkgemacht haben – und damit in der Gesellschaft eine Debatte ausgelöst haben.

Akzeptanz endet an bestimmten Punkten

"Schaut man sich die empirischen Daten an, etwa Umfragen zum Adoptionsrecht für Homosexuelle oder zur Anerkennung von Transgender-Identitäten, zeigt sich, dass die deutsche Gesellschaft insgesamt relativ liberal ist, es also nur einen kleinen Teil von Menschen gibt, die Genanntes ablehnen", sagte der Soziologe Steffen Mau kürzlich dem "Philosophie-Magazin".

Mau beschreibt in dem Interview allerdings auch sogenannte Triggerpunkte, die er an der Berliner Humboldt-Universität derzeit untersucht. Das sind Punkte, "an denen größere Teile der Bevölkerung Gleichstellungsforderungen nicht mehr teilen", so Mau. Oft sei das der Fall, wenn die Mehrheit diese Forderungen als nicht mehr gerecht empfindet. Als Beispiele nennt er spezielle Schwimmzeiten in öffentlichen Bädern für Transgender-Personen oder neue Sprachregelungen. 

Beispiel gendergerechte Sprache

Ein anderes Beispiel ist die gendergerechte Sprache – eines der wohl am heißesten umstrittenen Themen derzeit. Verfechter argumentieren, dass die Sprache die Realität forme: Wenn also Frauen und Transgender-Personen in der Sprache sichtbarer seien, dann seien sie es auch im Alltag. Gegner argumentieren, die gendergerechte Sprache sei kompliziert und nicht alltagstauglich. Sie kritisieren außerdem, dass eine Art Zwang entstehe, diese Sprache zu nutzen. Auch das Argument, dass die Ästhetik der deutschen Sprache verhunzt werde, wird genannt. 

In dieser Frage ist auch die Bevölkerung gespalten. In einer Umfrage des Instituts YouGov gaben kürzlich nur 14 Prozent an, dass Sprache Gleichberechtigung ausdrücken muss. 36 Prozent hatten keine Lust, sprachliche Änderungen im Arbeitsalltag einzuführen, und 41 Prozent sagten, es sei zwar wichtig, aber man könne es auch übertreiben. Andere Umfragen legen nahe, dass es eine gesellschaftliche Mehrheit gegen den Einsatz gendergerechter Sprache gibt, wobei die Ansichten in unterschiedlichen Milieus und politischen Lagern differieren

Kritik an der Identitätspolitik

Das führt zur Kritik an der Identitätspolitik, die oft lautet: Eine Gruppe will ihre Partikularinteressen durchsetzen, sie gewissermaßen der Mehrheit aufdrücken. Dadurch polarisiere sich die Gesellschaft, und die tatsächlichen Probleme fielen unter den Tisch. Auch von linker Seite wird insbesondere kritisiert, es werde zu viel über Sexismus oder Rassismus diskutiert, und dafür nicht mehr über die "Klassenfrage". So schreibt die Linkenpolitikerin Sahra Wagenknecht beispielsweise: "Dominiert wird das öffentliche Bild der gesellschaftlichen Linken heute von einem Typus, den wir den Lifestyle-Linken nennen, weil für ihn im Mittelpunkt linker Politik nicht mehr soziale und politökonomische Probleme stehen, sondern Fragen des Lebensstils, der Konsumgewohnheiten und moralische Haltungsnoten."

Einer der bekanntesten Politikwissenschaftler der USA ist Francis Fukuyama. Er sieht es so: Die Linke habe in den vergangenen Jahren ihre Politik hauptsächlich um Identitätsgruppen aufgebaut. Das sei ein Problem: "Wenn sich linke Politik nur noch darauf verlegt, das Streben nach Würde für diese Gruppen durchzusetzen, gibt es andere, die sich vernachlässigt fühlen", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Die Linke verfalle in ein Klein-Klein und schaffe es nicht mehr, übergreifend Menschen zu verbinden. Fukuyama sieht darin eine Gefahr für die nationale Identität, die sich so immer weiter zersplittere – und es schließlich populistischen Kräften leichter mache, Menschen aus der weißen Arbeiterschicht für sich zu gewinnen.

Francis Fukuyama: Der Politikwissenschaftler sieht Identitätspolitik als Gefahr. (Quelle: Getty Images/Astrid Stawiarz)Francis Fukuyama: Der Politikwissenschaftler sieht Identitätspolitik als Gefahr. (Quelle: Astrid Stawiarz/Getty Images)

Der Politikwissenschaftler beschrieb es in einer Rede 2019 mit Blick auf die USA so: "Diese Leute (weiße Amerikaner aus der Arbeiterschaft, Anm. d. Red.) sehen sich selbst so, als würden sie in einer Schlange anstehen, und in der Ferne ist eine Tür, über der geschrieben steht: 'Der amerikanische Traum'. Und sie warten alle darauf, durch diese Tür (...) zu gehen. Sie gründen Familien, gehen jeden Tag zur Arbeit – und plötzlich sehen sie Leute, die sich vor ihnen in die Schlange drängeln. Ein paar davon sind schwarz, ein paar davon sind Frauen, ein paar sind Schwule und Lesben und ein paar andere syrische Flüchtlinge. Und die Leute, die ihnen beim Vordrängeln helfen, sind (...) gebildete Menschen, Leute aus der Kunst oder aus den Medien und aus den beiden politischen Parteien, von denen sie weithin ignoriert wurden."

Veränderung der Gesellschaft

Neben Fukuyama schlussfolgern auch andere Autoren daraus, dass dieses Phänomen zumindest indirekt zum Aufstieg rechtspopulistischer Kräfte beigetragen habe: In den USA zu Donald Trump, in Europa etwa zum Brexit oder zum französischen Front National (mittlerweile Rassemblement National). Also zu politischen Kräften, die es schaffen, das Verlangen nach "Würde" in weißen Schichten anzusprechen, deren Belange in der linken Identitätspolitik nicht auftauchen. 

Der Kritik wird entgegengehalten, dass ein solches Verständnis auf einer falschen Grundvoraussetzung beruhe. Dass nämlich – stark vereinfacht – das Weiße, Männliche, Heterosexuelle als das Normale gelte, während alles andere aber als Partikularinteressen abgestempelt werde. Aus diesem Grund lehnen viele Kritiker auch den Begriff "Identitätspolitik" ab, es gehe eben nicht um die Belange kleiner Minderheiten, sondern um große gesellschaftliche Themen.

"Verletzung der eigenen Würde"

Warum aber werden Debatten so heftig und teils auch unversöhnlich geführt? Politikwissenschaftler Fukuyama sagte dazu der "Süddeutschen Zeitung": "Wenn man beginnt, Politik um feststehende Identitäten zu organisieren, wird das Verhandeln schwierig." Es gehe dann nämlich nicht um Steuererleichterungen, sondern um Respekt. "Eine Verletzung der eigenen Identität ist eine Verletzung der eigenen Würde – und die Wut darüber viel größer als bei einer Meinungsverschiedenheit über Steuern."

In Deutschland entzündete sich die Debatte um Identitätspolitik kürzlich erneut, nachdem der SPD-Politiker Wolfgang Thierse in einem Essay in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" fragte: "Wie viel Identitätspolitik stärkt die Pluralität unserer Gesellschaft, ab wann schlägt sie in Spaltung um?" Er führte dazu aus, dass sich die Debatte oft aggressiv entwickle, eine Diskussion nicht mehr zustande komme. 

Cancel Culture – was ist das eigentlich?

In dieser Debatte fällt oft das Schlagwort "Cancel Culture", übersetzt Boykott-Kultur. Es bezieht sich meist auf das linke Spektrum, dabei gibt es auch Beispiele von rechter bzw. konservativer Seite. Das Schreckgespenst der linken "Cancel Culture", welches vielen Kritikern vorschwebt, lässt sich am besten anhand eines Blickes in die USA nachvollziehen. Dort tobt diese Debatte heftiger und offensichtlicher als hierzulande. 

Zwei der berühmtesten, natürlich umstrittenen Beispiele: 

► Donald McNeil, langjähriger Gesundheitsreporter bei der "New York Times", wiederholte bei einer Studienreise mit Schülern 2019 in einer Unterhaltung einen rassistischen Begriff. Er soll ihn zwar nicht beleidigend, sondern erklärend gemeint haben, aber Eltern warfen ihm zwei Jahre später vor, sich weitere verbale Fehltritte geleistet zu haben. Zunächst wurde er in der Redaktion versetzt, nach massivem Druck auch aus der Redaktion gab er seinen Job schließlich auf. Rund um die Zeitung entbrannte daraufhin eine Diskussion über Sprachverbote, Rassismus und Denunziantentum.  

► Alexi McCammond sollte eigentlich Chefredakteurin bei der "Teen Vogue" werden, verzichtete aber schließlich auf den Job. Als 17-Jährige, vor etwa zehn Jahren, hatte sie auf Twitter als rassistisch aufgefasste Beiträge verfasst. So schrieb sie etwa, sie google, wie sie nicht mit "asiatischen, geschwollenen Augen aufwachen" müsse. In einem anderen Tweet beschimpfte sie eine asiatische Dozentin. Ihre Entschuldigung von 2019 (McCammond sagte, ihre Tweets seien unsensibel gewesen) kritisierten viele als nicht ausreichend: Sie hätte bekennen müssen, dass diese rassistisch gewesen seien, wurde verlangt. "Amerika hat seine Fähigkeit vergessen zu vergeben", kommentierte hingegen "The Atlantic". 

"Ein Falschmeinender wird man schnell"

In den meisten Fällen läuft es so: Auslöser ist eine Aussage, die als diskriminierend, weil rassistisch oder sexistisch, empfunden wird. Darauf folgt Empörung: Menschen machen ihrem Ärger in sozialen Netzwerken Luft, kritisieren die Person oder das Unternehmen. So weit, so alltäglich. Dann gibt es Fälle, in denen die Kritik besonders stark wird und konkrete Auswirkungen auf das Leben der Person hat – indem diese zum Beispiel ihren Job verliert oder von Veranstaltungen ausgeladen wird. "Ein Falschmeinender wird man schnell", schrieb der in den USA lebende Politikwissenschaftler Yascha Mounk vergangenes Jahr in der "Zeit" über die dortige Debattenkultur. 

Auch in Deutschland gibt es Fälle, in denen ein Proteststurm dafür sorgte, dass unliebsame Beiträge entfernt wurden. Der Satiriker Dieter Nuhr bezeichnete sich als Opfer von "Cancel Culture", nachdem die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) einen Kampagnenbeitrag gelöscht hatte, in dem er für die Wissenschaft warb. Kritiker wiesen vor allem auf Nuhrs Aussagen zur Klimabewegung "Fridays For Future" und Greta Thunberg hin, über die er sich in seinen Shows herablassend geäußert habe. Später stellte die DFG den Beitrag wieder online und entschuldigte sich wiederum für die "vorschnelle" Löschung.

Dass das auch von anderer Seite funktioniert, zeigt ein anderes Beispiel. Der WDR-Kinderchor adaptierte Ende Dezember 2019 das Lied "Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad" und sang dazu: "Meine Oma ist ne alte Umweltsau". Auch das sorgte in sozialen Netzwerken für eine Empörungswelle und schließlich dafür, dass der WDR das Video löschte, sich entschuldigte und die Veröffentlichung als einen Fehler bezeichnete. Dabei spielte auch eine Rolle, dass sich der WDR aus staatlichen Rundfunkbeiträgen finanziert. 

Verantwortliche wählten radikalste Methode

Beide Beispiele – so unterschiedlich sie sind – eint, dass weder Nuhr noch der WDR-Kinderchor gegen die Meinungsfreiheit verstoßen haben. Ihre Beiträge störten zahlreiche Menschen aber erheblich. Anstatt in diesem Moment widersprüchliche Meinungen und Kritik auszuhalten, entschieden sich die Verantwortlichen für die radikalste Methode: die Löschung. 

Unsere Gesellschaft steckt also mitten in einem Aushandlungsprozess, in dem es neben den tatsächlichen Themen um Diskriminierung oder Teilhabe immer mehr darum geht, wie die Debatte geführt wird. Dabei stehen nicht ausschließlich Themen der Identitätspolitik im Vordergrund, wie auch die beiden genannten Beispiele aus Deutschland zeigen. 

Wie also umgehen damit, dass Diskussionen teils so hochemotional geführt werden? Wut, sagte Soziologe Steffen Mau im "Philosophie-Magazin", kann eine legitime politische Ressource sein, eine Antriebskraft zur Mobilisierung, sie kann auch Impulse setzen. Aber: "Es wäre naiv zu glauben, dass sich in der Sprache der Wut Probleme bearbeiten lassen." Dafür brauche es Austausch, Konsens und Kompromiss.

Was also könnten Lösungsansätze sein? Damit hat sich etwa t-online-Kolumnistin Lamya Kaddor auseinandergesetzt. In ihrem Text lesen Sie, warum man empörte Reaktionen zu einem gewissen Grad einfach aushalten sollte, und was passieren muss, damit wir am Ende nicht als atomisierte Gesellschaft dastehen. 

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