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Ukraine-Krieg | Eisenbahnbrücke wohl durch Sprengsatz beschädigt


Newsblog zum Ukraine-Krieg
Russland: Eisenbahnbrücke wohl durch Sprengsatz beschädigt

Von dpa, afp, reuters, LMK, bm, csi, sic, cc, lex, lec, das, fho

Aktualisiert am 04.03.2024Lesedauer: 46 Min.
imago 93172480Vergrößern des BildesEin Zug transportiert russisches Militärgerät über eine Brücke bei Samara (Archivbild): Eine Eisenbahnbrücke in der Region wurde wohl durch einen Sprengsatz beschädigt. (Quelle: imago-images-bilder)
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Präsident Selenskyj fordert vom Westen Härte gegenüber Putin. Unterdessen steigt die Zahl der toten Kinder in Odessa weiter. Mehr Informationen im Newsblog.

Agentur: Botschafter wohl doch nicht einbestellt

9.27 Uhr: Wie die Deutsche Presse-Agentur meldet, war das Gespräch zwischen dem deutschen Botschafter Alexander Graf Lambsdorff und dem russischen Außenministerium schon länger geplant. Russische Medien berichten hingegen, es handele sich um eine Einbestellung (vgl. Eintrag um 8.23 Uhr). Weder die Pressestelle noch der Botschafter selbst waren zunächst für eine Stellungnahme erreichbar.

Tass: Eisenbahnbrücke durch Sprengsatz beschädigt

9.22 Uhr: In der Nähe der russischen Stadt Samara ist der russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge eine Eisenbahnbrücke durch die Detonation eines Sprengsatzes beschädigt worden. Der Eisenbahnverkehr über die Brücke sei unterbrochen worden, teilte die Russische Eisenbahn am Montag mit. Es sei ein "illegaler Eingriff" festgestellt worden. Es seien keine Verletzten gemeldet worden, aber der Verkehr über die Brücke sei eingestellt worden. Russland hat in den letzten Monaten eine Reihe von Angriffen auf seine Industrie- und Logistikinfrastruktur gemeldet, für die es die Ukraine verantwortlich machte. Die Region Samara liegt an der Wolga im Südwesten Russlands und ist eines der Schwerindustriezentren des Landes.

Tass: Russland bestellt deutschen Botschafter ein

8.23 Uhr: Das russische Außenministerium hat offenbar den deutschen Botschafter Alexander Graf Lambsdorff wegen der Taurus-Abhöraffäre (mehr dazu lesen Sie hier) einbestellt. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf einen nicht näher genannten Insider. Botschafter Alexander Graf Lambsdorff sei am Montagmorgen am Ministerium eingetroffen, ohne sich gegenüber Journalisten zu äußern, berichteten russische Nachrichtenagenturen.

Zahl der Todesopfer in Odessa steigt weiter

3.20 Uhr: Nach dem schweren russischen Drohnenangriff in der Nacht auf Samstag ist die Zahl der Toten in der südukrainischen Stadt Odessa auf zwölf gestiegen. Die Leichen von zwei Kindern, einem zehnjährigen Jungen und seiner acht Jahre alten Schwester, seien nun aus den Trümmern geborgen worden, teilte der Gouverneur des Gebiets Odessa, Oleh Kiper, auf Telegram mit. Wenige Stunden zuvor waren nach Kipers Angaben die Leichen einer Frau und eines Babys aus den Trümmern geborgen worden. Das Kind sei nicht einmal ein Jahr alt gewesen. Die Zahl der im Zuge dieses Angriffs in Odessa getöteten Kinder steigt damit auf fünf. Die russische Drohne war in ein neunstöckiges Wohnhaus in der Hafenstadt am Schwarzen Meer eingeschlagen.

Montag, 4. März 2024

Selenskyj: "Putin will keinen Frieden"

21.30 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert eindringlich mehr Unterstützung des Westens im Kampf gegen Russland. Er verwies in seiner allabendlichen Videoansprache auf die getöteten und verletzten Zivilisten bei den jüngsten russischen Angriffen am Wochenende. Allein in Odessa am Schwarzen Meer wurden zwölf Menschen getötet; in Kurachowe im Osten des Landes 16 Menschen verletzt.

"Kein Staat in Europa hätte einem solchen Druck und Übel alleine standhalten können", sagt Selenskyj mit Blick auf weitere russische Angriffe der vergangenen Tage. "Und deshalb ist es wichtig, dass wir jetzt alle zusammenstehen – alle, die das Leben wertschätzen und die nicht wollen, dass dieser Terror auf andere Nationen übergreift." Alle führenden Politiker und internationalen Organisationen müssten auf das Vorgehen Russlands und von Kremlchef Wladimir Putin mit aller Härte reagieren. "Putin will keinen Frieden – er will nur Krieg und Tod", sagt Selenskyj. "Es ist ihm egal, wen er tötet, sein Hauptziel ist die Zerstörung – zuerst die Ukraine und die Ukrainer. Und dann Sie, liebe Partner."

Selenskyj sagt weiter: "Deshalb ist es eine Frage des Überlebens – nicht nur für die Ukraine –, dass die Welt auf das russische Böse reagiert und zurückschlägt." Der Krieg müsse für Russland hoffnungslos werden. "Das russische Böse sollte nicht durch schwache Entscheidungen, Lieferverzögerungen oder Unentschlossenheit ermutigt werden."

Wissler sieht Abhöraffäre als weiteren Grund gegen Taurus-Lieferung

20.50 Uhr: Die Linken-Parteichefin Janine Wissler sieht in der Taurus-Abhöraffäre einen weiteren Grund, den Marschflugkörper nicht an die Ukraine zu liefern. "Inhaltlich zeigen die Gespräche noch einmal sehr deutlich, dass die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern brandgefährlich wäre", sagt Wissler dem "Spiegel". Mögliche Angriffe "bis nach Moskau" könnten "eine beispiellose Eskalationsspirale auslösen", warnt sie.

Wissler fordert zudem die Aufklärung des Vorgangs. "Es ist gefährlich, die Bundeswehr mit dreistelligen Milliardenbeträgen auszustatten, wenn sie nicht einmal in der Lage ist, eine Videokonferenz abhörsicher abzuhalten", sagt die Linken-Chefin mit Verweis auf das Sondervermögen Bundeswehr in Höhe von 100 Milliarden Euro.

Ukraine: 16 Verletze bei russischem Angriff im Osten

17.28 Uhr: Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Kurachowe im Südosten der Ukraine sind nach ersten Angaben mindestens 16 Menschen verletzt worden. Die gelenkte Flugzeugbombe hat mehrere Wohnhäuser in dem Ort im Gebiet Donezk beschädigt, wie die ukrainische Agentur Unian weiter berichtete. Der Zustand von zwei der Verletzten wurde als kritisch beschrieben.

Pistorius: Leak "Teil eines Informationskriegs"

16.59 Uhr: Der Verteidigungsminister sieht in der Veröffentlichung des Luftwaffen-Leaks eine Desinformationskampagne Russlands. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ukraine: Russland schickt weniger Flugzeuge

16.22 Uhr: Nach einer Reihe von Abschüssen russischer Kampfflugzeuge durch die ukrainische Flugabwehr sind die Einsätze der russischen Luftwaffe über der Ostukraine nach Darstellung Kiews merklich zurückgegangen. "Die von westlichen Partnern zur Verfügung gestellten Abwehrmittel zeigen Wirkung", sagt Luftwaffen-Sprecher Juri Ihnat am Sonntag in Kiew nach Angaben der "Ukrainska Prawda". Nach ukrainischer Darstellung waren in den vergangenen Tagen mehrere russische Kampfflugzeuge vom Typ Su-34 oder Su-35 im Osten der Ukraine abgeschossen worden. Das russische Militär hat den Verlust der Maschinen offiziell nie bestätigt.

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Als bisher größten Erfolgt hatte die ukrainische Flugabwehr den Abschuss eines russischen Aufklärungsflugzeugs vom Typ A-50 vor wenigen Tagen gefeiert. Bereits im Januar will die Ukraine eine dieser äußerst seltenen und wertvollen Maschinen abgeschossen haben. Diese Flugzeuge werden zur Luftraumüberwachung und zur Führung von Angriffen eingesetzt. Trotz des Einsatzes von Flugabwehrsystemen an der Front beklagt die Ukraine einen Mangel an weiteren Systemen zum Schutz eigener Großstädte. Zuletzt starben in der südukrainischen Hafenstadt Odessa in der Nacht zum Samstag mindestens zehn Menschen bei einem russischen Luftangriff.

CDU-Außenpolitiker fordert Regierungserklärung wegen abgehörten Gespräch

15.41 Uhr: Der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt fordert in der Taurus-Abhöraffäre neben einer Sondersitzung des Verteidigungsausschusses eine Regierungserklärung von Kanzler Olaf Scholz oder Verteidigungsminister Boris Pistorius (beide SPD) oder von beiden. Wie CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt schloss auch Hardt einen Untersuchungsausschuss nicht aus, wie er dem Fernsehsender "Welt" sagt. Das Ereignis habe drei zentrale Punkte aufgeworfen, zählt Hardt auf: "Erstens die Frage nach der Geheimhaltung innerhalb der Bundeswehr, zweitens die Frage, ob in diesem Gespräch Dinge preisgegeben wurden, die unseren Verbündeten schaden".


Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagenturen dpa, AFP und Reuters
  • Eigene Recherche
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