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Kaffeevollautomaten im Test: Günstig ist genauso gut

Von Espresso bis Latte Macchiato  

Kaffeevollautomaten im Test: Auch günstige Maschinen brühen guten Kaffee

12.04.2019, 09:19 Uhr | t-online.de

Kaffeevollautomaten im Test: Günstig ist genauso gut. Frisch gebrühter Kaffee: Wer sich einen guten Vollautomaten zulegen möchte, muss nicht unbedingt tief in die Tasche greifen. (Quelle: Getty Images/MariuszBlach)

Frisch gebrühter Kaffee: Wer sich einen guten Vollautomaten zulegen möchte, muss nicht unbedingt tief in die Tasche greifen. (Quelle: MariuszBlach/Getty Images)

Cappuccino, Latte Macchiato, Espresso – Kaffeevollautomaten können viel mehr als nur schwarzen Kaffee brühen. Aber wie gut schmecken die Kaffeespezialitäten aus den Automaten? Und müssen die Geräte immer teuer sein? Wir stellen Geräte vor, die im Test gute Ergebnisse erzielt haben.

Günstige Kaffeevollautomaten brühen Kaffee genauso gut wie teure. Wer auf Technik-Schnickschnack und einen vollautomatischen Milchschäumer verzichtet, kann bis zu 900 Euro sparen und bekommt trotzdem guten Kaffee. So das Ergebnis eines Tests von Kaffeevollautomaten der Stiftung Warentest (test Ausgabe 12/2018).

Alle zwölf Kaffeevollautomaten im Test wurden mit "gut" bewertet. Große Unterschiede gibt es allerdings im Preis der Geräte: Die Preisspanne der geprüften Vollautomaten reicht je nach Hersteller von 385 bis 1280 Euro (mittlerer Preis).

Jura S8: der Testsieger bei Stiftung Warentest

Testsieger mit der Note 2,0 wurde die "S8 Silver" von Jura, die teuerste Maschine im Test. Der Kaffeevollautomat punktet mit einer großen Auswahl an Getränken, vielen Einstellmöglichkeiten und einem intensiv schmeckenden Espresso mit viel, dunkler Crema. Der Milchschaum besteht den "Barista-Check" von Stiftung Warentest mit der Wertung "gut". 

Die Jura S8 hat ein stufenlos einstellbares Mahlwerk, aber auch ein separates Fach für Kaffeepulver. Über das Touchscreen-Farbdisplay kann eine von 15 unterschiedlichen Zubereitungsarten gewählt werden. Bei Ristretto, Espresso und Kaffee können zwei Tassen gleichzeitig gebrüht werden. Dazu kommen Cappuccino, Milchkaffee, Latte Macchiato, reiner Milchschaum und Heißwasser in drei Stufen. Ein Nachteil ist die recht aufwendige Reinigung des Kaffeevollautomaten, außerdem lässt sich die Brühgruppe nicht entnehmen.

  • für Kaffeebohnen und Kaffeepulver
  • Pumpendruck: 15 bar
  • Mahlwerk: stufenlos einstellbares Mahlwerk
  • Milchschäumer: ja
  • Wassertank: 1,9 Liter
  • Bohnenbehälter: 280 Gramm
  • automatisches Reinigungsprogramm
  • einstellbare Wasserhärte
  • Leistung: 1450 Watt
  • Testsieger bei Stiftung Warentest (test Ausgabe 12/2018)
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Aber auch die deutlich günstigeren Vollautomaten konnten die Tester überzeugen. Viele Hersteller haben Varianten im Angebot, die etwas einfacher ausgestattet sind. Sie stehen ihren Luxusschwestern im Zubereiten von Kaffee und Milchschaum in nichts nach, so Stiftung Warentest. Im Gegenteil: Die Jura D6, die nur beinahe halb so viel kostet wie die Jura S8, brühte den besten Espresso im Test.

Siemens EQ.3: der Preis-Leistungs-Sieger

Als "Preisbrecher" bezeichnet Stiftung Warentest die Siemens EQ.3 s100 mit Keramikmahlwerk und vergibt im Test das Qualitätsurteil "gut" (Note 2,2). Die sensorische Prüfung für Espresso und Milchschaum besteht der Kaffeevollautomat ebenfalls mit "gut", seine Aufheizzeit ist sogar sehr gut, dafür dauert der Brühvorgang etwas lang.

Die EQ.3 s100 bereitet Espresso, Caffé Crema, Cappuccino, Latte Macchiato und geschäumte Milch zu, allerdings muss die Milch separat mit Hilfe einer Milchdüse aufgeschäumt werden. Einen automatischen Milchschäumer besitzt der Vollautomat nicht; auch auf Heißwasser müssen Käufer verzichten. Ansonsten bietet das Gerät die gängigen Einstellungen für Kaffeestärke und Mahlgrad; Kaffeeauslauf und Milchschäumer sind höhenverstellbar. Der Wassertank hat ein Fassungsvermögen von 1,4 Litern und die Brüheinheit ist entnehmbar. Der Milchschäumer ist sogar spülmaschinengeeignet.

  • Pumpendruck: 15 bar
  • Mahlwerk: stufenlos einstellbares Keramik-Mahlwerk
  • Milchaufschaumdüse
  • Wassertank: 1,4 Liter
  • Bohnenbehälter: 250 Gramm
  • herausnehmbare Brühgruppe
  • automatisches Reinigungsprogramm
  • einstellbare Wasserhärte
  • Leistung: 1300 Watt
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Melitta Caffeo Passione OT Kaffeevollautomat: die Maschine für Gourmets

Der Kaffeevollautomat Melitta Caffeo Passione OT war einer der Empfehlung von Stiftung Warentest aus dem Test 2017– und wird von ihr auch im aktuellen Test weiterhin empfohlen. Damals landete die Maschine mit der Note 2,0 auf dem zweiten Platz. "Macht als Einzige typischen Cappuccino" war das Urteil im Barista-Check, da sie erst den Kaffee brüht und dann die aufgeschäumte Milch hinzufügt. Fast alle anderen Kaffeevollautomaten machen es umgekehrt. Außerdem machte der Vollautomat im Test den besten Espresso.

Insgesamt zehn Kaffeevariationen sind bei diesem Kaffeevollautomaten wählbar: Espresso, Café Crème und Lungo sowie Cappuccino, Latte Macchiato und andere Kombinationen mit Milch. Dazu kommen Milchschaum und Heißwasser. Die Milch wird in einen separaten Milchbehälter eingefüllt. Die Wassermenge lässt sich stufenlos programmieren, Kaffeestärke und Mahlgrad sind 5-stufig einstellbar. Neben einer Zwei-Tassen-Funktion verfügt der Melitta-Kaffeevollautomat auch über eine beheizbare Tassenablage. Die Wasserhärte ist einstellbar und die Maschine hat diverse Reinigungsprogramme an Bord. Allerdings ist der Behälter für die Bohnen mit nur 125 Gramm etwas klein geraten.

  • Pumpendruck: 15 bar
  • Mahlwerk: 5-stufig einstellbares Kegelmahlwerk
  • Milchschäumer mit separatem Milchbehälter
  • Wassertank: 1,2 Liter
  • Bohnenbehälter: 125 Gramm
  • herausnehmbare Brühgruppe
  • automatisches Reinigungsprogramm
  • LCD-Display
  • Leistung: 1400 Watt
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Das sind die Vorteile der teuren Kaffeevollautomaten

In die Gesamtbewertung der Kaffeevollautomaten gingen eine sensorische Beurteilung von Espresso und Milchschaum sowie eine Prüfung der Technik, Handhabung, Sicherheit und der Umwelteigenschaften des Gerätes ein. Zudem wurden die Geräte auf Schadstoffe geprüft. Alle Kaffeevollautomaten im Test sind sicher, Schadstoffe kein Thema.

Zusätzlich zu diesen Geräten aus dem Test von Stiftung Warentest können wir zwei weitere Kaffeevollautomaten empfehlen:

Saeco SM 7580/00 Xelsis Kaffeevollautomat: mit Latte-Duo-Funktion

Der Saeco SM 7580/00 Xelsis Kaffeevollautomat des Herstellers Philips ist mit dem Urteil "sehr gut" auf dem zweiten Platz im Test von sieben Kaffeevollautomaten des "Testmagazins" gelandet (ETM Testmagazin Ausgabe 1/2019). Die Maschine kann als eine von wenigen im 2-Tassen-Modus Kaffeespezialitäten mit Milch herstellen. Zur Auswahl stehen Caffé Crema, Cappuccino, Espresso, Latte Macchiato, Espresso Lungo, Caffé Latte, Americano, Café au Lait oder Ristretto. Die Milch wird in einen separaten Milchbehälter eingefüllt.

Sehr komfortabel sind die speicherbaren, persönlichen Profile: Insgesamt sechs Kaffeetrinker können individuelle Vorlieben wie Mahlgrad, Aroma, Kaffeestärke und Milchmenge abspeichern und mit nur einem Tastendruck ihr Lieblingsgetränk brühen lassen. Der Behälter für die Bohnen fällt mit einer Füllmenge von 450 Gramm sehr groß aus, das Auffüllen der Bohnen muss also seltener erfolgen als bei anderen Geräten.

  • für Kaffeebohnen und Kaffeepulver
  • Mahlwerk: 12-stufig einstellbares Keramik-Mahlwerk
  • Milchschäumer mit separatem Milchbehälter
  • Wassertank: 1,7 Liter
  • Bohnenbehälter: 450 Gramm
  • herausnehmbare Brühgruppe
  • automatisches Reinigungsprogramm
  • 2-Tassen-Funktion
  • LCD-Display
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De'Longhi Magnifica S Kaffeevollautomat: gut für schwarzen Kaffee

Schon länger auf dem Markt ist der Kaffeevollautomat Magnifica S des Herstellers De'Longhi. Im Test von "Konsument", dem österreichischen Pendant der Stiftung Warentest, schnitt die günstige Maschine mit der Beurteilung "gut" ab (Konsument Ausgabe 12/2012) und auch beim Testmagazin erhielt sie das Urteil gut (Ausgabe 12/2010). Gelobt wurden die kurze Aufheizphase und die zügige Zubereitung von Espresso und Kaffee.

Die De'Longhi Magnifica S verzichtet auf einen automatischen Milchaufschäumer, stattdessen muss der Milchschaum mit einer Dampfdüse selbst hergestellt werden. Das macht naturgemäß mehr Arbeit, ist aber für alle Kaffeetrinker sinnvoll, die nur ab und zu einen Cappuccino oder einen Latte Macchiato herstellen wollen, ideal. Kaffeestärke und Kaffeemenge lässt sich manuell einstellen und die Maschine ist sowohl für Kaffeebohnen als auch Kaffeepulver geeignet.

  • für Kaffeebohnen und Kaffeepulver
  • Pumpendruck: 15 bar
  • Mahlwerk: 13-stufig einstellbares Kegelmahlwerk
  • Milchaufschaumdüse
  • Wassertank: 1,8 Liter
  • Bohnenbehälter: 200 Gramm
  • herausnehmbare Brühgruppe
  • automatisches Reinigungsprogramm
  • 2-Tassen-Funktion
  • Leistung: 1450 Watt
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Kaffeevollautomaten richtig reinigen

Kaffeevollautomaten haben leider einen Nachteil: Keime fühlen sich in ihnen recht wohl. Für eine gesundheitliche Gefährdung des Kaffees aus den Maschinen gibt es zwar bislang keine Belege, zumal ein Großteil der Keime bei 68 Grad abgetötet wird. Eine regelmäßige Reinigung des Vollautomaten ist trotzdem ratsam.

Die meisten Geräte haben Programme für die Reinigung der Maschine und der Milchschaum-Leitungen – und die sollten Sie fleißig benutzen. Zur Reinigung gelten folgende Empfehlungen:

  • Der Wassertank muss täglich geleert und mit Bürste und Spülmittel gereinigt werden. Im Anschluss gut abtrocknen.
  • Der Milchaufschäumer sollte täglich mit heißem Wasser gespült werden.
  • Der Auffangbehälter für den Kaffeesatz sollte täglich geleert, gereinigt und gut getrocknet werden.
  • Die Tropfschale häufig in die Spülmaschine geben.
  • Ist die Brühgruppe herausnehmbar, sollte sie zusätzlich einmal pro Woche mit klarem Wasser ohne Spülmittel gereinigt werden. Bevor die Brühgruppe wieder eingesetzt wird, sollte sie vollständig getrocknet sein.

Wer beim Kauf zwischen den günstigen und teuren Kaffeevollautomaten schwankt, sollte die zwei von Stiftung Warentest genannten Hauptunterschiede berücksichtigen: Bei ersteren kann der Nutzer nur einen Teil der Getränke direkt auswählen. Einen Espresso Macchiato etwa muss er etwas umständlich per Hand zubereiten – was bei den teuren Modellen per Knopfdruck funktioniert. Ein weiterer Pluspunkt der Luxus-Kaffeevollautomaten ist, dass sich Nutzerprofile anlegen lassen.

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