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Corona in Sachsen: Inzidenz sinkt deutlich – starke Zweifel an Zahlen

Corona-Lage im Osten  

Inzidenz sinkt deutlich – starke Zweifel an Zahlen

07.12.2021, 14:19 Uhr | t-online

Corona in Sachsen: Inzidenz sinkt deutlich – starke Zweifel an Zahlen. Ein Impfstoff gegen das Coronavirus wird in eine Spritze aufgezogen (Symbolbild): Booster-Impfungen sollen dabei helfen, die Corona-Welle abzuflachen.  (Quelle: imago images/ZUMA Wire)

Ein Impfstoff gegen das Coronavirus wird in eine Spritze aufgezogen (Symbolbild): Booster-Impfungen sollen dabei helfen, die Corona-Welle abzuflachen. (Quelle: ZUMA Wire/imago images)

Die Corona-Lage in Deutschland ist ernst. Besonders dramatisch ist sie in Sachsen. Die Kliniken sind in einer absoluten Notlage. Patienten müssen ausgeflogen werden. Hier erhalten Sie die wichtigsten Informationen.

In den vergangenen sieben Tagen haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts in Sachsen 1082,1 Menschen pro 100.000 Einwohner neu mit Corona infiziert, so viele wie in keinem anderen Bundesland. Gleichzeitig hat Sachsen von allen Ländern die niedrigste Impfquote. Rund 39 Prozent der Menschen haben noch nicht einmal die erste Dosis erhalten.

In Leipzig sieht es etwas besser aus als im Rest des Freistaats. Dort liegt die Inzidenz Stand Dienstag, 7. Dezember, bei 627,6. Sachsenweit wurden in den vergangenen 24 Stunden 949 neue Infektionen und zwölf weitere Todesfälle registriert.

7. Dezember: Inzidenz sinkt deutlich – starke Zweifel an Zahlen

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Corona-Hotspot Sachsen ist nach einer am Dienstag vom Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichten Statistik deutlich gesunken. Demnach betrug die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag 1.082,1, nachdem sie am Montag bei 1.234,4 gelegen hatte. Allerdings gibt es starke Zweifel an den Zahlen, weil offensichtlich nicht alle Daten aus dem Freistaat an das RKI übermittelt werden konnten.

Der Grund sei bisher unbekannt, teilte das Sozialministerium in Dresden auf Anfrage mit. Bei der Übertragung habe es keine Fehlermeldung gegeben. Die Daten seien am Dienstagfrüh noch einmal per Mail an das RKI geschickt worden.

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) hatte wiederholt klargestellt, dass wegen Überlastung der Ämter womöglich nicht alle Infektionszahlen pünktlich gemeldet werden können. Das Landratsamt Zwickau räumte am Dienstag auf Anfrage ein, dass es einen "Erfassungsrückstand" im Gesundheitsamt gebe. Auch in der Behörde falle Personal aus, wegen Infektionen und Quarantäneanordnungen.

Von Montag auf Dienstag meldeten die Gesundheitsämter für Sachsen 949 Neuinfektionen. Auch diese Angabe gibt einen Hinweis darauf, dass nicht alle Fälle vom RKI erfasst sein können. Am Montag lag die Anzahl der Neuinfektionen noch bei 4.242. Zuletzt war die Zahl mehrmals sogar fünfstellig.

6. Dezember: Omikron-Verdacht in Leipzig nicht bestätigt

Der erste Verdachtsfall der neuen Coronavirus-Variante Omikron in Sachsen hat sich nicht bestätigt. Die Stadt und das Universitätsklinikum Leipzig teilten am Montag mit, dass die Variante bei einem 37-jährigen Mann aus Leipzig nicht nachgewiesen werden konnte. Die Chefin des Gesundheitsamtes hatte vor einer Woche von dem Verdachtsfalls berichtet. Zu dem Zeitpunkt stand allerdings das Ergebnis der Gesamtgenomsequenzierung noch aus.

Die Virus-Variante ist inzwischen in zahlreichen Länder aufgetaucht, auch in Deutschland. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im südlichen Afrika entdeckte Corona-Variante als "besorgniserregend" eingestuft.

4. Dezember: "Querdenker" ziehen mit Fackeln vor Köppings Haus

Mehrere dutzend mit Fackeln, Pfeifen und Trommeln ausgestattete Protestierende sind am Freitagabend vor das Wohnhaus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) gezogen. In einem im Internet verbreiteten Video ist zu hören, wie sie "Friede, Freiheit, keine Diktatur" rufen. Offenbar handelte es sich um Anhänger der "Querdenken"-Bewegung beziehungsweise der rechten Bürgerbewegung "Freie Sachsen". Laut Polizei übernahm das Staatsschutz-Dezernat der Polizeidirektion Leipzig die Ermittlungen.

Der Aufmarsch sorgte bundesweit für breite Kritik. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagte: "Das sind Methoden, die hat die SA erfunden." Noch-Innenminister Hort Seehofer sprach von "organisierter Einschüchterung einer staatlichen Repräsentantin". Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius forderte Konsequenzen: "Man darf nicht zurückweichen, weil jeder Meter Raum, den man diesen Menschen lässt, zur Grenzüberschreitung ausgenutzt wird."

Köpping selbst sagte, sachliche Kritik an den Corona-Maßnahmen sei völlig legitim: "Ich bin immer gesprächsbereit. Fackel-Proteste vor meinem Haus aber sind widerwärtig und unanständig."

Sachsens Regierungssprecher Ralph Schreiber teilte mit, als Konsequenz würden jetzt die Schutzmaßnahmen für Amtsträger und ihre Familien weiter erhöht.

3. Dezember: Inzidenz steigt weiter – Sachsen bleibt bundesweiter Hotspot

Die Corona-Inzidenz in Sachsen ist wieder gestiegen. Das Robert Koch-Institut gab die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen am Freitag mit 1.224,7 an. Am Donnerstag lag der Wert noch bei 1.180,1, am Mittwoch bei 1.209,4. Der Freistaat bleibt somit den RKI-Daten zufolge mit Abstand der Corona-Hotspot Deutschlands – gefolgt von Thüringen (1.013,6) und Sachsen-Anhalt (757,2).

Fast alle Kreise und Städte in Sachsen lagen mit ihren Inzidenzen laut RKI am Freitag über der 1.000er-Schwelle. Lediglich die Landkreise Nordsachsen (992,2), Zwickau (962,1) und der Vogtlandkreis (961,1) sowie die Stadt Leipzig (696,9) bewegten sich noch darunter. Die höchste bundesweite Inzidenz hat den Angaben zufolge der Landkreis Mittelsachsen (2.062,5).

Seit Beginn der Pandemie sind im Freistaat laut RKI 524.645 Covid-19-Fälle und 11.147 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet worden. 

2. Dezember: Wieder Demo in Freiberg – Polizei greift nicht ein, aber ermittelt jetzt

Hunderte Demo-Teilnehmer ziehen durch Freiberg: Laut Polizei waren sie "vornehmlich in auseinandergezogenen Kleinst- und Kleingruppen" unterwegs – Foto- und Videoaufnahmen zeigen etwas anderes. (Quelle: Vue Critique)Hunderte Demo-Teilnehmer ziehen durch Freiberg: Laut Polizei waren sie "vornehmlich in auseinandergezogenen Kleinst- und Kleingruppen" unterwegs – Foto- und Videoaufnahmen zeigen etwas anderes. (Quelle: Vue Critique)

Mehrere Hundert Menschen sind am Mittwochabend erneut durch Freiberg gezogen und haben unbehelligt von der Polizei gegen die geltenden Corona-Maßnahmen demonstriert – obwohl in Sachsen Versammlungen derzeit ausschließlich ortsfest zulässig und auf eine Teilnehmerzahl von maximal zehn Personen begrenzt sind.

Ein Polizeisprecher sagte der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstagmorgen dennoch, es seien keine Verstöße gegen die Corona-Notfallverordnung festgestellt worden. Trotzdem wird jetzt ermittelt, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz t-online auf Nachfrage sagte: Es bestehe ein "Anfangsverdacht" wegen des Verstoßes gegen das sächsische Versammlungsrecht.

Der Sprecher warb für Verständnis: Die Beamten vor Ort müssten eine Abwägung zwischen der sächsischen Corona-Notfall-Verordnung und dem "durch die Verfassung jedem Deutschen zugesicherten Versammlungsrecht" treffen.

Der nicht angemeldete Aufzug in Freiberg sei friedlich verlaufen und die Demonstranten "vornehmlich in auseinandergezogenen Kleinst- und Kleingruppen mit Abständen" durch die Stadt gelaufen. Deshalb sei der Infektionsschutz "nach unserem Dafürhalten im vertretbaren Maß" gegeben gewesen.

Fotos und Videos der Demonstration zeigen jedoch ein anderes Bild. Zu sehen ist ein großer, zusammenhängender Demonstrationszug, bei dem auch Parolen skandiert wurden. Ein Reporter vor Ort sprach von rund 300 Teilnehmern. Nur zu Beginn und Ende der Demonstration seien einzelne Polizeibeamte anwesend gewesen.

Polizeisprecher Andrzej Rydzik zu t-online: "Uns ist bewusst, dass die Bilder dieser Versammlungen bzw. Aufzüge von Bürgern, die sich im höchsten Maße unsozial, egoistisch verhalten und das Gemeinwohl gefährden, für Unverständnis sorgen."

Die Polizei weise entschieden Vorwürfe zurück, mit den Demonstranten zu sympathisieren.

2. Dezember: Weniger Impfungen, mehr Toten

In Thüringen, Sachsen und anderen Bundesländern mit niedriger Impfquote sterben derzeit im Verhältnis zur Bevölkerung erheblich mehr Menschen an und mit Corona als im besser geimpften Norden Deutschlands. Nachzulesen ist das auf den "Corona Maps" des Instituts für Statistik der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. Grundlage sind die Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) und der Gesundheitsbehörden. In Thüringen gab es demnach im Verhältnis zur Bevölkerung in den vergangenen sieben Tagen mehr als sechsmal so viele Corona-Tote wie in Bremen, dem Land mit der höchsten Impfquote (Datenstand 1.12.). 

Es gebe hinreichend Evidenz, die zeige, dass eine höhere Impfquote zu einer niedrigeren Hospitalisierungsrate und zu einer geringeren Belegung der Intensivstationen führe und sich dann eben auch auf die Sterbewahrscheinlichkeiten auswirke, sagte Göran Kauermann vom LMU-Statistikinstitut der Nachrichtenagentur dpa. Das relative Risiko von Geimpften, auf einer Intensivstation zu landen, sei erheblich niedriger. "Es deutet alles in die gleiche Richtung", sagte der Wissenschaftler, auch wenn es nach Angaben des Wissenschaftlers keinen "knallharten kausalen Schluss" gibt.

30. November: Antonow mit 3,5 Millionen Tests gelandet

Die Antonow AN-225: Das größte Flugzeug der Welt hatte mehr als 500 Paletten mit Coronatests an Bord. (Quelle: dpa/Uwe Schoßig/Mitteldeutsche Flughafen AG)Die Antonow AN-225: Das größte Flugzeug der Welt hatte mehr als 500 Paletten mit Coronatests an Bord. (Quelle: Uwe Schoßig/Mitteldeutsche Flughafen AG/dpa)

Auf dem Flughafen Leipzig/Halle sind am Dienstag im größten Transportflugzeug der Welt 3,5 Millionen Corona-Tests angekommen. Die Antonow AN-225 sei aus China mit einer Zwischenlandung in Bischkek in Kirgistan gekommen, sagte Flughafen-Sprecher Uwe Schuhart. Eine Landung des riesigen Transportflugzeugs gilt jedes Mal als etwas Besonderes. In den nächsten Wochen sei noch ein weiterer AN-225-Flug nach Leipzig geplant.

Der Airport ist Deutschlands zweitgrößter Umschlagplatz für Luftfracht. Auch im Kampf gegen die Corona-Pandemie spielt er für die Verteilung medizinischer Güter eine größere Rolle.

30. November: Nächste Positiv-Tests – RB Leipzig sagt Training ab

Das Coronavirus sorgt beim Fußball-Bundesligisten RB Leipzig weiterhin für Unruhe. Am Dienstag waren Schnelltests im Betreuerstab positiv, weshalb das Training nach dpa-Informationen abgesagt wurde. Alle Spieler unterzogen sich einem PCR-Test. 

Anfang vergangener Woche waren bereits Trainer Jesse Marsch und Kapitän Peter Gulacsi positiv getestet worden. Nach dem Champions-League-Spiel in Brügge wurden die positiven Tests von Yussuf Poulsen, Hugo Novoa, Mohamed Simakan und Willi Orban veröffentlicht. Hinzu kommen positiv getestete Betreuer, so dass der Club auf neun Corona-Fälle kam. 

Am Freitag muss Leipzig bei Union Berlin antreten. Bei RB Leipzig sind alle Spieler und Betreuer nach Club-Angaben entweder vollständig geimpft oder genesen.

30. November: Wanderwitz spricht von "Gestörten und Rechtsradikalen"

Freiberg: Montagabend protestierten mehrere Hundert Menschen gegen die Corona-Schutz-Maßnahmen. (Quelle: dpa/Daniel Schäfer)Freiberg: Montagabend protestierten mehrere Hundert Menschen gegen die Corona-Schutz-Maßnahmen. (Quelle: Daniel Schäfer/dpa)

Die illegalen Zusammenkünfte von Kritikern der Corona-Maßnahmen müssen unterbunden werden, forderte der Ostbeauftragte der bisherigen Bundesregierung, Marco Wanderwitz auf Twitter. "Dass in Sachsen in dieser Corona-Lage Gestörte und Rechtsradikale offenbar 'erfolgreich' Tag für Tag den Rechtsstaat mit öffentlichen Zusammenkünften vorführen, macht schweren Schaden."

29. November: Erster Omikron-Fall in Leipzig bestätigt

Auch in Sachsen wurde nun der erste bestätigte Corona-Fall mit der neuen Omikron-Variante bekannt. Wie die Leiterin des Leipziger Gesundheitsamtes, Regine Krause-Döring, am Montagabend bei einer Videokonferenz der Staatsregierung sagte, sei die neue Virus-Variante bei einem 39-Jährigen festgestellt worden. Der Mann sei zuvor nicht im Ausland gewesen und habe auch keinen Kontakt zu Personen gehabt, die im Ausland waren.

29. November: Hunderte bei unerlaubten Protesten

Mehrere Hundert Menschen haben am Montagabend laut Polizei in mehreren sächsischen Städten gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen protestiert. 

Rund 700 Menschen nahmen nach Angaben einer Polizeisprecherin in Freiberg an einem ungenehmigten "Corona-Spaziergang" teil. Der Versuch, sie frühzeitig anzusprechen und die Versammlung aufzulösen, habe "wenig gefruchtet". Gegen eine Gruppe von 24 Personen, die am Anfang des Aufzugs lief, werde wegen des Verstoßes gegen die sächsische Corona-Notverordnung ermittelt.

Auch in Chemnitz und Zwickau liefen mehrere hundert Menschen im Protest gegen die Corona-Politik von Land und Bund durch die Stadt. Proteste gab es laut Polizei auch in Dresden, Neustadt in Sachsen, Pirna, Sebnitz, Riesa und Großenhain. Die sächsische Corona-Notfallverordnung gestattet derzeit nur ortsfeste Kundgebungen mit maximal zehn Teilnehmern.

29. November: Bestatter bereiten sich auf Mehrarbeit vor

Auf einem Sarg steht mit Kreide geschrieben "Corona": Jeden November gibt es eine steigende Zahl von Todesfällen, dieses Jahr noch dazu vermehrt Covid-Opfer. (Quelle: dpa/Robert Michael)Auf einem Sarg steht mit Kreide geschrieben "Corona": Jeden November gibt es eine steigende Zahl von Todesfällen, dieses Jahr noch dazu vermehrt Covid-Opfer. (Quelle: Robert Michael/dpa)

Die sächsischen Bestatter erwarten angesichts dramatischer Corona-Infektionszahlen eine steigende Arbeitsbelastung. Derzeit sei die Lage zwar noch entspannt, sagte Tobias Wenzel, Obermeister der Bestatterinnung Sachsen, der Deutschen Presse-Agentur. Aber wegen der dynamischen Entwicklung könne es zu Überlastungen kommen. "Wenn eine Infektionswelle beginnt, landet sie 14 Tage später auf den Intensivstationen. Nach weiteren zwei Wochen bekommen wir sie zu spüren."

Aktuell würden sich die Kühlhäuser der Krematorien bereits füllen. Hauptproblem: Personalmangel. Und zwar einerseits bei den Standesämtern, wo nur schleppend die erforderlichen Dokumente ausgefüllt würden. Und andererseits bei Bestattern: Da immer mehr Schulkinder in Quarantäne kämen, müssten Eltern zu Hause bleiben, weil es für Kinder von Bestattern keine Notbetreuung gebe. 

Wenzel: "Ich wünsche mir, dass die Leute in den Ministerien mal einen Tag an der Basis arbeiten, um zu sehen, was hier los ist." Bei den steigenden Infektionszahlen müsse man jetzt handeln.

28. November: Corona-Patienten nach Bremen geflogen

Dresden: Ein Corona-Patient wird in der Nacht in ein ADAC-Ambulanz-Flugzeug verladen, um nach Bremen ausgeflogen zu werden. (Quelle: dpa/Robert Michael)Dresden: Ein Corona-Patient wird in der Nacht in ein ADAC-Ambulanz-Flugzeug verladen, um nach Bremen ausgeflogen zu werden. (Quelle: Robert Michael/dpa)

Bremen hat schwer erkrankte Corona-Patienten aus Sachsen aufgenommen. Wie der Sprecher des Gesundheitsressorts mitteilte, wurden in der Nacht zu Sonntag zwei Intensivpatienten per Flugzeug von Dresden ins kleinste Bundesland gebracht. "Anschließend wurden die beiden per Intensivtransport nach Bremerhaven gebracht und werden jetzt in den Kliniken Reinkenheide und am Bürgerpark behandelt", hieß es.

Für Sonntag würden zwei weitere Intensivpatienten erwartet, die im St. Josef Stift und im Klinikum Bremen-Ost aufgenommen werden sollen.

26. November: Patienten-Verlegung beginnt

Die Verlegung von Patienten aus Sachsen in andere Bundesländer hat am Freitag begonnen. Es habe kurzfristig eine Verlegung aus dem Herzzentrum Dresden ins westfälische Herford gegeben, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Dresden unter Berufung auf das Herzzentrum mit. Weitere Verlegungen gemäß dem sogenannten Kleeblatt-Konzept sind laut Ministerium für die kommenden Tage etwa nach Mecklenburg-Vorpommern geplant.

Es gebe Anmeldungen für Patienten-Transporte aus den Kliniken Adorf, dem Herzzentrum Dresden, dem Klinikum Dresden-Neustadt und dem Uniklinikum Dresden. Sie sollen nach Bielefeld, Göttingen und Rostock, Greifswald und Schwerin gehen.

26. November: Corona-Chaos bei RB Leipzig

Yussuf Poulsen (l.) und Willi Orban sind unter den Corona-Infizierten bei RB-Leipzig. (Quelle: imago images/Jan Huebner)Yussuf Poulsen (l.) und Willi Orban sind unter den Corona-Infizierten bei RB-Leipzig. (Quelle: Jan Huebner/imago images)

Trainer Jesse Marsch und Torwart Peter Gulacsi hatte es bereits erwischt, nun ist ein weiteres Sextett bei RB Leipzig von einer Corona-Infektion betroffen. Von den Spielern wurden Willi Orban, Yussuf Poulsen, Hugo Novoa und Mohamed Simakan positiv getestet. Dazu kommen ein Torwarttrainer und ein Betreuer. Hier lesen Sie mehr.

26. November: Erster Kreis über 2.000

Mit dem sächsischen Erzgebirgskreis hat die erste Region in Deutschland die Inzidenz-Marke von 2.000 überschritten. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche für den Landkreis am Freitag mit 2.006,2 an. Umgerechnet bedeutet das, dass binnen sieben Tagen für jeden 50. Bürger ein positiver Nachweis gemeldet wurde.

Damit hat der Erzgebirgskreis mit weitem Abstand die höchste Inzidenz in Deutschland – gefolgt von den beiden sächsischen Landkreisen Bautzen (1683,8) und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (1631,6).

25. November: Epidemiologe bringt Schulschließungen ins Spiel

Professor Markus Scholz von der Universität Leipzig betont, dass er keine Forderungen an die Politik stellt. Aber wenn es gewünscht sei, die vierte Welle wirksam und einigermaßen schnell zu brechen, dann komme man nicht an Schulschließungen und konsequentem Homeoffice vorbei. Hier lesen Sie, mit welchen Szenarien er rechnet.

25. November: Kretschmer spricht Lockdown-Warnung aus

Intensivstation der Uniklinik Leipzig: Ein Facharzt versorgt einen Covid-19-Patienten. (Quelle: dpa/Jan Woitas)Intensivstation der Uniklinik Leipzig: Ein Facharzt versorgt einen Covid-19-Patienten. (Quelle: Jan Woitas/dpa)

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer schließt einen allgemeinen Lockdown vor Weihnachten nicht mehr aus. "Die Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen. Es wird nur zu verhindern sein, wenn es ein kollektives Verständnis und gemeinsames Bewusstsein gibt, Kontakte zu vermeiden und die Maßnahmen einzuhalten", sagte der CDU-Politiker der "Sächsischen Zeitung". 

Kretschmer geht davon aus, dass die Betten-Auslastung mit Covid-19-Patienten in den nächsten Wochen dramatisch steigen werde. "Die laufende Entwicklung können wir kaum noch beeinflussen."

25. November: 9 von 13 Kreisen über 1.000

Neun Landkreise in Sachsen liegen inzwischen über dem Inzidenzwert von 1.000. Unterhalb dieses Wertes sind nur noch die Großstädte Dresden (630,3), Leipzig (869,1) und Chemnitz (972,2) sowie der Landkreis Görlitz (735,6).

24. November: Mangelhafte 3G-Kontrollen in Öffis

Straßenbahnfahrgäste in Leipzig: Seit Mittwoch dürfen nur Geimpfte, Genesene oder Getestete mitfahren – viele tragen nicht einmal die in Sachsen vorgeschriebenen FFP2-Masken. (Quelle: dpa/Sebastian Willnow)Straßenbahnfahrgäste in Leipzig: Seit Mittwoch dürfen nur Geimpfte, Genesene oder Getestete mitfahren – viele tragen nicht einmal die in Sachsen vorgeschriebenen FFP2-Masken. (Quelle: Sebastian Willnow/dpa)

Laut Leipziger Ordnungsamt wird seit Mittwoch kontrolliert, ob alle Fahrgäste in Bussen und Bahnen entweder geimpft, genesen oder getestet sind. Aber: Wer in der Stadt unterwegs ist, kann stundenlang Tram fahren, ohne einmal kontrolliert zu werden. Die ganze t-online-Reportage zur 3G-Einführung in den Öffis lesen Sie hier.

24. November: Sachsen beantragt erste Patientenverlegungen

Erstmals in der vierten Corona-Welle könnten in den kommenden Tagen Intensivpatienten aus Sachsen in andere Bundesländer verlegt werden. Der Freistaat hat die Verlegung von 20 Corona-Intensivpatienten beantragt, wie das Gesundheitsministerium auf Nachfrage mitteilte. Aktuell werde geklärt, welche Erkrankten infrage kämen, vorzugsweise aus dem Krankenhaus-Cluster Chemnitz, hieß es.

Zuvor hatte Sachsen ebenso wie die Länder Thüringen, Berlin, Brandenburg und Bayern formal das sogenannte Kleeblatt-Verfahren aktiviert.

Wohin die sächsischen Patienten verlegt werden, ist aktuell noch unklar. Man befinde sich bereits im bundesweiten System, da die Situation im Ost-Kleeblatt angespannt sei, teilte das Ministerium mit. 

24. November: Köpping rechnet auch 2022 mit Corona-Einschränkungen

Petra Köpping (Archivbild): Sachsens Gesundheitsministerin sagt, es sei ein Fehler gewesen, zu Beginn der Pandemie eine Impfpflicht auszuschließen. (Quelle: imago images/Future Image)Petra Köpping (Archivbild): Sachsens Gesundheitsministerin sagt, es sei ein Fehler gewesen, zu Beginn der Pandemie eine Impfpflicht auszuschließen. (Quelle: Future Image/imago images)

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) befürchtet auch für den Herbst 2022 Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie. "Bei der schlechten Impfquote in Sachsen ist damit zu rechnen, dass wir auch im kommenden Jahr im Herbst mit Einschränkungen leben müssen", sagte sie der Wochenzeitung "Die Zeit". Daher "müssen wir unsere Haltung zur Impfpflicht überdenken", sagte Köpping der Zeitung.

Dass eine Impfpflicht zu Beginn der Pandemie ausgeschlossen worden sei, halte sie für einen großen Fehler. "Auch ich habe das getan, und ich bedauere das."

24. November: Polizei verhindert Zwönitzer "Corona-Spaziergang"

Erneut haben Menschen in Zwönitz (Landkreis Erzgebirgskreis) versucht, mit einem sogenannten Spaziergang gegen die Corona-Politik von Land und Bund zu protestieren. Mehrere Kleingruppen wollten sich am Dienstagabend in der sächsischen Bergstadt sammeln, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Das hätten die Beamten verhindert.

23. November: RB-Trainer Marsch hat Corona, positiver Schnelltest bei Gulacsi

Trainer Jesse Marsch, Torwart Peter Gulacsi und Willi Orban nach dem Hinspiel gegen Brügge: Die Leipziger hatten das Match 1:2 verloren. (Quelle: imago images/Contrast)Trainer Jesse Marsch, Torwart Peter Gulacsi und Willi Orban nach dem Hinspiel gegen Brügge: Die Leipziger hatten das Match 1:2 verloren. (Quelle: Contrast/imago images)

RB Leipzig muss in der Champions League beim FC Brügge auf Trainer Jesse Marsch und Kapitän Peter Gulacsi verzichten.

Wie der Bundesligist mitteilte, wurden beide trotz vollständiger Impfung positiv auf Corona getestet. Marsch befindet sich bereits in häuslicher Isolation, bei Gulacsi steht nach einem positiven Schnelltest die Bestätigung durch einen PCR-Test noch aus. Zudem liegt bei Co-Trainer Marco Kurth ein positiver Corona-Test im familiären Umfeld vor, weshalb er auch auf die Reise nach Belgien verzichtet.

Beim Spiel am Mittwoch wird Achim Beierlorzer als Cheftrainer an der Seitenlinie stehen. 

23. November: Herzinfarkt-Patienten warten zwei Stunden auf ein Bett

Uniklinik Leipzig: Ein Facharzt und eine Intensivpflegerin intubieren einen Covid-19-Patienten. (Quelle: dpa/Jan Woitas)Uniklinik Leipzig: Ein Facharzt und eine Intensivpflegerin intubieren einen Covid-19-Patienten. (Quelle: Jan Woitas/dpa)

Der Präsident der Landesärztekammer Sachsen, Erik Bodendieck, hat erneut vor einer Überlastung der Kliniken im Freistaat gewarnt. Schon jetzt brauchten Mediziner in Sachsen bis zu zwei Stunden, um einen Platz auch für Schlaganfall- oder Herzinfarkt-Patienten zu finden.

Am Montag hatte Bodendieck in mehreren Interviews gesagt, dass sich Sachsen auf eine Triage vorbereiten müsse. Triage bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden müssen, wem sie zuerst helfen. Wenn es keine Plätze auf den sächsischen Intensivstationen mehr gebe, müsse man schauen, wohin man verlegen könne, sagte Bodendieck. In den benachbarten Bundesländern wie Thüringen sehe die Lage jedoch auch nicht gut aus.

Auch im Fall einer Überlastung der Krankenhäuser werde natürlich jeder Patient behandelt. "Die Frage ist nur, was möglich ist. Wenn zwei beatmungspflichtige Patienten um einen Beatmungsplatz konkurrieren, dann muss danach entschieden werden, welcher Patient die bessere Behandlungschance hat. Dem würde der Behandlungsplatz zugewiesen werden." Es werde im Einzelfall entschieden und abgewägt. "Auch Ungeimpfte werden behandelt, keine Frage. Aber wenn es zur Abwägung kommt, hat der womöglich schlechtere Chancen."

Um eine solche Situation zu vermeiden, brauche es jetzt eine deutliche Kontaktreduzierung. "Ich bin Optimist und sage: Jetzt reißt euch alle am Riemen." Jeder solle Abstand zu anderen halten und FFP2-Masken tragen. Auch Geimpfte sollten sich täglich testen.

23. November: So geht Leipzig mit dem Lockdown um

Der Weihnachtsmarkt in Leipzig ist abgeriegelt: Wegen des Teil-Lockdowns in Sachsen findet der Markt nicht statt. (Quelle: dpa/Sebastian Willnow)Der Weihnachtsmarkt in Leipzig ist abgeriegelt: Wegen des Teil-Lockdowns in Sachsen findet der Markt nicht statt. (Quelle: Sebastian Willnow/dpa)

"Die Politiker haben von Tuten und Blasen keine Ahnung", sagt eine Leipzigerin. Auf dem Weihnachtsmarkt bauen Standbesitzer wütend ihre Buden ab. Die ganze Reportage von Titus Blome lesen Sie hier.

22. November: Autokorso-Protest in Dresden gegen Corona-Regeln

In meist langsamer Fahrt und laut hupend haben mehrere Menschen auf den Straßen von Dresden gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Unter dem Motto "Autokorso für eine lautstarke Impfaufklärung und gegen die 2G-Apartheid" fuhren am Montagabend mehrere Dutzend Fahrzeuge durch die Landeshauptstadt.

Dabei sei die genehmigte Zahl von 50 Autos überschritten worden, indem sich Teilnehmende hinter dem Begleitfahrzeug der Polizei angeschlossen hätten, sagte ein Polizeisprecher. Teilweise seien zudem Verkehrsregeln verletzt worden.

22. November: Landesärztekammer bereitet auf Triage vor

Sachsen muss sich nach Angaben der Landesärztekammer auf eine Triage vorbereiten. Es stünden im Freistaat nur noch wenige Betten auf den Intensivstationen zur Verfügung, sagte der Präsident der Landesärztekammer, Erik Bodendieck, dem Sender NDR Info. Wenn sich daran nichts ändere, müsse über eine Auswahl nachgedacht werden, wer behandelt werde und wer nicht. "Wir müssen triagieren und das werde ich diese Woche mit meinen Kolleginnen und Kollegen in den Kliniken noch mal besprechen."

Eine präventive Triage, also das Freihalten von Betten, sei rechtlich nicht möglich. "Für ungeimpfte Patientinnen und Patienten in einer Covid-Situation ist das in aller Regel nicht der Fall, dass sie eine Covid-Situation überstehen können", sagte Bodendieck. Er hoffe, dass es anders komme als zurzeit prognostiziert. Sachsen sei in jedem Fall auf die Hilfe anderer Bundesländer angewiesen.

22. November: Diese Lockdown-Regeln gelten jetzt

Hier lesen Sie im Detail, welche Maßnahmen ab heute gelten – und welche Strafen für Verstöße fällig werden.

21. November: Keine Quarantäne in Kitas – auch nicht bei massiven Ausbrüchen

Die Kita "Waldknuffel" in Markranstädt: Innerhalb einer Woche hat sich ein Sechstel des Personals infiziert. (Quelle: Christian Grube)Die Kita "Waldknuffel" in Markranstädt: Innerhalb einer Woche hat sich ein Sechstel des Personals infiziert. (Quelle: Christian Grube)

Eine sächsische Leitlinie verhindert, dass in Kitas wirksame Quarantänemaßnahmen getroffen werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

20. November: Deutlich schärfere Maßnahmen ab Montag

In Sachsen und somit auch in Leipzig sollen angesichts rasant steigender Corona-Zahlen weite Teile des öffentlichen Lebens vom kommenden Montag an eingeschränkt werden. Das teilte die Regierung am Freitagabend mit. Schließen müssen alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Bibliotheken, Bars, Clubs und Diskotheken. Das gleiche gilt für Weihnachtsmärkte.

Ein Leipziger Restaurant weist auf die 2G-Regel hin: In sächsischen Hotspots soll für Ungeimpfte eine Ausgangssperre gelten.  (Quelle: dpa/Sebastian Willnow)Ein Leipziger Restaurant weist auf die 2G-Regel hin: In sächsischen Hotspots soll für Ungeimpfte eine Ausgangssperre gelten. (Quelle: Sebastian Willnow/dpa)

Auch die Beherbergung von Touristen ist untersagt. Die Gastronomie soll mit der 2G-Regel (geimpft/genesen) bis 20 Uhr öffnen dürfen. Die Einschränkungen gelten zunächst bis zum 12. Dezember.

Für Hotspot-Regionen mit einer Inzidenz über 1.000 gilt ab 22 Uhr eine Ausgangssperre für Ungeimpfte. Zudem soll ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum verhängt werden. Mehr dazu lesen Sie hier

18. November: Krankenhauskoordinator fordert "totalen Lockdown" für 14 Tage

Sachsens Krankenhauskoordinator Michael Albrecht hat einen 14-tägigen Lockdown gefordert, um die drastisch steigenden Corona-Infektionszahlen im Freistaat in den Griff zu bekommen. "Meine persönliche Empfehlung wäre: Machen Sie jetzt einen totalen Lockdown für 14 Tage. Lassen Sie uns Luft holen, lassen Sie uns sehen, wie sich die Entwicklung der Fallzahlen dann abschwächen wird", sagte der medizinische Vorstand des Universitätsklinikums Dresden bei einer Online-Diskussionsrunde mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU).

Derzeit sei die Dynamik beim Corona-Infektionsgeschehen ungebremst und es brauche lange, bis die Zahlen der Infizierten zurückgingen. Die bisherigen Maßnahmen hätten nichts gebracht, das zeigten die Zahlen der Patienten in den Krankenhäusern.

Der Leipziger Infektiologe Christoph Lübbert mahnte, dass der Königsweg aus der Pandemie das Impfen sei – die momentane Situation entspanne sich dadurch allerdings nicht. "Es gilt jetzt wieder strikt: Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Lüften und vor allem Maske tragen. Außerdem viel testen, Kontakte reduzieren, Online-Meetings, Homeoffice, möglichst keine Großveranstaltungen", sagte der Leiter des Bereichs Infektions- und Tropenmedizin am Uniklinikum Leipzig der "Leipziger Volkszeitung" (Donnerstag).

Die Appelle der Medizinier könnten erhört werden. Wie die "Bild" und die "Leipziger Volkszeitung" berichten, denkt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer offenbar über einen flächendeckenden Lockdown in dem Bundesland nach.

17. November: Ab Freitag gelten diese schärferen Corona-Regeln

Sachsens Krankenhäuser haben am Mittwoch den dritten Tag in Folge mehr als 1.300 Covid-Patienten auf ihren Normalstationen gemeldet. Darum gilt ab Freitag die sogenannte Überlastungsstufe.

  • Das heißt, dass es nun harte Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte gibt: Von Freitag an dürfen sich Angehörige eines Haushalts nur noch mit einer weiteren Person treffen. Geimpfte, Genesene oder Kinder bis 16 Jahre bleiben von dieser Lockdownmaßnahme verschont. Sie zählen bei Treffen nicht mit.
  • Außerdem gilt das 2G-Modell ab Freitag für weitere Bereiche. Nur noch Geimpfte und Genesene haben Zutritt zu Schwimmbädern, Saunen, Sport in Innenräumen, Friseuren, Bordellen, Spielhallen, Innengastronomie, Discos, Kosmetik- oder Tattoo-Studios sowie zu Veranstaltungen in Innenräumen.
  • Versammlungen können weiter stattfinden, jedoch sind in der Überlastungsstufe maximal noch zehn Personen erlaubt. Geimpfte und Genesene werden mitgezählt. 

Ab Montag sollen noch einmal verschärfte Regeln gelten. Die Staatsregierung will Freitag eine neue Schutzverordnung in Kraft setzen, die unter anderem 2G auf Shopping ausdehnt.

Derzeit sind auf sächsischen Normalstationen 1.520 Krankenhausbetten mit Covid-Patienten belegt. Auf Intensivstationen werden 357 Infizierte behandelt.

17. November: 13 Corona-Fälle bei Drittligist

Drittliga-Tabellenführer 1. FC Magdeburg muss das Spiel an diesem Samstag beim FSV Zwickau absagen. "Die Auswertung einer umfangreichen PCR-Testung der gesamten Mannschaft, des Trainerstabs und des direkten Mannschaftsumfeldes ergab am Dienstag insgesamt 13 positive Covid-19-Befunde", teilte der FCM mit. Da alle Spieler geimpft oder genesen sind, gab es laut Verein bisher ausschließlich milde Krankheitsverläufe.

17. November: Landkreis Leipzig jetzt auch über 1.000

Die Inzidenz ist in Sachsen minimal gesunken, aber immer noch ist der Freistaat bundesweiter Hotspot Nummer eins. Am höchsten ist die Inzidenz im Kreis Meißen (1.304,6) und im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (1.260,6). Im Landkreis Leipziger Land stieg die Inzidenz Mittwoch erstmals über die 1.000er-Marke. Sie liegt dort jetzt bei 1.036,0. 

16. November: Köpping kündigt 2G beim Shopping an

Die sächsische Regierung will das im Freistaat ohnehin schon weitreichende 2G-Modell ausweiten. Gesundheitsministerin Petra Köpping kündigte nach einer Kabinettssitzung am Dienstag eine neue Corona-Verordnung an, die ab 22. November gelten und am Freitag vom Kabinett endgültig beschlossen werden soll.

Leipzig, 16.10.2021 Blick am Samstag in die sehr gut besuchte Petersstraße. Viele Menschen sind unterwegs zum Einkaufen. (Quelle: imago images/foto-leipzig.de)Die Petersstraße in Leipzig (Archivbild): Shopping soll in Sachsen ab Montag nur noch für Geimpfte und Genesene möglich sein. (Quelle: foto-leipzig.de/imago images)

In ihr werde es erstmals auch 2G-Regelungen für den Einzelhandel geben, sagte Köpping. Ausgenommen sei lediglich die Grundversorgung (Supermärkte, Drogerien, Apotheken). Heißt im Klartext: Ab Montag dürften nur Geimpfte und Genesene in Sachsen auf Weihnachts-Shoppingtour gehen.

Bedingung für diese Maßnahme soll sein, dass die sogenannte Überlastungsstufe gilt, also dass zum Beispiel drei Tage in Folge mehr als 1.300 Covid-Patienten im Krankenhaus auf Normalstation behandelt werden. Dienstag ist der zweite Tag in Folge, an dem die Marke überschritten ist – und das um aktuell mehr als 200 Betten.

Als weitere Verschärfungen kündigte Köpping an:

  • In besonders gefährdeten Einrichtungen wie Pflegeheimen und Krankenhäusern soll eine generelle Testpflicht auch für Geimpfte und Genesene gelten – und zwar für Besucher und Beschäftigte.
  • Für Freizeit- und Kulturveranstaltungen ist 2G-Plus geplant. Zugang haben nur Geimpfte oder Genesene, die zusätzlich einen tagesaktuellen Corona-Test vorlegen.
  • Wer mit dem öffentlichen Nahverkehr fährt, muss eine FFP2-Maske tragen.

16. November: Erste Covid-Patienten verlegt

Coronavirus - Intensivstation Uniklinik Leipzig (Quelle: dpa/Jan Woitas)Ein Facharzt und fünf Intensivpfleger drehen einen Covid-19-Patienten auf der Intensivstation der Leipziger Uniklinik in die Bauchlage: Um die Kapazitäten für die Behandlung der Corona-Patienten zu sichern, hat das Klinikum die Zahl der geplanten Operationen um über 30 Prozent verringert. (Quelle: Jan Woitas/dpa)

Die vierte Corona-Welle bringt zahlreiche Krankenhäuser in Sachsen an ihre Grenzen. Wie in der zweiten Welle sind bereits einige Patienten an die Unikliniken im Freistaat verlegt worden. Seit September seien 17 Patienten überwiegend zur intensivmedizinischen Behandlung von Covid-19 an das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) verlegt worden, hieß es auf Anfrage am Dienstag. Bundesweite Verlegungen von Patienten aus Sachsen hat es aber noch nicht gegeben.

Die Auslastung auf den Intensivstationen liegt in Leipzig, Chemnitz und Dresden bei rund 90 Prozent. Verlegungen gibt es derzeit vor allem dann, wenn die Patienten auf eine spezielle Herz-Lungen-Maschine angewiesen sind, betonte ein Sprecher der Koordinierungsstelle am Universitätsklinikum Dresden. Diese gibt es demnach nur in der Landeshauptstadt und in Leipzig. 

16. November: Warnstreik an der Uniklinik

Ganztägiger Warnstreik: Bis 22 Uhr legt am Dienstag ein Teil des Klinikpersonals die Arbeit nieder. (Quelle: Grube/NEWS5)Ganztägiger Warnstreik: Bis 22 Uhr legt am Dienstag ein Teil des Klinikpersonals die Arbeit nieder. (Quelle: Grube/NEWS5)

Rund 200 Beschäftigte des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) haben die Arbeit niedergelegt, um ihren Forderungen im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst Nachdruck zu verleihen. Sie wollen mindestens 300 Euro mehr im Monat.

"Aufgerufen sind alle vom Hausmeister bis zur OP-Schwester", sagte Verdi-Gewerkschaftssekretärin Julia Greger. Ausgenommen seien die Beschäftigten der Corona- und Kinder-Stationen, die aus der intensivmedizinischen Versorgung sowie der Palliativstationen und der Onkologie. Eine Notdienstbesetzung stelle man sicher, "so dass in keinem Bereich Leib und Leben gefährdet werden".

16. November: Handball-Verband setzt Spielbetrieb im Amateurbereich aus

Ein Handballspieler mit Ball (Archivbild): Laut Beschluss wird ab dem 19. November nicht mehr gespielt. (Quelle: dpa/Soeren Stache)Ein Handballspieler mit Ball (Archivbild): Laut Beschluss wird ab dem 19. November nicht mehr gespielt.

Der Handball-Verband Sachsen (HVS) hat den Spielbetrieb auf Verbandsebene in allen Altersklassen auf unbestimmte Zeit unterbrochen. "Wir sind uns der Tragweite dieser Entscheidung bewusst, allerdings ist die Verhältnismäßigkeit, in Zeiten wo über 150 Schulen oder Schulklassen in Quarantäne geschickt werden, weiterhin aber Mannschaften durch Sachsen fahren, nicht mehr gegeben. Zudem ist per 15.11.2021 die Überlastungsstufe erreicht", begründete der HVS auf seiner Homepage. 

15. November: Wert der Überlastungsstufe erreicht

Seit dem 5. November gilt in Sachsen die sogenannte Vorwarnstufe, jetzt wurde der kritische Wert für die Überlastungsstufe erreicht. 1.391 Betten auf Normalstationen sind im Freistaat mit Covid-Patienten belegt. Sinkt die Zahl nicht bis Mittwoch wieder unter die Marke von 1.300 belegten Betten, gelten ab Freitag strengere Regeln.

Treffen von Angehörigen eines Haushaltes wären dann nur noch mit nur einer weiteren Person erlaubt, wobei Geimpfte, Genesene oder Kinder bis 16 Jahre nicht mitzählen. Für weitere Bereiche wie Hallenbäder und Saunen, Friseure, Kosmetik oder Tattoo-Studios würde das 2G-Modell gelten. Versammlungen könnten weiter stattfinden, jedoch sind in der Überlastungsstufe maximal noch zehn Personen erlaubt. Geimpfte und Genesene werden mitgezählt. 

15. November: Querdenker verkürzen Aussage von Uniklinik-Chef

Professor Josten von der Uniklinik Leipzig: Beim sächsischen Corona-Gipfel Anfang November sprach er über die Situation in seinem Haus. (Quelle: Screenshot/Facebook-Video des Freistaates Sachsen)Professor Josten von der Uniklinik Leipzig: Beim sächsischen Corona-Gipfel Anfang November sprach er über die Situation in seinem Haus. (Quelle: Screenshot/Facebook-Video des Freistaates Sachsen)

Unter Impfgegnern kursiert ein Videoschnipsel, in dem der Leipziger Uniklinik-Chef angeblich über die Unwirksamkeit von Corona-Impfungen spricht. Aber: Seine Aussage wurde zurechtgeschnitten. Mehr dazu lesen Sie hier.

15 November: Drei sächsische Landkreise über 1.000

Von den vier deutschlandweit aktuell am stärksten von Corona betroffenen Landkreisen liegen drei in Sachsen. Die bundesweit höchste Inzidenz weist der Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge auf (1.303), die dritthöchste Bautzen (1.197), die vierthöchste Meißen (1.177).

14. November: Kretschmer erwartet mehr Tote als je zuvor

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer mit Maske (Archivbild): Er blickt düster in die vierte Welle. (Quelle: imago images/photothek)Sachsens Ministerpräsident Kretschmer mit Maske (Archivbild): Er blickt düster in die vierte Welle. (Quelle: photothek/imago images)

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer äußert sich gegenüber der "Bild am Sonntag" besorgt: "Diese vierte Welle wird mehr Opfer, auch mehr Todesopfer, verlangen als alles, was wir bisher kannten." Die angespannte Situation werde noch Monate andauern, die Vergangenheit habe gezeigt, dass die Welle bis Ostern nicht zu Ende sei. Zwar sei ein Lockdown in der Weihnachtszeit momentan noch zu verhindern, aber die Zeit laufe davon.

Kretschmer forderte eine 2G-Regel in ganz Deutschland, um Ansteckungen von Ungeimpften zu vermeiden. Auch müssten Kontakte reduziert und möglichst viele größere Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte im ganzen Land abgesagt werden.

12. November: Weihnachtsmarkt soll ohne Glühwein stattfinden

Aufbauarbeiten für den Leipziger Weihnachtsmarkt: Wegen Corona soll dieses Jahr kein Glühwein ausgeschenkt werden. (Quelle: imago images/Christian Grube)Aufbauarbeiten für den Leipziger Weihnachtsmarkt: Wegen Corona soll dieses Jahr kein Glühwein ausgeschenkt werden. (Quelle: Christian Grube/imago images)

Weihnachtsmarkt ja, Glühwein nein: Leipzig hält am diesjährigen Weihnachtsmarkt fest, will aber den Alkoholausschank untersagen. "Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage will die Stadt alles tun, um unkontrollierte, stundenlange Menschenansammlungen zu vermeiden", heißt es in einer Mitteilung der Stadt. 

"Auf den Intensivstationen ringen Menschen um ihr Leben", wird Oberbürgermeister Burkhard Jung zitiert. Allerdings solle den Menschen die Möglichkeit gegeben werden, die vorweihnachtliche Stimmung in der Innenstadt zu genießen. Verbunden mit dem Weihnachtsmarkt werde es außerdem die Möglichkeit geben, sich impfen zu lassen. Die Stadt Leipzig werde dafür das Stadtbüro am Burgplatz als neues Impfzentrum einrichten.

12. November: Städte- und Gemeindetag irritiert von Kretschmer-Vorstoß

Zoff um Sachsens Weihnachtsmärkte: Erst Montag ist die neue Coronaverordnung des Landes in Kraft getreten, die "landestypische Veranstaltungen" wie Weihnachtsmärkte ausdrücklich ermöglicht. Nur vier Tage später, am Donnerstag, forderte Ministerpräsident Kretschmer die Kommunen dann auf, die Märkte abzusagen. Das sorgt nun für Irritationen bei den Gemeinden.

"Der Vorstoß des Ministerpräsidenten kam für die Kommunen völlig überraschend", teilte Mischa Woitscheck, Geschäftsführer des Sächsischen Städte- und Gemeindetags, t-online am Freitag mit. Seit Monaten habe die Staatsregierung betont, dass die Märkte stattfinden könnten. Darauf hätten sich die Kommunen und die Weihnachtsmarktbetreiber verlassen. Zahlreiche Märkte würden bereits aufgebaut, längst seien Waren eingekauft und Mitarbeiter gewonnen worden. Bei Absage könnten "erhebliche Regressforderungen" auf die Kommunen zukommen.

Zu dieser Problematik schrieb Regierungssprecher Ralph Schreiber t-online, die Standbetreiber auf den Weihnachtsmärkten könnten Überbrückungshilfe beantragen. Aber: Da öffentliche Unternehmen und Körperschaften des öffentlichen Rechts nicht antragsberechtigt seien, würden die Kommunen leer ausgehen, teilte Schreiber weiter mit.

12. November: Kretschmer schließt neuen Lockdown nicht aus

Kretschmer zugeschaltet in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner": Zusätzlich zu 2G brauche es "weitere Instrumente", sagte er. (Quelle: dpa/Svea Pietschmann/ZDF)Kretschmer zugeschaltet in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner": Zusätzlich zu 2G brauche es "weitere Instrumente", sagte er. (Quelle: Svea Pietschmann/ZDF/dpa)

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) schließt einen neuerlichen Lockdown nicht mehr aus. Die 2G-Regel werde im Kampf gegen die aktuelle Corona-Welle nicht reichen, sagte er am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". Ohne Kontaktbegrenzungen könne die jetzige Situation in einer "humanitären Katastrophe" enden.

Zu weiteren Instrumenten gegen die Pandemie gehöre etwa die geplante Wiedereinführung kostenloser Bürgertests für alle und dass Arbeitgeber den Impfstatus von Beschäftigten abfragen können.

11. November: Leipziger Klinikchefs werben für freiwilligen Lockdown

Uniklinik Leipzig: Auf der Intensivstation wächst seit Tagen die Zahl der Corona-Erkrankten mit schweren Verläufen, darunter immer mehr jüngere Patienten zwischen 30 und 60 Jahren. (Quelle: dpa/Waltraud Grubitzsch)Uniklinik Leipzig: Auf der Intensivstation wächst seit Tagen die Zahl der Corona-Erkrankten mit schweren Verläufen, darunter immer mehr jüngere Patienten zwischen 30 und 60 Jahren. (Quelle: Waltraud Grubitzsch/dpa)

Die Vorstände des Uniklinikums Leipzig, Professor Christoph Josten und Dr. Robert Jacob, schildern im Interview mit der "Leipziger Volkszeitung" besorgniserregende Zustände. Aktuell würden bei ihnen so viele Corona-Patienten behandelt wie Ende November 2020. Leipzig zähle zu den am stärksten belasteten Unikliniken Deutschlands. Planbare Operationen würden bereits verschoben, Patientenverlegungen in andere Häuser könnten bei weiterem Zustrom von Corona-Patienten nicht ausgeschlossen werden.

Auf den Intensivstationen seien derzeit 75 Prozent der Patienten ungeimpft. Die allermeisten Geimpften auf Intensivstationen hätten eine schwere Begleit- oder eine andere Grunderkrankung. Ein verordneter Lockdown würde medizinisch helfen, sagen die Klinikchefs. Sie würden ihn wegen der Kollateralschäden aber nicht fordern. Stattdessen werben die Ärzte für einen freiwilligen Lockdown: "Es hilft weiterhin, die sozialen Kontakte auf das familiär Notwendige zu beschränken, Abstand zu halten, Maske zu tragen und – ganz wichtig – sich impfen zu lassen, durch Grundimmunisierung oder Boosterung."

11. November: Gesundheitsämter gehen vor Corona in die Knie

Im Landkreis Zwickau ist derzeit eine lückenlose Kontaktnachverfolgung nicht mehr möglich. "Wir können nicht mehr jeden Kontakt anrufen. Wir konzentrieren uns auf Einrichtungen wie Pflegeheime und Schulen sowie Familienangehörige", sagte Landrat Christoph Scheurer (CDU) laut Nachrichtenagentur dpa.

Auch das Leipziger Gesundheitsamt hat zunehmend Probleme. "Quarantänebescheide werden ausgestellt. Aber wir können nicht mehr wie im Vorjahr alle Leute anrufen", zitiert die "LVZ" Leipzigs Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD). Die Stadt teilte mit, derzeit dauere es bis zu vier Tage, ehe ein Quarantäne-Bescheid die Betroffenen erreiche. Zuvor waren es zwei Tage.

11. November: Kleines Impfzentrum in Leipzig geplant

Sozialbürgermeister Thomas Fabian kündigt ein kleines Impfzentrum in der Leipziger Innenstadt an. Wo es hinkomme, sei allerdings noch nicht entschieden.

11. November: Kretschmer für Absage von Weihnachtsmärkten

Weihnachtsmarkt in Meißen, Sachsen: Das Infektionsgeschehen könnte die Märkte bedrohen. (Quelle: imago images)Weihnachtsmarkt in Meißen, Sachsen: Das Infektionsgeschehen könnte die Märkte bedrohen. (Quelle: imago images)

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat die Absage von Weihnachtsmärkten gefordert. "Man kann sich doch nicht vorstellen, dass man auf dem Weihnachtsmarkt steht, Glühwein trinkt und in den Krankenhäusern ist alles am Ende und man kämpft um die letzten Ressourcen", sagte er in der Sendung "Frühstart" bei RTL/ntv. Bund und Länder müssten Bürgermeistern, Landräten und Marktbetreibern diese schwere Entscheidung jetzt abnehmen. Mehr dazu lesen Sie hier.

11. November: Erstmals mehr als 6.000 Neuinfektionen in Sachsen

Das Robert-Koch-Institut meldet 6.354 Corona-Neuinfektionen für den Freistaat, das ist der bisherige Tageshöchstwert während der Pandemie. Außerdem kamen weitere 50 Todesfälle dazu. Die Wocheninzidenz hat in Sachsen nun die Marke von 500 überschritten, sie beträgt 521,9. Sachsen ist damit das am stärksten betroffene Bundesland. Im Bund lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag bei 249,1.

10. November: Dramatischer Apell von OB Jung – Krisenstab tagt wieder

In Leipzig wurde laut Oberbürgermeister Burkhard Jung erstmals seit langem wieder der Krisenstab der Stadt einberufen. In einer Facebook-Nachricht an die Bürger schreibt Jung: "Ich hätte mir gewünscht, dass ich dies Zeilen nicht schreiben muss."

Doch leider sei die Stadt "auf einem sehr schlechten Weg". Allein von Dienstag zu Mittwoch seien 802 neue Coronafälle in Leipzig festgestellt worden. Das seien so viele wie noch nie an einem Tag. Gleichzeitig würden die Krankenhäuser immer voller. "Die Lage ist wirklich dramatisch", schreibt Jung. Er bittet die Bürger, Kontakte einzuschränken und sich impfen bzw. boostern zu lassen, um die "leidige Pandemie endlich zu besiegen".

Verwendete Quellen:

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